Forschungsprojekt gibt Hoffnung auf neues therapeutisches Vorgehen in der Epilepsiebehandlung Körperliche und geistige Aktivität fördern die Neubildung von Nervenzellen im Gehirn. Dies ist das Ergebnis von aktuellen Forschungsarbeiten des renommierten Stammzellforschers Prof. Dr. Gerd Kempermann, Zentrum für regenerative Medizin in Dresden. Wie das Epilepsiezentrum Bethel mitteilt, berichtete der Wissenschaftler kürzlich auf Einladung des dortigen Chefarztes, Dr. Alois Ebner, in der Klinik Mara in Bielefeld-Bethel über seine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema. So habe Prof. Kempermann in Versuchen mit Labormäusen feststellen können, dass körperliche Aktivität, aber gleichzeitig auch geistige Stimulation die Neubildung der Nervenzellen im Hippocampus, dem Hirnbereich, der für das Lernen und das Gedächtnis zuständig ist, fördern. Den Wissenschaftlern stellt sich nun natürlich die interessante Frage, ob diese Zellneubildung beim Menschen ebenso abläuft wie bei den Versuchstieren. "Wir müssen wissen, wie die Zellen beim Menschen bestimmte Funktionen erhalten. Das ist die entscheidende Voraussetzung, um dieses Wissen vielleicht einmal gezielt einsetzen zu können - zum Beispiel für die Therapie von Epilepsien", so Dr. Ebner. Um Licht ins Dunkel zu bringen, wollen die Experten vom Epilepsiezentrum Bethel und vom Zentrum für regenerative Medizin in Dresden nun gemeinsam ein neues Forschungsprojekt an den Start bringen. Der erste wichtige Schritt hierfür ist schon getan: Im Januar diesen Jahres haben die Wissenschaftler ihren Forschungsantrag beim Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gestellt.
Mitteilung des Epilepsiezentrums Bethel, Februar 2008
Quelle: Epinews