Geschwisterkinder - neues Informationsmaterial
Neues Informationsmaterial
Familienministerin Stewens: Geschwister behinderter Kinder tragen hohe Verantwortung innerhalb der Familie und bedürfen besonderer Aufmerksamkeit
"Geschwister behinderter Kinder übernehmen frühzeitig Verantwortung und sind besonderen Erwartungen ihrer Eltern ausgesetzt" dies gilt besonders bei Kindern von Alleinerziehenden. Obwohl sie selbst noch Kinder und Jugendliche sind, sind sie in gleicher Weise wie ihre Eltern gefordert, sich auf die Besonderheiten ihres behinderten Bruders oder ihrer behinderten Schwester einzustellen und vielfältig Hilfe zu leisten", sagte Bayerns Familienministerin Christa Stewens heute in München aus Anlass der Vorstellung einer neuen Informationssammlung. Die Behinderung oder chronische Erkrankung eines Kindes wirkt sich nach den Worten der Ministerin auf das gesamte Familienleben aus. Geschwisterkinder verzichteten oft zugunsten ihrer behinderten Schwester oder ihres behinderten Bruders auf elterliche Zuwendung. In Bayern leben rund 75.000 Kinder und Jugendliche mit Behinderung bzw. sind von einer Behinderung bedroht.
Stewens: "Neben den bestehenden Hilfen für behinderte Kinder und ihre Eltern, wie den Frühförderstellen und Sozialpädiatrischen Zentren, den bayernweit flächendeckend ausgebauten familienunterstützenden und familienentlastenden Diensten der Offenen Behindertenhilfe, sollten wir auch den Geschwisterkindern mehr Aufmerksamkeit schenken. Auch sie brauchen unsere Hilfe und Unterstützung, um den besonderen Anforderungen gerecht werden zu können, die ein behindertes oder chronisch krankes Kind an alle Familienmitglieder stellt."
Das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) hat sich deshalb im Auftrag des Bayerischen Familienministeriums mit der besonderen Lebenssituation der betroffenen Geschwisterkinder befasst und ein umfangreiches und informatives Broschürenmaterial entwickelt, unter anderem einen Elternbrief, der sich an Mütter und Väter wendet, sowie eine Geschichte zum Vorlesen für drei bis sechsjährige Geschwisterkinder.
Die Materialien sind über das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg, Heinrichsdamm 4, 96047 Bamberg, Tel. 0951/96 525-21, sekretariat@ifb.uni-bamberg.de, kostenlos zu beziehen. Darüber hinaus sind sie auf folgenden Internetseiten einzusehen: www.ifb-bamberg.de/aktuelles.htm sowie www.sozialministerium.bayern.de/behinderte/kinder/geschwister.htm.
(Quelle: http://www.stmas.bayern.de/cgi-bin/pm.pl?PM=0501-048.htm)
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