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Alt 15.07.2008, 18:42
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Standard Magenpförtnerverengung (Pylorusstenose) bei Baby & Kind

Magenpförtnerverengung (Pylorusstenose) bei Baby & Kind


Was versteht man unter Pylorusstenose?

Bei der Magenpförtnerverengung handelt es sich um eine relativ häufige, typischerweise in der dritten bis fünften Lebenswoche auftretende Entleerungsstörung des Magens, die durch eine Verdickung der Pylorusmuskulatur auftritt. Der Pylorus verschließt den Magen gegen den Zwölffingerdarm (Duodenum). Nur wenn sich der Pylorus öffnet, kann der Speisebrei (Chymus) in den Darm weitertransportiert werden.

Etwa 0,3 Prozent aller Neugeborenen haben eine Pylorusstenose.


Was sind die Ursachen einer Pylorusstenose?

Die genaue Ursache der Verdickung der Pylorusmuskulatur ist unbekannt. Da die Erkrankung aber familiär gehäuft auftritt, werden genetische Einflüsse diskutiert. Jungen sind etwa fünfmal häufiger betroffen als Mädchen.


Welche Anzeichen deuten auf eine Magenpförtnerverengung?

Wenn Ihr Baby immer ungefähr eine halbe Stunde nach dem Füttern schwallartig erbricht, dann ist es möglich, dass eine Verengung des Magenpförtners die Ursache ist. Das Erbrochene riecht stark sauer und enthält oft kleine Blutfäden. Das Baby machen, bedingt durch die Oberbauchschmerzen, meist einen sehr gequälten Gesichtsausdruck. Auf dem Bauch kann man die wellenförmige Darmbewegung erkennen.

In der Folge tritt durch die mangelnde Flüssigkeits- und Nährstoffzufuhr eine Reduktion des Körpergewichts mit Austrocknungserscheinungen auf. Im weiteren Krankheitsverlauf entwickeln die Kinder ein greisenhaftes Aussehen.

Der starke Verlust von Magensaft und Salzsäure (HCL) durch Erbrechen verursacht im Blut einen Mangel an Chlor und eine Verschiebung des ph-Wertes in den alkalischen Bereich (hypochlorämische Alkalose). Die Blutsalze sind ebenfalls vermindert.





Wie stellt der Arzt die Diagnose?

In der Regel führt eine genaue Erhebung der Krankengeschichte und die klinische Untersuchung schnell zur richtigen Diagnose. Als erweiterte Diagnostik wird eine Ultraschalluntersuchung des Bauches durchgeführt, in Zweifelsfällen auch eine Röntgenkontrastaufnahme des Magen-Darm-Kanals.


Möglichkeiten der Behandlung

In leichten Fällen kann ein so genannter konservativer Therapieversuch, das heißt eine Behandlung ohne Operation, durchgeführt werden. Dies ist jedoch in der Regel recht langwierig (bedingt durch die häufigeren kleinere Mahlzeiten) und führt nicht immer zum Erfolg.

In schweren Fällen ist eine Operation unumgänglich. In der Operation werden die verdickten Muskelbänder durchtrennt und so der Magenpförtner erweitert. Die Operation verkürzt die Therapiedauer und den Klinikaufenthalt und zeigt sehr gute Ergebnisse. Eine frühzeitige Operation ist empfehlenswert, weil sich das Baby dann noch in gutem Allgemeinzustand befindet.


Komplikationen und Prognose

Eine schwere Pylorusstenose kann ohne Operation zum Tode führen. Wird die konservative Therapie versucht, ist mit Gedeihstörungen und Entgleisung des Wasser-Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalts zu rechnen.

Bei einer frühzeitigen Operation ist die Prognose gut. Wiederholte Erkrankungen (so genannte Rezidive) treten in der Regel nicht auf.



Quellen
Stauffer: Kinderchirurgie
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