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Alt 24.03.2011, 07:57
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Mary Mary ist offline
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Standard Trotz ihrer Behinderungen absolvieren drei junge Männer ihre Ausbildung bei Pro Mobil

Aufgeben gibt’s nicht

Velbert, 22.03.2011, Susanne Kollmann




Sascha Wenzel ist ein ganz normaler Mann im Alter von 26 Jahren, hat sein Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung gemacht und schmiedet Zukunftspläne – bis sich im Jahr 2005 alles verändert. Multiple Sklerose lautet die Diagnose. Ab dem Zeitpunkt verändert sich alles. Durch die Erkrankung des zentralen Nervensystems lassen sich plötzlich für längere Zeit die Finger, aber auch die Augen nicht mehr bewegen, arbeiten scheint unmöglich. Trotz der der Schwerbehinderung hat er nie aufgegeben und es durch Hilfe des Integrationsdienstes geschafft, Fuß zu fassen. Heute absolviert er gemeinsam mit Moritz Kemp und Benjamin Scheven eine Ausbildung zum Bürokaufmann bei Pro Mobil.

„Ich bin mehr als zufrieden mit der Ausbildung. Alle nehmen Rücksicht und haben absolutes Verständnis“, so Sascha Wenzel, Auszubildender im zweiten Lehrjahr. „Außerdem werden oft Scherzchen gemacht und es ist hier immer lustig“, lacht der 26-Jährige und steckt damit sofort seinen Kollegen Benjamin Scheven an. Anders als Sascha Wenzel leidet der 18-Jährige seit seiner Geburt an Spastiken, seit drei Jahren auch an Epilepsie und ist dadurch auf einen Rollstuhl angewiesen. Nach dem Hauptschulabschluss auf einer integrativen Schule kam schnell die Frage auf: Was kommt jetzt? Mit Hilfe seiner Lehrer, die ihm den Verein für Menschen mit Behinderung vorgeschlagen haben, hat er die Mitarbeiter von Pro Mobil in einem zweiwöchigen Praktikum überzeugen können. „Ich bin richtig froh, dass das geklappt hat. Es macht viel Spaß, Rechnungen zu buchen und Anschreiben zu erstellen“, so der Auszubildende im ersten Jahr. „Nur die Schule müsste nicht sein. Ich bin einfach viel lieber im Büro“, fügt Benjamin Scheven hinzu.



Dass es mit einer schweren Behinderung nicht leicht ist, einen Arbeitsplatz zu bekommen, kennt auch Moritz Kemp nur zu gut. Trotz des Abiturs kriegt er keine Chance. Der Grund: Muskelschwund. „Mit 13 Jahren konnte ich noch laufen, heute sitze ich im Rollstuhl und brauche einen Assistenten“, erklärt der 21-Jährige.

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