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Alt 02.12.2005, 09:00
Tacheles Tacheles ist offline
Forenschreck
 
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Weiteres zu diesem Thema ist auch unter dem Beitrag Spätabtreibungen zu finden.

Der ausgeübte Druck auf die werdenden Mütter ist gnadenlos. Die Ärzte setzen über Gebühr daran, den "Schadenfall" zu verhindern.

So werden ihnen zum Beispiel solche Dinge gesagt:

"Sie werden ganz alleine sein - die Familien gehen auseinander - Sie werden das Kind alleine großziehen müssen? Schaffen Sie das überhaupt?"

"Denken Sie an Ihr Kind. Es wird vielleicht Schmerzen haben. Es wird vielleicht keine Lebensfreude haben und sich quälen. Können Sie das verantworten?"

"Sie sind verantwortlich!"


Die werdenden Mütter sind schon durch die neue, unerwartete Situation psychisch arg beansprucht. Der zusätzliche Druck ist nicht menschenwürdig. Es geht nie um das Wohl der werdenden Mütter / Eltern. Bei den Spätabtreibungen werden diese Frauen ebenfalls oft menschenunwürdig behandelt.

Durch fehlende / falsche Medikation erleben sie, spüren sie den Todeskampf ihres ungeborenen Kindes im eigenen Leib. Dem Kind wird (um die Schadenquelle des Überlebens der eigenen Abtreibung - Stichwort "Oldenburger Baby" ... Tim überlebte seine eigene Abtreibung ... im Thema Spätabtreibungen steht da einiges zu) heutzutage eine Spritze ins Herz gegeben. Es wird im Mutterleib getötet und dann ausgetrieben. Es werden immer wieder Berichte laut, die zeigen, daß sich niemand um das Wohl der Mutter kümmert. Sie werden allein gelassen mit all ihren schlimmen Gedanken / Gefühlen. Meist findet keine psychologische Betreuung statt und die Frauen leiden für den Rest ihres Lebens an diesem Trauma.

Denn dazu gibts wohl noch keine Schadensersatzansprüche. Die Frauen haben ja meist gar nicht die Kraft, sie gegen diese Behandlung zu wehren. Ganz im Gegenteil: da sie sich schuldig fühlen, haben sie oft sogar gar nicht das Bewußtsein, daß ihnen Unrecht geschehen ist - es ist doch nur ein weiterer Beweis dafür, das sie "schlecht" sind ...

Es sind für unsere reiche Gesellschaft unhaltbare Zustände!

Im übrigen ist es wirklich sehr makaber, daß auf der anderen Seite ein frühgeborenes Baby (bei dem zu diesem Zeitpunkt ja auch noch nicht klar ist, ob es behindert sein wird!!) fast um jeden Preis "durchgebracht" werden soll. (Wollen Ärzte sich hier profillieren? Nach dem Motto: "Ich schaff aber schon Frühchen ab der X. Schwangerschaftswoche"?)

Oder der Fall, wo Ärzte (nicht auf Wunsch der Eltern!!!) ein bei der Geburt verstorbenes Kind insgesamt 4 Mal reanimieren. Diesen kleinen Kerl lernte ich kennen. Ich weiß also von so einem Fall ... (Wollen Ärzte "Gott" spielen? Oder nur eine vorgeschriebene Obduktion vermeiden, bei der ein "Kunstfehler" ... also auch ein "Schadenfall" bescheinigt würde? Diese Obduktion würde bei Kindern, die unter der Geburt sterben, zwingend angeordnet.)

Leute, mir wird schlecht bei all diesem Scheußlichem (sehe in Gedanken wieder die Bilder von abgetriebenen kleinen Menschen ... so groß wie vielleicht ein 50 cent Stück mit abgerissenen Gliedmaßen ... kleine Ärmchen mit Händen und Fingern daran ... - hatte den Fehler gemacht, mir einmal solche Bilder anzusehen ...) ... es ist so gemein gegenüber denen, die eigentlich die Unterstützung der behandelnden Ärzte und unserer Gesellschaft bedürften ...

Zwischen Trauer und Wut verabschiede ich mich für heute ...

Tacheles
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Tacheles


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Geändert von Mary (20.05.2006 um 13:53 Uhr).
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