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Alt 16.09.2006, 06:24
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evma evma ist offline
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Standard Kinder mit entzündetem Darm wachsen schlecht

Malnutrition bei Crohn oder Colitis beeinträchtigt das Wachstum mehr als Entzündungsprozesse und Steroidtherapie

FREIBURG (ars). Kinder mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) haben oft deutliche Wachstumsstörungen. Dazu trägt nicht so sehr die Entzündung selbst als vielmehr die Malnutrition entscheidend bei. Eine Ernährungstherapie ist daher bei diesen Kindern wichtig.
Bereits vor Diagnose der Darmerkrankung sind zwei Fünftel der Kinder für ihr Alter zu klein, bei Diagnosestellung trifft das für drei Fünftel zu, wie Dr. Sibylle Koletzko aus München bei einem Symposium in Freiburg berichtet hat. Parallel dazu sei die Knochendichte verringert, bei Kindern mit Morbus Crohn noch ausgeprägter als bei Kindern mit Colitis ulcerosa.
Als Ursachen würden Malnutrition, Entzündung und Glukokortikoid-Therapie diskutiert, so Koletzko bei der von der Falk Foundation unterstützten Veranstaltung. Wie sich in tierexperimentellen Untersuchungen herausgestellt habe, sei davon die Mangelernährung der wichtigste Faktor: Dadurch sei das Längenwachstum von Ratten zu zwei Dritteln behindert worden und nur zu einem Drittel durch die entzündlichen Prozesse.
Tatsächlich ist bei Kindern mit CED die Mangelernährung teilweise gravierend: Im akuten Schub beträgt die Nahrungsaufnahme nur 60 Prozent des Sollwertes, und zwar deshalb, weil freigesetzte Zytokine ähnlich wie beim Fieber den Appetit hemmen. Zusätzlich mögen viele Kinder auch deshalb nichts essen, weil sie dann Bauchschmerzen bekommen oder ihnen Aphthen im Mund weh tun.
Die Aufnahme von Nahrung wirkt sich positiv auf das Wachstum aus. Vermittelt wird dies etwa durch Zytokine wie IGF 1 (insulin-like growth factor 1), die direkt auf den Knochen wirken. Bei einer Ernährungstherapie sinken innerhalb von drei bis sieben Tagen die Entzündungsparameter wie C-reaktives Protein und Interleukin 6, der IGF-1-Spiegel dagegen steigt. Wie Koletzko rät, sollte die Therapie, etwa eine enterale Zusatzernährung mit faser- und allergenarmer Kost, so lange wie möglich dauern, im Durchschnitt etwa sechs Wochen.
Bei Kindern, die systemisch mit Glukokortikoiden behandelt werden, sollte außerdem einmal pro Jahr das Knochenalter radiologisch bestimmt werden. So lassen sich eine Verzögerung der Ossifikation sowie eine Demineralisation rechtzeitig erkennen, und es läßt sich außerdem die Endgröße feststellen.
Denn Glukokortikoide, obwohl sie hungrig machen, erhöhen das ohnehin bestehende Risiko einer Wachstumsstörung noch zusätzlich, besonders bei Jungen: Sie unterdrücken die Entstehung von Osteoblasten, fördern dagegen die Apoptose - den programmierten Zelltod - von Osteoblasten und Osteozyten, so daß sich Knochenbildung und -substanz verringern. "Wenn immer möglich, verzichten wir bei Morbus Crohn auf Steroide und arbeiten mit Ernährungstherapie und Azathioprin", so Koletzko zur "Ärzte Zeitung".


quelle ärztezeitung
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  #2  
Alt 02.04.2007, 11:21
brainy brainy ist offline
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Daumen hoch

Danke für den Bericht. Stimmt leider alles.

