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Behindertenbegleittiere Hier können Themen zu Behindertenbegleittieren gepostet werden.

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  #1  
Alt 30.10.2006, 12:15
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard Anfallssignalhund

Hunde können vielfältige Aufgaben ausführen: Sie werden als Jagd-, Wach- und Hütehunde eingesetzt, führen Blinde und assistieren Behinderten. Doch dass sie auch als lebendes Frühwarnsystem für Diabetiker und Epileptiker geeignet sind, ist hier zu Lande nur den wenigsten bekannt.
In den USA, Australien und England sind die Anfallssignalhunde (englisch: seizure-alert dogs) schon seit über 20 Jahren im Einsatz. In unserem Bericht stellen wir drei Hunde vor, die auf die Veränderungen, die bei einem Anfall auftreten, reagieren. Eine ist die Mischlingshündin Lilly, die ihrer Hundefreundin Akashi im Voraus anmerken kann, wenn ein epileptischer Anfall droht. Auch Hunde leiden unter dieser Erkrankung, und die differenzierte Beobachtungsgabe der vierbeinigen Spürnasen bezieht sich natürlich auch auf ihre tierischen Sozialpartner.
Wichtig ist, dass zwischen Hund und Hund oder zwischen Mensch und Hund eine enge Bindung besteht und der Hund möglichst schon als Welpe mit dem Anfallskranken aufwächst. Denn er muss lernen, ihn genau zu beobachten. Was es genau ist, das Hunde wahrnehmen – einen veränderten Geruch, ein anderes Verhalten – weiß man nicht. Wenn der Hund Signaleigenschaften zeigt, muss man als Besitzer darauf achten, diese zu verstärken und zu belohnen. Als Hundehalter muss man lernen, genau zu deuten, was der Hund einem sagen will. Bellen, schnüffeln, winseln, unruhig werden, lecken, Kommandos verweigern: Das alles können zum Beispiel Anzeigeverhalten sein. Für das Tier bedeuten die Anfälle seines Herrchens oder seines Hundepartners Stress. Dementsprechend können auch seine Reaktion stresstypisch sein.
Eine Hundeschule, die schon seit circa zehn Jahren Erfahrung mit dem Phänomen der Anfallssignaleigenschaft hat, ist die Reha-Hundeschule Ilztal in Österreich: „Dieses Talent haben nicht ausschließlich Hunde. Aber bei Hunden lässt es sich am leichtesten formen, am leichtesten auslösen, weil der Hund einfach am engsten mit uns zusammenlebt und uns Menschen als gleichwertigen Sozialpartner ansieht“, erklärt Tierärztin Cornelia Albrecht von der Hundeschule. Schon im Alter von sieben oder acht Wochen kann man in einem Wurf die Persönlichkeiten der Welpen sehr gut unterscheiden. Und ein kleiner Rabauke würde sicher nicht so gut zu einem Epileptiker und Diabetiker passen.
Ein Anfallskranker, der sich einen Hund anschaffen möchte, von dem er sich Signaleigenschaften erhofft, sollte beachten, dass die Chemie stimmen muss und eine enge Beziehung zwischen
und Hund und Hund und Mensch wichtig ist. „Man sollte sich nur einen Hund anschaffen, weil man Hunde mag und die Anfallsmeldung kann der Nebeneffekt des Ganzen sein. Wenn es klappt, ist es sehr schön, aber der Hund muss auch ein Zuhause haben, wenn er keine Anfälle anzeigt“, gibt Dr. Barbara Schuler, Vorsitzende des Epilepsie Bundes-Elternverbandes, zu bedenken.
Wenn es klappt, ist der Hund für das an Diabetes oder Epilepsie erkrankte Herrchen oder Frauchen eine große Stütze. „Das hat mich noch mehr zusammengeschweißt mit meinem Hund, weil es eine Sicherheit für mich bedeutet, wenn mir Ondra auch die Zuckeranfälle anzeigen kann“, so beschreibt es Christan Knoll der durch Diabetes erblindet ist und sich auf seine Schäferhündin Ondra als Blindenhund und lebendes Frühwarnsystem verlässt.

Quelle: Service Zeit Tiere
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  #2  
Alt 11.01.2007, 19:17
Conny Conny ist offline
Forenhexe
 
Registriert seit: 07.02.2006
Ort: Wilhelmshaven
Beiträge: 2.501
Standard

hier mal einige links dazu:

http://www.epilepsiebayern.de/info/t...rapiehund.html

http://www.3sat.de/3sat.php?http://w...634/index.html

http://www.rett.de/erfahrungen/therapiehund.htm

es ist ein spannendes thema.
und ganz erstaunlich,
was hunde im gegensatz zu menschen
so alles bemerken können -
lange bevor man es selber merkt.
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  #3  
Alt 13.02.2007, 09:10
vienetta vienetta ist offline
Gast
 
Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 3.585
Standard

Die Elias-Story Vom Kuschelwelpen zum Anfallsmeldehund
Vor etwa vier Jahren entstand bei mir die Idee, einen Welpen aus meiner Zucht als Anfallsmeldehund auszubilden.
Angeregt durch einen Fernsehbericht über einen solchen Hund machte ich mich via Internet und Telefon auf die Suche nach Informationen über diesen Ausbildungsgang. Aber die Ergebnisse waren niederschmetternd! Niemand war bereit oder in der Lage, mir dabei zu helfen. Diejenigen, die bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet hatten, allesamt aus Amerika oder England, boten mir ihre Unterstützung für viel Geld an, es waren Summen bis zu 40.000 DM im Gespräch.
Als im Mai 2001 der Wurf fiel, aus dem Elias stammt, wusste ich lediglich, wie ich denjenigen Welpen herausfinden kann, der sensibel für epileptische Anfälle beim Menschen ist. Bei der Konzeption der Ausbildung war ich völlig auf mich allein gestellt, konnte nur auf meine Erfahrung in der allgemeinen Retrieverausbildung zurückgreifen. Das war wie Trockenschwimmen!
So waren Kaisers, die jetzigen Besitzer von Elias, und ich eher verhalten in der Hoffnung, dass meine Vorstellungen auf Anhieb klappen könnten. Denn für den Anfang hatten wir uns viel vorgenommen! Daniel, das Kind für das Elias später arbeiten sollte, ist durch seine Cerebralparese schwerst mehrfachbehindert. Neben seiner Epilepsie ist er blind, sein Entwicklungsstand entspricht dem, eines einjährigen Kindes, sodaß er nicht selber in der Lage ist, aktiv eine Beziehung zwischen sich und dem Hund herzustellen. Wir mussten dem Hund also erst mal klarmachen, dass Daniel im Zentrum seines Interesses zu stehen hat, obwohl dieser als Person für ihn gänzlich uninteressant war: konnte er doch weder mit Daniel spielen, noch war Futter von ihm zu erwarten. Außerdem mussten wir die Aufmerksamkeit des Hundes auf das Anfallsgeschehen lenken.
Im Dezember 2001, Elias war 7 Monate alt und erst seit 5 Monaten bei Kaisers, zeigte er erstmals von sich aus Interesse an den Anfällen: er blieb aus eigenem Antrieb heraus während des Krampfes bei Daniel.
Später ging Elias dazu über, zwischen Daniel und dessen Mutter hin und her zu laufen, wenn Daniel anfing zu krampfen. So, als wolle er Heike sagen: „Komm, es geht los!“ Dieses Verhalten wurde immer ausgeprägter, bis es soweit war, dass er an manchen Tagen von sich aus in Daniels Nähe „klebte“ und Heike wusste, sie braucht ihren Sohn gar nicht erst für die Schule fertig machen, weil sich ein Krampf aufbaut.
Mit zwei Jahren kam dann der große Einbruch in der Entwicklung. Elias hatte mehr Interesse an Liebesdingen und ließ sich auch ganz gerne mal auf ein Rüdenkämpfchen ein. Auch sein allgemeiner Gehorsam ließ zu wünschen übrig, sodaß wir beschlossen, ihn kastrieren zu lassen, damit seine Aufmerksamkeit nicht mehr hormonell gesteuert würde.
Danach ging alles sehr schnell.
Inzwischen zeigt Elias zuverlässig die Anfälle an, die Heike nicht mitbekommt. Er tut das auch, wenn sich Daniel in der Obhut anderer Menschen befindet.
Wir sind sehr stolz und glücklich, dass das „Experiment Elias“ hingehauen hat! Was als Idee in meinem Kopf entstanden ist, hat trotz diverser Schwierigkeiten funktioniert. Und Heike hat sich beim Training mit Elias nicht beirren lassen, hat weitergemacht, obwohl wir nicht wussten, ob unser Weg der richtige war.
Aus dem kleinen, weißen Teddy, der hier unbeholfen mit seinen Geschwistern herumgetollt ist, ist ein zuverlässiger Helfer geworden! Elias war einer der „Magischen Sieben“. Der Name des Wurfes war vor dem Hintergrund entstanden, dass mit der Erkrankung von Marius eine lange Zuchtpause einherging. Dass es nach drei Jahren wieder möglich war, hier Welpen groß zu ziehen schien uns in der Tat MAGISCH. Und nicht nur Elias hat dafür gesorgt, dass sie immer unsere „Magischen Sieben“ bleiben werden!
( aus:" Mit den Augen der Liebe, ein tierisches Tagebuch", S.Rohde-Pfau)
http://www.rainbows-dog-service.de/news_1.html



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  #4  
Alt 13.02.2007, 12:42
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

unsere pumukel wird auch jedesmal bevor björn einen anfall hat anderst und meldet es wir merken sehr genau an pumukel wenn etwas mit björn ist
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