Harburger "Projekt SGB IX" hilft Menschen mit Handicap bei der Arbeitssuche
Claudius Ossig
Harburg. Ausbildung und Beschäftigung sind für viele Menschen mit Handicap ein Schlüssel zum Tor, das ihnen den Weg zu einen selbstbestimmten und langfristig ökonomisch gesicherten Leben weist. Unterstützung erhalten sie dabei in Harburg vom "Projekt SGB IX", das von der Sozialbehörde finanziert wird. Der Name steht für das neunte Sozialgesetzbuch, das die Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben regelt.
Damit das gelingt, suchen die Mitarbeiterinnen des Projekts, das seinen Sitz im Marktkauf-Center am Seeveplatz 1 in Harburg hat, Arbeitgeber, die einen Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatz für einen behinderten Mitarbeiter anbieten können. Das "Projekt SGB IX" ist zugleich auch zentrale Beratungsstelle für kleine und mittlere Unternehmen.
Mehr als acht Millionen Menschen in Deutschland leben mit Behinderung. "Das sind rund zehn Prozent der gesamten Bevölkerung", erklärt Projektleiterin Renate Kubentz. Nur ein kleiner Teil von ihnen sei mit einer Behinderung geboren worden: "Der überwiegende Teil ist im Laufe des Lebens behindert geworden. Durch einen Unfall bei der Arbeit, auf der Straße oder beim Sport. Das bedeutet: Jeder und jede von uns kann betroffen sein. Darum ist Integration behinderter Menschen ein Thema, das uns alle betrifft", meint die Fachberaterin.
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