Spieltrieb unterstützen und nutzen auf der Intensivstation
Als unsere Tochter nach ihrem Koma aufgewacht war, konnte sie weder Arme noch Beine spüren und somit auch nicht gezielt bewegen. Spielzeug halten wäre einfach gar nicht möglich gewesen. Auch konnte sie nur liegen.
Auf der Intensivstation wurde von den Krankenschwestern ein "Betthimmel" am Bett angebracht. Dazu wurde mit einer Mullbinde (mehrfach) erst einmal ein "Seil" zwischen Kopf- und Fußende des Gitterbettes gezogen.
Daran wurde ein dünner, luftiger Stoff so befestigt (er hatte Klettverschlüsse), dass eine Art "Betthimmel" entstand. Dies schon einmal als Tipp an alle Intensivstationen ... es hilft den Kindern sehr ...
Aber auch wenn ein solcher Betthimmel nicht vorhanden ist, kann man auf die Schnelle mit den Mullbinden Kopf- und Fußteil des Bettes verbinden, wenn das Bett keine andere Möglichkeit (weil kein "Galgen" vorhanden ist) bietet, etwas anzuhängen.
Danach kann man z. B. Luftballons so anbringen, das sie nicht ins Gesicht fallen können, aber mit den Händen oder Füßen erreichbar sind.
Unsere Tochter liebte es, die Luftballons zu betrachten und sie mit den Augen zu verfolgen. Später begann sie, diese Luftballons mit Händen und Füßen anzustubsen ...
So kann man gerade diesen Kindern helfen, trotz körperlicher Einschränkungen, spielen zu können. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Kinder, die einfach noch zu schwach sind (nach einer größeren OP zum Beispiel) sich sehr über eine solche Spielunterstützung freuen.
Dabei fördert man das Kind unbemerkt ... denn jedes Spiel kann im Schwierigkeitsgrad ja auch individuell verändert werden ... (z. B. dadurch, dass der Luftballon höher angebracht wird und man sich noch ein wenig mehr anstrengen muss, ihn zu erreichen). Aber auch schon der schlichte Spaß hilft allen Beteiligten beim "Gesundwerden".
Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser Anregung ...
LG
Mary
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... schön Dich zu lesen  ...
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