Forderung nach mehr Unterstützung für Menschen mit Epilepsie in der Arbeitswelt Es gibt viele verschiedene Gründe dafür, warum es für einige epilepsiekranke Menschen so schwierig ist, Arbeit zu finden oder die aktuelle berufliche Tätigkeit beizubehalten. Einer Untersuchung des Epilepsiezentrums Kempenhaeghe, Niederlanden, zufolge, in der insgesamt 34 bereits veröffentlichte wissenschaftliche Artikel zum Thema analysiert wurden, sind das Stigma der Erkrankung und der Schweregrad der Anfälle hierbei besonders maßgebliche Einflussfaktoren. Aber vor allem auch psychosoziale Faktoren, wie ein geringes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Patienten sowie ihr oftmals passives Verhalten hinsichtlich der Problembewältigung spielen in diesem Zusammenhang offensichtlich eine große Rolle. Angesichts dieser Tatsachen fordern die Forscher die Einführung von speziellen Trainingsprogrammen, die darauf fokussiert sind, das Selbstvertrauen von epilepsiekranken Menschen zu stärken und Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen zu leisten. Ziel ist es vor allem, dass Betroffene künftig besser dazu in der Lage sind, ihre Erkrankung zu akzeptieren und persönliche sowie gesundheitsbezogene Entscheidungen zu treffen, um schließlich auch eine bessere berufliche Stellung innerhalb der Gesellschaft einnehmen zu können, so die Autoren.
Abstract aus Epilepsy & Behavior 2007, Vol. 10(3). pp. 354-362 
Quelle: Epinews