Monika
Monika
Mannheim (kobinet) In ihrer Autobiografie erzählt Monika Trumpa ihr Leben, das geprägt ist von Demütigung durch ihre Umwelt und dem Sehnen nach gleichwertiger Anerkennung und Behandlung. Durch eine Rhesusfaktor-Unverträglichkeit ist sie von Geburt an spastisch gelähmt. Sie wird wegen ihrer Behinderung von klein an von ihrem Vater abgelehnt. Bis zu seinem Tod kämpft sie um seine Liebe - vergebens. Und immer wieder muss sie die Erfahrung machen, als "geistig behindert" eingestuft und entmündigend behandelt zu werden.
Immer wieder versucht sie, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Doch eine Berufsausbildung bleibt ihr zeitlebens verwehrt. Vom Internat, in dem überwiegend Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten untergebracht sind, führt der Weg schnell in eine Werkstätte für behinderte Menschen. Dort erhält sie, die sich ständig unterfordert fühlt die Chance, auch qualifizierte Arbeit zu leisten.
Nach enttäuschten Beziehungen lernt sie ihren ebenfalls behinderten Mann Ulrich kennen, mit dem sie endlich den Auszug aus dem ungeliebten Elternhaus schafft. Sie ist stolz darauf, lange Zeit ohne Hilfe durch Dritte auszukommen, selbst als sie wegen der Verschlechterung ihrer Behinderung nicht mehr laufen kann und auf den Rollstuhl angewiesen ist. Wichtig ist es ihr "nicht dem Staat auf der Tasche zu liegen".
Es gelingt ihr nie, obwohl sie ihr Leben im Griff hat, sich mit ihrer Behinderung zu arrangieren. Immer fühlt sie sich auf ein Dasein als Behinderte reduziert und nicht als Frau mit Behinderung akzeptiert.
Schon allein die Sprache, in der sie ihr Buch schreibt, zeigt deutlich, wie sehr sie danach strebt, als "geistig normal" eingestuft zu werden. So ist dieses Buch für sie ein wichtiges Instrument, mehr Selbstwertgefühl zu erlangen. Monika, Books on Demand GmbH, Norderstedt, ISBN 978-3-8334-6918-3, 168 Seiten, Paperback, 11,90 Euro.
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