
22.04.2006, 12:53
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Praktikanten in Werkstätten für Behinderte
Hallo zusammen,
in der hiesigen Werkstatt gibt es momentan eine "Invasion" von Praktikanten.
14 Tage ist momentan die zu absolvierende Zeit.
Soviele Praktikanten habe ich dort in etlichen Jahren nicht gesehen.
Freitags geht die Letzte, den Montag danach erscheint eine Neue.
Ich finde es ja klasse, daß junge Menschen sich für das Berufsbild interessieren.
Allerdings sollten die Praktika meiner Meinung nach etwas dosiert und die Praktikanten besser ausgewählt werden.
Hat jemand von euch eine Ahnung wie das z.b. bei Nichteignung ausschaut?
Wird das Praktikum dann trotzdem durchgezogen?
Hatte letzlich einige Situationen mitbekommen, wo eine Praktikantin(wohl Schülerin) gleich an ihrem 2. Arbeitstag einen behinderten jungen Mann derart unflätig anschnauzte(ziemlich grundlos). Der Leiter eines Bereiches bekam dies ebenso mit, reagierte aber nicht.
Das habe ich überhaupt nicht verstanden.
Erstens:
Wenn man keine oder wenig Ahnung hat, sollte man schon aufpassen, was man wo und wie, vor Allem wem gegenüber von sich gibt.
Zweitens:
Die Dreistigkeit, sich so zu verhalten im Beisein anderer, geschulter Mitarbeiter u.ä. !
Drittens:
Eine Führungsperson sollte in solch einer Situation eingreifen, was meiner Meinung nach selbstverständlich wäre.
LG
Nancy
Geändert von Nancy (22.04.2006 um 12:59 Uhr).
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22.04.2006, 13:09
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 01.08.2005
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auch in diesen punkt ist unsere werkstatt vorbildlich.wir haben auch parktikanten immer mal wieder welche aber mit sicherheit stellt es keine überforderung an die behinderten mitarbeiter dar.vor allen da sie sehr fein ausgesucht werden und auch wenn es nicht klappt eben eine andere aufgabe zugewiesen bekommen bzw nach hause geschickt werden.mir ist kein fall bekannt wo es zu solchen sachen gekommen ist .ich glaube das verhalten zeigt nur das wieder was die praktikanten eventuel von den festangestellten sehen und da sehen sie hier nur güte zwar manchmal mit strenger hand aber immer mit liebe.jeder einzellne angestellter hier liebt seinen beruf und handelt dem entsprechend
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22.04.2006, 13:18
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Da magst Du gut Recht haben, evma.
Es sind bei uns auch Einzelfälle, zum Glück sind die meisten sehr nett.
Das Mädel, das ich vorhin allerdings beschrieben habe, war wirklich heftigst dreist und frech, dazu noch arrogant.
Für meine Begriffe ist solch ein Verhalten in so einer Einrichtung genau die falsche Mischung.
Wäre ich Chef und käme diese Art bei dem Vorstelllungsgespräch nicht bereits deutlich rüber, hätte ich sie spätestens am 2.Tag nach Hause geschickt.
LG
Nancy
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22.04.2006, 13:32
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 01.08.2005
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genau und so wird es hier gehandhabt.diese junge dame wäre hier mit sicherheit nicht alt geworden und nach hause geschickt.dazu kommt das auch von seiten der schule aus welcher praktikanten kommen immer nachgefragt wird und die lehrer in den praktikanten stellen gehen.bei uns wird ein praktikum mit noten bewertet und jeder möchte da natürlich gut abschneiden.
und auch lehrer die ihre pappenheimer kennen würden nie ihr ok geben das diese dann in der behinderteneinrichtung gehen.
