Berlin/Duisburg (kobinet) Deutschlands Fußballer werden bei der WM für Menschen mit Behinderung disqualifziert, berichtet heute die Berliner Zeitung. Das Team hatte bei der in Deutschland ausgetragenen Weltmeisterschaft (
kobinet 16.9.06) den dritten Platz belegt. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) bemühte sich um Rücknahme der Entscheidung des Weltverbandes.
In einer Pressemitteilung über den Konflikt mit dem Weltverband INAS-FID um die bei psychologischen Tests eingesetzten Verfahren und die eingereichten Materialien erklärte der DBS, dass er zur Lösung der Kontroverse bezüglich der Registrierung und Spielberechtigung der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft "auf dem Wege der endgültigen Klärung" sei. Bei einem persönlichen Gespräch zwischen DBS-Präsidenten Karl Hermann Haack und dem Präsidenten des Weltverbandes INAS-FID, Jos Mulder, habe man sich darauf geeinigt, die ausgesprochene nachträgliche Disqualifikation bei der nächsten Sitzung des zuständigen INAS-FID-Exekutivkomitees am 19. April 2007 erneut zu erörtern.
Dazu bemerkt DBS-Präsident Haack: "Um eine für beide Seiten tragbare Lösung zu erreichen, haben Jos Mulder und ich uns auf die Aussetzung der endgültigen Entscheidung geeinigt." So bleibe beiden Organisationen Zeit, formelle und inhaltliche Fehler zu korrigieren. "Um es dem Weltverband zu ermöglichen, die uns vor wenigen Tagen übermittelte Entscheidung zurück zu nehmen, wird der DBS alles in seiner Macht mögliche unternehmen. Auch werden wir konstruktiv daran mitarbeiten, dass nationale und internationale Bestimmungen eindeutige Diagnosen ermöglichen", betonte Haack. Allseits anerkannte Kriterien seien ein notwendiger Schritt auf dem Wege zu der angestrebten Wiedereinbeziehung von Sportlerinnen und Sportlern mit einer sogenannten geistigen Behinderung bei den Paralympics.
Quelle: Rehacare