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09.03.2007, 08:30
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Ganz allein im Rollstuhl auf dem Jakobsweg
Ganz allein im Rollstuhl auf dem Jakobsweg
Lesung: „Dem eigenen Leben auf der Spur“: Felix Bernhard schildert Pilgerreisen und den langen Weg zu sich selbst TREBUR.
Er wollte den Tod seines Vaters verarbeiten, aber auch eine neue Einstellung zu seiner Behinderung gewinnen. Dazu begab sich Felix Bernhard, ehemaliger Leistungssportler und jetzt Rollstuhlfahrer, als Pilger auf den Jakobsweg. Mit Lederhandschuhen, die ihn vor Blasen an den Händen schützen sollten, trieb er mit reiner Muskelkraft seinen Rollstuhl an – mehr als 2000 Kilometer vorwärts, immer im grellen Schein der heißen Mittagssonne. Und das mutterseelenallein. Nicht selten erwog er, wenn es unterwegs auf der staubigen Piste bergauf ging, ein Kilo Äpfel gegen Hunger und Durst wegzuwerfen, weil das Obst zusätzlichen Ballast bedeutete. Aber der Frankfurter Bankangestellte hielt durch. Felix Bernhard ist Jahrgang 1973 und ein junger Autor mit zwei Geburtstagen. Oft schauen ihn seine Zuhörer verwundert an wenn er erzählt, er feiere nun erst seinen 14. Geburtstag. Seit einem schweren Motorradunfall 1993 ist Bernhard querschnittsgelähmt. Vorher hatte er die Welt erkundet, war mehr als drei Jahre in den USA und absolvierte dort sein Studium der Betriebswirtschaft. Obwohl er bis an sein Lebensende auf den Rollstuhl angewiesen sein wird, steht Bernhard sinnbildlich mit beiden Beinen im Leben.
In seinem Buch „Dem eigenen Leben auf der Spur“, das er am Mittwochabend im Eigenheim vor etwa 100 Zuhörern vorstellte, erzählt er davon. Viel, viel Wille und Selbstdisziplin brauchte er, um das neue Leben mit der Behinderung in den Griff zu bekommen. Allen Widerständen zum Trotz pilgerte er darum, überwand steile Pässe und endlose Ebenen unter sengender Sonne und im strömenden Regen. Er legte 2250 Kilometer auf dem Jakobsweg zurück, 700 Kilometer auf dem Camino Frances, 550 Kilometer auf dem Chemin de Saint Jaques und 1200 Kilometer auf der Via de la Plata in Spanien. Eindrücklich und berührend schildert Bernhard den Kampf mit sich selbst, den er jeden Tag aufs Neue aufnahm, um eine andere Einstellung zum Leben zu erreichen. „Heute nehme ich alles viel leichter als früher“, bilanziert Bernhard.
In den ersten Jahren seiner Gehbehinderung stolperte Bernhard immer wieder über den Sinn des Wortes „barrierefrei“, wenn er vertraute Wege durch die Stadt im Rollstuhl zurücklegte. Dann setzte er sich bewusst den Strapazen auf dem Pilgerpfad aus, weil er dort lernte, dass es nichts nützt, mit jedem Stein zu hadern, der den Rädern im Weg liegt – und dass Möglichkeiten gefunden werden müssen, ihn zu umfahren. So fand Bernhard auch für seine Seele und seinen Geist neue Wege, nicht mehr mit seinem Schicksal zu hadern.
Das Buch schildert Bernhards sechswöchigen Aufenthalt auf dem Jakobsweg von Sevilla nach Santiago de Compostela, quer durch Spanien. Er war aufgebrochen, um zu spüren, dass er trotz seiner Querschnittslähmung im übertragenen Sinn noch alleine auf eigenen beiden Füßen stehen kann. Diesen eisernen Willen, den der junge Mann zeigte, erachtet er heute als Glücksfall für sich: „Ich musste mir das positive Denken in jahrelangem Training mühsam erst wieder aneignen.“ Und genau dazu dienten die beschwerlichen Pilgerreisen, über die Bernhard auf Einladung der Landfrauen berichtete.
Carmen Erlenbach
9.3.2007
(Quelle: Echo Online )
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09.03.2007, 08:37
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alle achtung..
eine unglaubliche leistung, mit dem rollstuhl den jakobsweg abzulegen.
der mann ist ein beispiel dafuer, dass auch wenn es noch so unmoeglich erscheint, man mit kampfgeist und ausdauer etwas schaffen kann.

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Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,
als der Weg von der Erde zum Mond.
angie
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09.03.2007, 08:45
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Zitat:
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Zitat von angelika
alle achtung..
eine unglaubliche leistung, mit dem rollstuhl den jakobsweg abzulegen.
der mann ist ein beispiel dafuer, dass auch wenn es noch so unmoeglich erscheint, man mit kampfgeist und ausdauer etwas schaffen kann.

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Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Buch vielen Kraft gibt ...
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09.03.2007, 09:55
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alle achtung vor diesen mann ,ich habe ihn ein paarmal im fernsehen kurz gesehen wo er gezeigt wurde.ein starker mensch der anderen als beispiel dient und nicht aufgibt
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