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  #1  
Alt 23.02.2007, 16:23
vienetta vienetta ist offline
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Beiträge: 3.585
Standard Der Geist packt dich und du stürzt zu Boden

Produktbeschreibungen
Aus der Amazon.de-Redaktion
Unterschiedliche Kulturen haben nicht zuletzt auch verschiedene Vorstellungen von Krankheiten und wie man sie heilen sollte: Während die westlich geprägte Schulmedizin den Körper gesondert betrachtet, ziehen viele Naturvölker keine strenge Trennlinie zwischen Körper und Seele. Ihre Heilmethoden sind dementsprechend auch völlig anders ausgerichtet. Der Geist packt dich und du stürzt zu Boden, die tragische Krankheitsgeschichte der kleinen Lia, zeigt, welche Konflikte und Missverständnisse durch den Zusammenprall dieser gegensätzlichen kulturellen Prägungen entstehen können. Die amerikanische Journalistin Anne Fadiman hat diesen Fall in einem brillianten Beispiel von literarischem Journalismus recherchiert und aufgeschrieben.
Lia und ihre Familie gehören zu der Volksgruppe der Hmong, einer naturverbundenen Minderheit in Laos. Nach den Verfolgungen in ihrem Heimatland ist die Familie nach Kalifornien geflohen. Als Lia 1983 einen epileptischen Anfall erleidet, wird sie in einem amerikanischen Krankenhaus routinemäßig behandelt. Die Eltern können jedoch überhaupt nicht nachvollziehen, was mit ihrer Tochter geschieht und weigern sich, ihr die Medikament zu verabreichen. Aus ihrer Sicht ist die Epilepsie ein Geist, der ihre Tochter packt und zu Boden reißt. Ihm muss anders beigekommen werden als mit Pillen und Spritzen. Es beginnt ein jahrelanges Tauziehen um Lia, an dessen Ende die Patientin und ihre Familie die Verlierer sind.
Fadiman hat in jahrelanger Recherche unzählige Interviews mit der Familie, den Ärzten und sonstigen Beteiligten geführt, und sich gründlich in das Thema eingearbeitet. Obwohl sich das Buch so spannend wie ein Roman liest, ist es in keiner Weise auf Sensation bedacht. Der Autorin ist eine intelligente, einfühlsame und kritische Darstellung gelungen, die sich der Kultur der Hmong annähert, ohne sie gleichzeitig zu idealisieren oder exotisieren. --Tiziana Zugaro-Merimi

Kurzbeschreibung
Klappentext Als die drei Monate alte Lia Lee in der Notaufnahme des Kreiskrankenhauses von Merced, Kalifornien, eingeliefert wird, setzt sich eine Kette von Ereignissen in Gang, von denen weder sie selbst noch ihre Eltern oder Ärzte sich je wieder erholen werden. Lias Eltern, Foua und Nao Kao, sind Emigranten aus Laos und gehören dem Hmong-Volk an, das traditionell für seinen engen Zusammenhalt und seine beinahe grimmige Eigenständigkeit bekannt ist. Entsprechend assimilierten sie sich weniger schnell in ihrer neuen Heimat, hielten eisern an Ritual und Glaube ihrer Vorfahren fest. Lias Ärzte, Neil Ernst und dessen Frau Peggy Philp, orientierten sich nicht minder stark an einer anderen Tradition - der der westlichen Medizin. Als Lia Lee in die Welt des modernen Gesundheitswesens hineingerät und als Epileptikerin diagnostiziert wird, entfaltet sich ihr Schicksal als ein tragischer Fall von kultureller Fehlkommunikation. Sowohl die Eltern als auch die Ärzte wollten nur das Beste für Lia, aber ihre Erklärungsmuster für die Ursachen der Krankheit und deren Behandlung hätten unterschiedlicher nicht ausfallen können. Die Hmong begreifen Erkrankung und Heilung als eine spirituelle Angelegenheit, die mit dem gesamten Universum Verknüpfungen herstellt, während die moderne Medizin immerfort auf der Trennung von Körper und Seele besteht und sich fast ausschließtich mit ersterem auseinandersetzt. Lias Ärzte führten die epileptischen Anfälle auf fehlzündende, anomale Gehirnzellen zurück; ihre Eltern bezeichneten die Krankheit als "quag dab peg" - der Geist packt dich, und du stürzt zu Boden - und sahen darin eine Art Seelenwanderung. Die Ärzte verschrieben antikonvulsive Medikamente, die Eltern zogen Tieropfer vor. Anne Fadimans leidenschaftliche Schilderung dieses kulturellen Dilemmas ist ein Paradebeispiel des literarischen Journalismus. Detailgenau und großartig erzählt, bewegt sich das Buch zwischen Krankenhauskorridoren und Heilritualen, zwischen den sanften Hügeln von Laos und den Wohnzimmern von Merced, zwischen zwei auf dramatische Weise unterschiedlichen Lebens- und Glaubensformen.
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  #2  
Alt 24.02.2007, 15:22
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evma evma ist offline
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Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
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danke auch für diesen tip
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