Zu niemandem ein Wort
Von Konstantin Keulen, Kornelius Keulen, Simone Kosog
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #78437 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2003-09
- Einband: Broschiert
- 254 Seiten
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17 Jahre sind die Zwillinge Kornelius und Konstantin, zwei von rund 35.000 Autisten bundesweit. Zusammen mit ihrer Mutter und Freunden haben sie ein wahres Wunder vollbracht und der fast unglaubliche Bericht darüber offenbart überaus ergreifend einen sehr persönlichen und interessanten Lebensabschnitt.
"... dicht kann das Glück hier sein, sicher und geborgen fühle ich mich", schreibt Kornelius mit elf Jahren über sein Elternhaus. Das aber ist nur möglich mithilfe des gestützten Schreibens: Der Kontakt einer vertrauten Hand am Ellenbogen löst Blockaden, überbrückt den "Wackelkontakt zwischen Kopf und Hand". Gedanken, Emotionen, Ängste und Sehnsüchte sprudeln so plötzlich aus einer ungeahnten Tiefe aus den beiden Jungen hervor, die zuvor zu kaum einer Kommunikation in der Lage sind. "Ein einsamer Strom bin ich, der sich seinen Weg bahnt, mächtig und qualvoll..." Ein Ventil, eine Brücke zur Außenwelt.
Das Buch gibt den engagierten Kampf der Mutter für ihre Jungen, die keinen in ihren ersten Lebensjahren so oft bescheinigten "Intelligenzschaden" haben und demnächst Abitur machen wollen, authentisch und sehr anrührend wieder. Dazu viele Informationen rund um das immer noch nicht bis ins Letzte erforschte Thema Autismus und schließlich der zweite Teil des Buches: Texte und Gedichte der beiden 1985 geborenen Zwillinge aus den vergangenen sechs Jahren. Geschriebenes, das so pur und klar aus dem lange verborgenen Inneren kommt, sich zwischen Träumen und Umgebung, Erlebtem und Ersehntem bewegt. Eine ganz eigene Sprache, eigenwillige Formulierungen und oft staunt man über Feinfühligkeit und Tiefsinnigkeit der beiden jungen Menschen. Ein beeindruckendes und bewegendes Buch. "tauche ein in den see/sage machtvoll ja zum sein/finde deinen weg/durch die welt/und schaue dich im spiegel/deines sees."
--Barbara Wegmann
Kurzbeschreibung
Kornelius und Konstantin sind Zwillinge, beide Autisten. Seit ihrer Geburt haben sie zu niemandem ein Wort gesagt. Aber sie schreiben wie Philosophen. Hier erzählen sie in eigenen Texten über die Welt ihrer Gedanken, Sehnsüchte und Träume. Ihre Gedichte, Aufsätze und Notizen offenbaren die ganze Wucht, mit der eine geheime, innere Welt sich Ausdruck verschafft: Ihre Sprache ist farbig, eigen, voller neuer Wörter und voller Poesie. Die biographische Reportage von Simone Kosog schildert die äußeren Umstände und hilft die Welt der autistischen Zwillinge zu entschlüsseln.
Klappentext
Kornelius und Konstantin sind Zwillinge, siebzehn Jahre alt, beide Autisten. Seit ihrer Geburt haben sie zu niemandem ein Wort gesagt, aber sie schreiben wie Philosophen. Ihre Geschichten, Gedichte, Aufsätze und Notizen offenbaren die ganze Wucht, mit der eine geheime, innere Welt sich Ausdruck verschafft, und ihre Sprache ist farbig, eigen, voller neuer Wörter und voller Poesie. Zusammen mit einer biographischen Reportage der Journalistin Simone Kosog gelingt den Jungen ein Buch wie von einem anderen Stern.
Kundenrezensionen
Berührend
Ich habe dieses Buch gekauft weil ein sehr guter Freund von mir Asperger Syndrom hat, eine Form des Autismus. Das Buch ist absolut berührend geschrieben und die innere Welt der Zwillinge kommt über die im zweiten Teil veröffentlichten Texte und Gedichte in überraschend feinsinniger und starker Weise zum Ausdruck.Man kann Hochintelligenz da nicht absprechen und genau so habe ich meinen Freund erlebt. Wichtig ist es zu wissen was Autismus heißt und daß es gar nichts schlimmes sondern eher etwas sehr wertvolles heißt.Ich weiß aus Erfahrung daß der Umgang mit solchen Menschen eine totale innere Umstellung verlangt, denn unsere Werte zählen da nicht mehr und trotzdem wird nie etwas böse gemeint.
Die schönsten Stellen waren die Liebesbriefe der Zwillinge.
Literatur
Abgesehen von der sehr interessanten Geschichte, die sich um Familie Keulen strickt, so ist für mich besonders der zweite Teil des Buches ein Genuss. Literatur vom Feinsten und ich staune über die feinsinnigen Schriften von Konstantin und Kornelius.