Und wir dachten immer nur der spinnt nur
Und wir dachten alle immer, der spinnt nur
Stefan Gemmel
Rolf, der Bruder des 9-jährigen mit Behinderung lebenden Thomas, geht in die 7. Klasse. Dort ist er aufgrund seiner zurückhaltenden Art irgendwie der Außenseiter.
Als Sebastian neu in die 7. Klasse kommt ist auch er erst ablehnend Rolf gegenüber. Bis er ihn näher kennen lernt. Gemeinsam erleben sie Mobbing und Vorurteile. Gemeinsam finden sie aber auch einen Weg die Vorurteile abzubauen.
Thema dieses Buches ist das Geheimnis von Rolf: Bruder eines mit geistiger und körperlicher Behinderung lebenden Jungen zu sein. Der Leser erfährt, dass und wie die Behinderung die ganze Familie verändert und Anforderungen stellt, die andere Jugendliche in dem Alter nicht kennen. Gleichzeitig gelingt es dem Autor, deutlich zu machen, dass da nicht nur die Behinderung ist, sondern dass hinter den körperlichen und geistigen Einschränkungen ein lustiger, lebendiger, aufmerksamer und anteilnehmender Thomas steckt.
Gemmel gelingt es in dieser Erzählung das Thema Behinderung und das Geschwistererleben empathisch, unaufdringlich und offen anzusprechen sowie einen verstehenden Zugang zu ermöglichen und Lösungen anzubieten.
Trotz der Ernsthaftigkeit des Kernthemas ist es ein Buch, bei dem der Lesespaß nicht zu kurz kommt. Empfehlenswert sicherlich auch als Klassenlektüre für 10 – 14 Jährige.
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