Falls hier jemand ein Kind mit Colitis ulcerosa oder Morbus Chron hat, dem würde ich gern die Internet-Seiten des DCCV empfehlen: dccv.de

Ich hab selbst Colitis, aber als Erwachsene bekommen, und lese aber immer die Berichte der Eltern-Kind-Initiativen mit. Also, falls hier Betroffene sind, da findet Ihr sicher Hilfe.
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  #3  
Alt 02.04.2007, 11:52
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angelika angelika ist offline
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ich habe eine freundin deren kind morbus crohn hat. leider musste ihre tochter ein stoma bekommen, aber seitdem geht es ihr gut.
__________________
Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,

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angie
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  #4  
Alt 02.04.2007, 16:05
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evma evma ist offline
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ich stelle es mir für die kinder schlimm vor gerade beim sportunterricht sie sind ja in etlichen behindert was das tägliche leben betrift
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  #5  
Alt 02.04.2007, 16:28
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angelika angelika ist offline
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du durch das stoma kann sie jetzt wieder am richtigen leben teilnehmen..
zuerst war sie zu nichts imstande, staendig muede, oft krank und im bett, oft krankenhaus, hatte auch wachstumstoerungen....
die op hat ihr leben veraendert und sie geht jetzt schon ganz normal damit um..soviel ich weiss haben ihre freunde kein problem damit, sie und ihre eltern waren auch sehr ausfuehrlich und ehrlich ueber das stoma haben die kinder aufgeklaert...spottereien usw. blieben aus..
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  #6  
Alt 02.04.2007, 16:32
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finde ich dann klasse das se so gut mit umgeht
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  #7  
Alt 02.04.2007, 21:04
brainy brainy ist offline
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@ Angelika

das klingt gut. Es ist schön zu hören, dass es auch positive Berichte gibt. Kinder können auch ziemlich grausam sein und wenn ein Kind immer wieder aufs Klo muss, dann wird da auch gern gepöttelt und gemobbt.

Und das mit der Müdigkeit ist ein echtes Hinternis, mir reicht das als Erwachsene schon, aber da kann man besser mit umgehen und sich zusammenreißen.

@ Evma - ich habe mein Büro neben der Toi - bei mir weiß auf Arbeit kaum jemand von meiner Krankheit, man muss sich nur "einzurichten" wissen... Aber Kinder sind in der Schule eben viel fremdbestimmter.
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  #8  
Alt 02.04.2007, 21:11
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evma evma ist offline
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ich denke das, das ein thema ist, wo es vielen schwer fällt darüber zu reden.und das eben dieses allgemeine totschweigen der krankheit ,diese auch nicht, für nicht betroffene verständlich macht.sondern das man da eher eine komische einstellung den betroffenen gegenüber hat.alles was den stuhlgang betrift ist ja meist ein tabu thema.selbst heute kann man immer wieder beobachten das selbst das kaufen von wc papier vielen unangenehm ist.wir haben zb einen nachbarn sehr rücksichtsvoll seiner frau gegenüber ,aber er würde niemals das wc papier ins haus tragen.
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  #9  
Alt 02.04.2007, 21:52
brainy brainy ist offline
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Ja genau - evma - das ist der Punkt. Alles, was mit dem Darm zu tun hat, ist bähhh... - stinkt, ist schmutzig etc. Ob man das aus den Köpfen der Leute rausbekommt - ich glaub nicht. (Vielleicht in späteren Generationen?)
Aber Kinder und Jugendliche sind da eben noch krasser - die nehmen kein Blatt vor den Mund.
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  #10  
Alt 03.04.2007, 08:45
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ich finde es auch unmöglich das man damit mit den darm und stuhlgang nicht normal umgeht.der stuhlgang ist etwas natürliches,aber wird totgeschwiegen.
jede bzw fast jede krankheit wird laut ausgesprochen aber stuhlgang nix damit.ich hatte mal mit wcrollen ein spiel gebastelt ,das spiel war echt klasse.so kleine rasseln in jeder kam etwas anderes rein,und wurde dann beklebt ,wie kannst du wc rollen nehmen.hätte ich gesagt ich habe die küchenrolle durchgeschnitten wärs ok gewesen.das hat sich zwar jetzt ein wenig gelegt aber ich beobachte immer noch mütter dabei wenn ihr kind etwas gebasteltes aus wc rollen hat.sie gehen selten ungezwungen damit um
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