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22.04.2006, 16:32
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Forenhexe
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Registriert seit: 07.02.2006
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praktikanten sind wirklich ein thema für sich
und da gibt es viele aspekte, die zu beachten sind...
manchmal gibt es z.b. sowas wie ausbildungsverträge, abkommen mit anderen einrichtungen (wie z.b. schulen), rahmenverträge oder vereinbarungen, die das ausbilden von praktikanten mit beinhalten.
wir hatten sowas z.b. mal mit einer schule für physiotherapeuten, von der wir dann regelmäßig praktikanten bekamen und wir haben auch eine abmachung mit der hiesigen schule für sozialassistenten und erzieher.
in der regel sprechen wir ab, wieviele und welche praktikanten wir nehmen. je nach unsereren erfahrungen kann sich das wieder ändern.
wenn praktikanten nicht so gut sind, versuchen wir erst einiges, bevor wir sie ganz wegschicken. es gibt einzelgespräche, gespäche mit der leitung oder/und mit den betreuern/lehrkräften und absprachen, z.b. bis zu welcher zeit sich etwas geändert haben muss.
praktikanten werden von einigen eventuell auch deshalb aufgenommen, weil sie als zusätzliche unterstützung gesehen werden. manchmal ist das eher ein trugschluss. je nachdem, woher sie kommen, ist ihre 'ausbildung' mit mehr oder weniger zusätzlicher arbeit für den 'anleiter' verbunden. da sind u.a. berichte nachzusehen, prüfungen abzulegen, zeugnisse zu schreiben und vieles mehr...
wie gut oder schlecht oder hilfreich ein praktikant ist, hat weniger damit zu tun woher er kommt, als vielmehr damit, was für ein mensch er ist, wie lange er bleibt und wie gut er angeleitet wird.
wenn er gar nicht oder schlecht angeleitet wird, kann er leicht überfordert sein und sich eben auch entsprechend verhalten.
praktikanten anzuleiten ist eine verantwortungsvolle aufgabe, die nicht zu unterschätzen ist. auch in einer gut geführten einrichtung und bei guten anleitern kann es zu den von nancy beschriebenen situationen kommen. als anleiter würde ich wohl das gespräch unter vier augen suchen. in besonders schwierigen situationen würde ich vielleicht auch sofort und vor allen anderen einschreiten, weil die betreuten an erster stelle stehen sollten. das muss von fall zu fall entschieden werden und es ist nicht immer leicht, das richtig einzuschätzen und entsprechend zu handeln.
die hier beschriebene 'invasion' und die zu absolvierende zeit wundert mich etwas. bei uns bleiben praktikanten aus der schule 3 wochen. dabei handelt es sich meistens um jungen und mädchen, die oft nicht älter als 14 jahre sind und ein 'berufsorientierungspraktikum' absolvieren. da das von den meisten schulen eigentlich gleichzeitig angeboten wird, kommen vielleicht mehrere praktikanten gleichzeitig, aber nicht hintereinander...? wir nehmen solche praktikanten eher selten und meist nur auf empfehlung im kindergarten auf. vielleicht auch mal in der TBS in den unterstufen aber eigentlich nicht in der werkstatt, weil sie dafür etwas jung sind.
um was für praktikanten handelt es sich denn bei euch genau, nancy?
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22.04.2006, 16:38
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 01.08.2005
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die schulparktika werden überall unterschiedlich lange gemacht.hier ist es zum beispiel so das manche dörfer eine woche parktikum machen andere 14 tage länger nie.die welche eine woche machen machen vier im jahr die anderen zwei.es wird in den schulen abgesprochen so das nie alle auf einmal praktikum haben sondern hintereinander das wirklich alle auch eine stelle bekommen in den gebiet wo sie es möchten und sich für geeignet halten
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22.04.2006, 22:50
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@ Conny:
Bis vor einem Jahr blieben Praktikanten 3 Wochen, warum sich das geändert hat, weiß ich nicht.
Seit ca. 2 Monaten liegt die Praktikumszeit bei 2 Wochen und sie kommen "am laufenden Band".
Ob und welche Vereinbarungen dort mit Schulen o.a bestehen, weiß ich nicht, kann ich aber in Erfahrung bringen.
Die Praktikanten sind bei uns alle über 18, Minderjährige sind in keinem Bereich.
LG
Nancy
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