Auf dem Weg nach Peking
Von kobinet-Korrespondent Franz Schmahl
Berlin (kobinet) Radsportweltmeister Pierre Senska (Teamsprint) will sich bei den Deutschen Meisterschaften im Juni für die Teilnahme an den Paralympics 2008 in Peking empfehlen. Nach dem Schock durch die Doping-Geständnisse der Radprofis auf ihn und seine Teamgefährten hofft der Berliner auf sauberen Sport bei Profis wie behinderten Athleten.
Der Juni wird für den Berliner Nachwuchssportler des Jahres 2006 ein ereignisreicher Monat. Am 7. Juni werden die Deutschen Meisterschaften auf der Bahn in Augsburg ausgetragen. Am 16. und 17. Juni folgen die Rennen auf der Straße in Bünde. Dazwischen geht es noch um Eurocup-Punkte in Gippingen/Schweiz für den jungen Mann vom TSC Berlin, der am 21. Juni 19 Jahre alt wird.
Mit seinen Leistungen bei den Europacup-Rennen zu Pfingsten in Frankreich war Senska "ganz zufrieden", obwohl der Spanier Juan José Mendez auf der Strecke "mitten durchs Zentralmassiv" seine Konkurrenten verblüffte. "Mendez ist am ersten Berg gleich weggefahren. Es konnte keiner sein Hinterrad halten. Das fanden wir alle sehr komisch, dass er uns so abgehangen hat. Mendez gewann dann auch das Straßenrennen und ich konnte mich noch auf den 2. Platz retten, womit ich dann auch einigermaßen zufrieden war", schilderte Senska gegenüber kobinet den Rennverlauf. "Beim Zeitfahren über 12 Kilometer fühlte ich mich sehr gut und hatte auch das Gefühl, dass ich eine sehr gute Zeit gefahren bin. Ich bin dann am Ende Vierter geworden. Das war ja ok, aber der Abstand nach vorne war doch schon zu groß. Sonst war ich ganz zufrieden."
Bei den Wettkämpfen in Frankreich musste Senska wie andere Behindertensportler die Doping-Geständnisse auch bei ihnen so populärer Radprofis wie Rolf Aldag und Erik Zabel verdauen. "Wir waren alle sehr geschockt, aber irgendwie hat es sich auch schon ein bissel angedeutet", so der Berliner. Die Aussage Zabels sei glaubwürdig gewesen. Der
Milram-Sprinter genieße weiter Sympathie. Es sei allerdings schade, dass jetzt nur auf dem Radsport rumgehackt werde, obwohl alle Sportarten wie Fußball, Schwimmen oder Leichtahtletik betroffen sein könnten.