Wenn Diabetiker sich Insulin spritzen, müssen sie verhindern, dass sich durch zu häufiges »Piksen« an immer derselben Stelle dort Wucherungen im Unterhautfettgewebe bilden. »Wichtig ist, dass die Kanülen nach jeder Injektion gewechselt werden«, rät Petra Heidkamp, Diabetesberaterin am Deutschen Diabeteszentrum, Düsseldorf.
Auch bei Pen-Nadeln handelt es sich nach ihren Worten um Einmalprodukte, die folglich auch nur einmal verwendet werden sollten. In der Praxis sieht es nach ihren Erkenntnissen aber leider so aus, dass viele Patienten die Nadeln mehrfach benutzen. Dann aber sind Komplikationen möglich. So können sich durch die Injektion kleine, mit dem Auge nicht sichtbare Verformungen an der Nadelspitze bilden, die bei einer erneuten Injektion kleine Verletzungen in der Haut verursachen. Diese sind nicht nur schmerzhaft, sondern können auch zu Gewebeveränderungen und zu Wucherungen des Fettgewebes an der Injektionsstelle führen.
»Wichtig ist auch, dass die Einstichstelle regelmäßig gewechselt wird, wir empfehlen eine Injektion in den Bauch und zwar im Uhrzeigersinn wechselnd um den Bauchnabel herum«, sagt Frau Heidkamp. Denn die Bauchregion sei sehr stabil, und anders als beim Oberschenkel komme es auch bei wechselnden sportlichen Belastungen nicht zu Problemen durch eine unterschiedliche Aufnahme des Insulins. Wichtig sei, vor dem Spritzen von Insulin den Blutzucker zu bestimmen.
Quelle: Neue Apotheken Jllustrierte, 1.11.2006