Gebärdensprachangebot der Uni Wien
Österreichischer Gehörlosenbund begrüßt Gebärdensprachangebot der Uni Wien
In der Geschichte der Universität Wien kann man ab dem WS 2008 erstmals Österreichische Gebärdensprache studieren
Studierende der Bildungswissenschaft kommen auf ihre Kosten. Erstmals können sie ab Wintersemester 2008 ein Erweiterungscurriculum absolvieren, das ihnen die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) näher bringt. Das "Erweiterungscurriculum ÖGS" bietet Gelegenheit zu intensiver Beschäftigung mit dieser 2005 in der Bundesverfassung anerkannten Sprache.
Helene Jarmer, Präsidentin des Österreichischen Gehörlosenbundes (ÖGLB) begrüßt diesen Vorstoß der Uni Wien besonders: "Wir freuen uns außerordentlich über diese Initiative - jedoch wollen wir festhalten, dass es schon höchste Zeit war, erste Zeichen in universitärer Hinsicht zu setzen. Schließlich ist die ÖGS ein verfassungsrechtlich
anerkannte Sprache in Österreich."
Sprachwissenschafterin Verena Krausneker, die die neue Ausbildung mitkonzipiert hat, stellt auch die Intentionen der 2-jährigen Ausbildung klar: "Wir bilden in Wien keine DolmetscherInnen aus, sondern BildungswissenschafterInnen mit hoffentlich ausgezeichneten ÖGS-Kenntnissen. Denn ÖGS wird im gesamten Bildungswesen dringend gebraucht."
Gehörlose und hörende LektorInnen vermitteln in der Zusatzausbildung sowohl Sprachkompetenzen als auch Metawissen über den Umgang mit Mitgliedern der Gehörlosengemeinschaft. 32 Studierende werden im ersten Jahr an der Universität Wien aufgenommen, die 16 Besten können dann ins zweite Jahr wechseln. Solche Erweiterungscurricula vermitteln Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die nicht von den Studienzielen des eigentlichen Kernbereichs beschrieben werden. Helene Jarmer streicht das besonders Positive an diesem Erweiterungscurriculum hervor: "Durch diese Ausbildung bekommen im Endeffekt 16 Studierende die Chance, eine wirklich tolle sprachliche Bereicherung zu erleben - und somit gestärkt in den Arbeitsmarkt aufzubrechen. Die ÖGS muss als anerkannte Sprache zwangsläufig in die Vorlesungsverzeichnisse diverser Studien eingehen. Darauf arbeiten wir hin."
quelle:bizeps
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Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,
als der Weg von der Erde zum Mond.
angie
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