Grundsätzlich kann nicht gesagt werden, dass Epilepsiepatienten keinen Reitsport ausüben können oder dürfen. Dennoch kann Reiten für die Betroffenen auch Probleme mit sich bringen. Hierauf weisen Wissenschaftler des Informationszentrum Epilepsie (IZE) der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie hin. So muss den Experten zufolge die Entscheidung für diesen Sport immer vom persönlichen Erkrankungsverlauf und der Anfallsart und -häufigkeit abhängig gemacht werden. Wichtig ist es, sich dabei bewusst zu machen, dass der Umgang mit einem Pferd Konzentration und schnelles Reaktionsvermögen voraussetzt und, beim Reiten das Verletzungsrisiko insgesamt erhöht ist. Patienten, die unter generalisiert tonisch-klonischen Anfällen leiden, sollten auf das Reiten ganz verzichten oder zumindest bereits ein Jahr lang anfallsfrei sein, so die Experten des IZE. Fällt die Entscheidung für den Reitsport, sind auf jeden Fall bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: regelmäßiges Tragen einer Schutzkappe, Vermeiden von anfallsprovozierenden Situationen (z. B. Schlafentzug, unregelmäßige Tabletteneinnahme), bei tageszeitlicher Bindung der Anfälle kein Reiten zu den entsprechend riskanten Tageszeiten, kein Springreiten, Military oder Jagdreiten sowie Geländeritte nur in Begleitung. Anders liegt der Sachverhalt allerdings beim so genannten Therapeutischen Reiten. Dies wird sogar vielfach für Epilepsiepatienten extra empfohlen.
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Quelle: Epinews