Bottrop (kobinet) Jeff Davis, technischer Direktor beim englischen Fußballverband FA und Trainer des heute in Hannover gegen Mexiko spielenden Titelverteidigers, sieht es als einen Skandal an, dass Lernbehinderte nicht in Peking antreten dürfen. In einem Interview mit FUBA-NET appellierte Davis an die internationale Sportlergemeinde etwas zu unternehmen, damit diese Athleten in Peking nicht ausgeschlossen sind.
Ein "Problem” bei lernbehinderten Athleten sei die Tatsache, dass sie nicht aussehen als hätten sie eine Behinderung, sie dennoch auf einem sehr hohen Niveau Sport treiben und Außenstehende denken, sie haben keine Behinderung. "Die englische FA möchte es erreichen, dass jede Person mit Behinderung, die Fußball spielen möchte, auch die Möglichkeit bekommt, ihr Potential zu erreichen: dass kann einerseits auf lokaler Ebene stattfinden oder aber auch bedeuten, das Trikot mit den drei Löwen zu tragen. Die Möglichkeit, sein Land auf höchster Ebene zu repräsentieren, sollte jedem Athleten mit Lernbehinderung in der Welt offen stehen", betonte Davis.
Die englische FA unterstützt den Behindertenfußball seit 1999. Derzeit werden jährlich 500.000 Pfund für die Entwicklung an der Basis und spezielle Programme für Menschen mit Behinderungen ausgegeben. Zur Zeit werden sieben Nationalmannschaften von Menschen mit spezifischen Behinderungen unterstützt. Es gibt eine Liga für Behindertenfußball in jeder Region Englands und spezifische Verbände, die das Vorhaben auf lokaler Ebene weiterentwickeln.
Davis erwartet ein spannendes WM-Turnier in Deutschland, bei dem seine Mannschaft natürlich ins Endspiel kommen wolle. Das deutsche Team gelte zwar nicht als Favorit, habe in einem laufenden Turnier aber immer sehr gut gespielt. "Ich habe das Gefühl", so Davis, "dass mit ein bisschen Glück England Deutschland im Finale in Leverkusen gegenübersteht, wäre das nicht ein toller Abschluss der Weltmeisterschaft!" sch
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Quelle: Rehacare