Demenzkranke: Freunde können unterstützen
Demenzkranke: Freunde können unterstützen
Erlangen (ddp). Durch eine Demenzerkrankung werden Freundschaften auf eine harte Probe gestellt. Denn wenn die Betroffenen nach und nach ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten verlieren, können sie sich immer schlechter in andere Menschen einfühlen und erkennen diese später nicht mehr. «Je weiter die Krankheit bei einem Menschen fortschreitet, desto einseitiger werden seine Beziehungen», sagt Sabine Engel, Psychogerontologin am Gedächtniszentrum der Universität Erlangen. Als Freund oder Freundin könne man einen Demenzkranken entscheidend unterstützen. «Das Vertrauen unter Freunden ist eine große Chance», berichtet Engel. Im Anfangsstadium der Krankheit könnten Betroffene häufig ihre Sorgen und Ängste eher mit einem Freund besprechen als mit ihrer Familie. Oft werde dieser auch zu einem wichtigen Begleiter, wenn sich der Erkrankte von immer mehr Fähigkeiten verabschieden müsse. «Je mehr der Freund oder die Freundin über die Erkrankung weiß, desto besser kann er beziehungsweise sie die Beziehung aufrecht erhalten», sagt die Psychogerontologin. Es sei daher hilfreich, sich durch Informationsmaterial oder eine Angehörigenschulung mit dem Thema auseinanderzusetzen. «Für Demenzkranke ist wichtig, dass es ihnen psychisch gut geht», sagt Engel. Wer etwas mit ihnen unternehmen möchte, sollte sich nach den noch vorhandenen Kompetenzen richten und versuchen, dem Kranken Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Man könne zum Beispiel gemeinsam einen Kuchen backen oder zusammen im Lieblingspark des Dementen spazieren gehen. «Als Freund kennt man viele Vorlieben, von denen die Kinder oder das Pflegepersonal nicht wissen», sagt die Expertin. Im weiteren Verlauf der Krankheit müsse man die gemeinsamen Aktivitäten den schwindenden Fähigkeiten des Kranken anpassen und sie daher immer weiter einschränken. Dann könne man vielleicht noch Fotoalben anschauen oder sich geduldig Erzählungen aus der Jugend anhören. «Selbst wenn der Demenzkranke den Freund nicht mehr erkennt, genießt er das Zusammensein und die Zuwendung», berichtet die Expertin. Für den gesunden Partner bedeute dies allerdings, dass er seine eigenen Bedürfnisse nur noch eingeschränkt einbringen könne und sich insofern zurücknehmen müsse. Ein Freund sollte sich daher auch nicht überfordern. Vielleicht überlegt er sich deshalb einen festen Turnus, in dem er den Kranken besucht.
quelle: netdoktor
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Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,
als der Weg von der Erde zum Mond.
angie
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