Morbus Bechterew - schlecht erkannter Rückenschmerz
Acht bis zehn Jahre dauert es im Durchschnitt, bis ein Morbus Bechterew nach seinem ersten Auftreten richtig diagnostiziert wird. Über die entzündliche Rückenerkrankung bestehe daher dringender Aufklärungsbedarf, betonte der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation (ÖGR), Prof. Winfried Graninger, kürzlich bei einer Pressekonferenz.
Bleibe die Erkrankung unbehandelt, könne sie zu massiven Bewegungseinschränkungen und einer Verknöcherung der Wirbelsäule führen. Bemerkbar mache sich Morbus Bechterew meist durch einen tiefsitzenden Kreuzschmerz, der vor allem nachts auftritt und zum Aufstehen und Herumgehen zwingt. Auch Morgensteifigkeit, die länger als eine halbe Stunde andauert, sei ein typisches Anzeichen.
Betroffene & Ärzte deuten Anzeichen falsch
"Zu viele Morbus Bechterew-Patienten kommen noch nicht in den Genuss adäquater Therapien, da entweder sie selbst ihre Symptome missdeuten und sich nicht an den Arzt wenden oder aber weil die Symptome auch von Ärzten missinterpretiert werden", weiß Paul Pocek, Präsident der Österreichischen Morbus Bechterew Vereinigung.
Die Krankheit, die in Österreich nach Experten-Schätzung rund 50.000 Menschen betrifft, ist derzeit zwar nicht heilbar. Früherkennung und entsprechende Behandlung können die Lebensqualität jedoch entscheidend beeinflussen. Zu den gängigen Therapien zählen vor allem medikamentöse Behandlung und Bewegungstraining, geben die Experten an.
Quelle: Presseinformation / red
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