„Die Vinschger Bahn ist behindertengerecht“
Um zu überprüfen, ob die Vinschger Bahn auch von Menschen mit einer körperlichen Behinderung problemlos, also ohne fremde Hilfe genutzt werden kann, hat das Land die Sozialgenossenschaft "independent L." damit beauftragt, die Bahnhöfe und die Bahn selbst auf ihre Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung zu untersuchen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Martin Telser, Vorsitzender der Genossenschaft, bezeichnet die Vinschger Bahn als "vorbildhaft in Europa". Die Experten der Sozialgenossenschaft haben die 18 Bahnhöfe der Linie von Meran nach Mals, deren Parkplätze, Bahnsteige, sanitären Anlagen, Restaurants und Cafes, sowie nicht zuletzt den Zugang zu den Zügen begutachtet. 14 der 18 Bahnhöfe, nämlich Meran, Marling, Töll Brücke, Rabland, Plaus, Naturns, Staben, Tschars, Kastelbell, Goldrain, Schlanders, Laas, Schluderns und Mals wurden dabei als "zugänglich" eingestuft, die restlichen vier Bahnhöfe (Algund, Latsch, Eyrs, Spondinig) als "zugänglich mit Hilfe". Kein einziger Bahnhof wurde mit dem Prädikat "nicht zugänglich" versehen.
Als letzte Maßnahme für einen barrierefreien Zugang wurden an den Bahnsteigen Holzprofile montiert, die den Spalt zwischen Plattform und Zeugeinstieg auf neun Zentimeter reduzieren. So sind die Bahnhöfe für motorisierte Rollstühle überwindbar. Die Vinschger Bahn ist somit die einzig rollstuhlgerechte Bahn italienweit.
Freitag, 27. Oktober 2006