Arbeiten mit Rheuma: Aktueller Bericht, neues Beratungsangebot
Rückenschmerzen, Rheuma und andere Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparates sind für den größten Anteil der Krankenstandstage in Österreich verantwortlich. Das berichtet die Work Foundation, eine internationale Forschungs- und Beratungsstiftung, die kürzlich eine Studie zum Thema muskuloskeletale Erkrankungen und Arbeitsmarkt vorgestellt hat. Zu den muskuloskeletalen Erkrankungen werden über 200 Krankheiten des Muskel- und Skelettapparates gezählt – darunter rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Rückenschmerzen und Gelenk-, Muskel- oder Sehnenschäden.
Im Bericht wird betont, dass die Förderung chronisch kranker Arbeitnehmender auch ökonomisch von Bedeutung sei: Unterstützung dieser Beschäftigten würde zu einer Senkung der derzeit hohen Krankenstandszahlen, einer Steigerung der Produktivität und volkswirtschaftlichen Einsparungen führen. Zudem laufen chronisch kranke Erwerbstätige in wirtschaftlichen Krisenzeiten verstärkt Gefahr, aufgrund häufiger Fehlzeiten ihren Arbeitsplatz zu verlieren, halten die Autorinnen und Autoren fest.
Sie sprechen sich vor diesem Hintergrund für Verbesserungen im Bereich von Diagnose und Behandlung von muskuloskeletalen Erkrankungen aus und appellieren an die politisch Verantwortlichen, entsprechende Maßnahmen zu treffen. Unterdessen haben ein Unternehmen für Gesundheitsprodukte und die Österreichische Rheumaliga die Initiative "Rheuma Job Coach" gegründet. Dabei handelt es sich um ein Online-Beratungsservice für Menschen mit Rheuma, das sich Themen wie Bewerbungen, Arbeitsplatzsicherung oder dem Umgang mit der Krankheit am Arbeitsplatz widmet.
red
zum Rheuma Job Coach