Osteodensitometrie – für Fremdsprachenkundige erschließt sich schnell, dass damit die Messung ("metrie") der Dichte ("densus") des Knochens ("osteo") gemeint ist. Die Knochendichte ist ein Maß dafür, wie stabil der Knochen ist. Gemessen wird sie anhand des Kalksalzgehaltes, also der Mineralien, die dem Knochen seine Festigkeit verleihen. Das sind vor allem Kalziumphosphat und Kalziumkarbonat.
Sind diese vermindert, z. B. nach der Menopause, kommt es zu Knochenschwund (Osteoporose), also einer Verminderung von Masse und Stabilität des Knochens. Wird die Osteoporose rechtzeitig erkannt, lässt sich entsprechend vorbeugen oder behandeln und damit das erhöhte Risiko für Knochenbrüche senken.
Wie funktioniert die Knochendichtemessung?
Für die Untersuchung stehen verschiedene Verfahren und Geräte zur Verfügung. Allen gemeinsam ist das Prinzip, dass Strahlen den Knochen durchdringen und dort – je nach Dichte, also Mineralsalzgehalt – unterschiedlich stark abgeschwächt werden. Das trifft sowohl für Röntgenstrahlen (z.B. bei einer Computertomografie) als auch für Ultraschallwellen zu. Bei Letzteren wird zusätzlich zur Abschwächung der Strahlen auch noch die Geschwindigkeit der Schallwellen auf ihrem Weg durch das Knochengewebe gemessen. Sie haben den Vorteil, dass sie keine Strahlenbelastung für den Patienten darstellen; ihre Aussagekraft wird aber seit Jahren kontrovers diskutiert.
Da für jedes Verfahren bekannt ist, wie stark die Abschwächung der Strahlen bei gesunden Personen ist, können neu erhobene Messwerte mit diesem Normwert verglichen werden.
Wann wird die Knochendichtemessung durchgeführt?
- Hauptindikation ist die Osteoporose. Deutliche Beschwerden wie Knochenschmerzen, zunehmender Rundrücken und Spontanbrüche, besonders bei Frauen nach der Menopause, können Anlass für eine Untersuchung sein.
- Bei Männern ist das Risiko für Knochenschwund vor allem bei chronischem Alkohol- und Nikotinmissbrauch erhöht. Auch langjährige Zuckerkrankheit, Mangelernährung oder gehäuftes Auftreten von Osteoporose in der Familie können die Wahrscheinlichkeit vergrößern.
- Mittels der Knochendichtemessung kann auch eine – seltenere – Knochenerweichung (Osteomalazie) infolge gestörten Einbaus von Mineralien in den Knochen erkannt werden. Eine erstmalige Knochendichtemessung wird von den gesetzlichen Krankenkassen zurzeit nur dann vergütet, wenn der Arzt einen begründeten Verdacht auf diese Erkrankungen hat und mindestens ein Knochenbruch vorliegt.
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