Weltelite des Radsports in Bordeaux
Weltelite des Radsports in Bordeaux
Von Françoise Letroite
Paris (kobinet) 400 Aktive aus 40 Ländern werden zu den paralympischen Rad-Weltmeisterschaften erwartet, die am Sonntag in Bordeaux beginnen. Das 34-köpfige Team der französischen Gastgeber wird von Joël Jeannot angeführt.
Der 1965 in Martinique geborene Behindertensportler ist seit einem Arbeitsunfall mit 25 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Liebling der Franzosen ist Jeannot, seit er 2003 im Rollstuhlrennen über 1500 Meter im Stade de France Weltmeister wurde und dann bei den Paralympics in Athen 2004 die Goldmedaille über 10.000 Meter gewann.
In Athen hatte Jeannot die Tricolore noch als Leichtathlet getragen. In Bordeaux ist er für die Farben Frankreichs als Radsportler dabei. Wie der Schweizer Heinz Frei und andere prominente Rennrollstuhlfahrer hat er sich für das schnellere Handkurbel-Velo entschieden. Bei den Straßenrennen vorbei an den Weinbergen von Bordeaux will Jeannot eine neue Herausforderung bestehen und zusammen mit sieben Landsleuten um Spitzenplätze kämpfen.
Bei den Bahnwettbewerben im Velodrom von Bordeaux wie bei den Straßenrennen in der südlichen Vorstadtgemeinde Villenave d'Ornon will Frankreich unter den "top 10" bleiben. Als stärkste Teams werden Deutschland, Australien, Spanien, Großbritannien und Kanada eingeschätzt.
500 freiwillige Helfer sollen für den Erfolg der größten Radsportveranstaltung vor den Paralympics in Peking sorgen. Nach der Siegerehrung im letzten Straßenrennen am 27. August beginnt in Villenave d'Ornon ein Tanzabend, für dessen Abschluss ein Feuerwerk spendiert wurde.
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