Dibs und der Delfin
Julie Bertagna
Dibs ist 6 Jahre alt. Er liebt das Meer und malt wunderschöne meerbezogene Bilder. Er schaut die Menschen nicht direkt an, kann Berührungen nicht ertragen und nicht verbal mit Menschen in Kontakt treten. Seine große Fähigkeit besteht darin Geräusche, egal ob eine Polizeisirene oder eine Katze, täuschend echt nachzumachen.
Seine ältere Schwester Amy erlebt Dibs' Art sich über Laute und Geräusche mitzuteilen als peinlich. Außerdem hat sie einfach auch manchmal genug von der Verantwortung als große Schwester sowie die Aufmerksamkeit, die ihrem Bruder von den Eltern zuteil wird und auf den sie selber verzichten muss. Und doch ist gerade sie es, die einen verstehenden und vermittelnden Zugang zu ihrem Bruder gefunden hat.
Als Dibs einen gestrandeten Delfin findet, weint er zum ersten mal und streichelt das Tier, obwohl er doch eigentlich jede Form von Berührung ablehnt. Im Aquarium des Ozeanischen Instituts wird der traurige kleine Delfin namens Tränchen gesund gepflegt. Aufgrund von Dibs' Fähigkeit, Töne außerhalb des üblichen menschlichen Hörvermögens wahrzunehmen und Schallwellen zu fühlen, kann er Kontakt mit dem verlassenen Delfin aufnehmen und „Delfinisch“ lernen. Beiden wird somit die Möglichkeit eröffnet aus ihrer Eingeschlossenheit herauszufinden, so dass Dibs sogar in der Lage ist nach und nach mit den Menschen seines Umfeldes per Gestik und ersten verbalen Versuchen in Kontakt zu treten.
Viele ansprechende schwarz-weiß Zeichnungen begleiten diese Geschichte einer wunderbaren Freundschaft mit einem Wunder am Schluss, auf das viele Menschen im Umfeld von autistischen Kindern hoffen.
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