Nicht genügend rollstuhlgerechte Hotelzimmer
Nicht genügend rollstuhlgerechte Hotelzimmer
Dortmund (kobinet) Anlässlich des 8. German International Badminton Turniers für Menschen mit Beeinträchtigungen vom 17. - 20. Mai in Dortmund kritisiert der behindertenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Grünen, Markus Kurth, dass es nicht genügend rollstuhlgerechte Hotelzimmer gibt.
"Die insgesamt 58 RohlstuhlnutzerInnen, die sich bisher für das Badminton Turnier in Dortmund angemeldet haben, stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Viele der Zimmer in Dortmunder Hotels sind nicht barrierefrei, viele Rohlstuhlfahrerinnen müssen sich gar eine rollstuhlgerechte Dusche teilen. Vor dem Hintergrund, dass Teilnehmerinnen aus 13 Ländern anwesend sind, setzt dieses Beispiel auch international verheerende Zeichen. Fünf Jahre nach dem Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) ist Deutschland auch weiterhin nicht in der Lage, seinen Gästen ausreichend barrierefreie Hotelunterkünfte anzubieten. Der Mangel an rollstuhlgerechten Zimmern in Dortmunder Hotels ist symptomatisch für die Situation im ganzen Land", erklärte Markus Kurth.
Erst vor etwa einer Woche führte die grüne Bundestagsfraktion eine Anhörung zum fünfjährigen Bestehen des BGGs durch. Etwa 200 Betroffene berichteten von ihren negativen Erfahrungen mit dem Gesetz. "Der jetzige Fall der nicht barrierefreien Hotelzimmer in ausreichender Zahl ist ein neuerliches negatives Beispiel. Die Instrumente des Gesetzes haben sich nicht bewährt. Es gilt nun, das Gesetz und seine Maßnahmen fortzuentwickeln. Für die Sportstadt Dortmund, die selbstverständlich auch Menschen mit Behinderungen ausreichende und adäquate Unterkunftsmöglichkeiten bieten muss, stellt dieser Fall ein Armutszeugnis dar", erklärte Markus Kurth.
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