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Alt 02.07.2007, 18:20
Nancy
 
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Standard Migräne: Prophylaxe kaum genutzt

Migräne: Prophylaxe kaum genutzt

München (netdoktor.de) - Nur ein Bruchteil der Patienten, die von einer vorbeugenden Migränebehandlung profitieren könnten, nutzen diese Möglichkeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie. "Auch in Deutschland beugen viel zu wenig Patienten den Attacken vor", kommentieren die Kopfschmerzexperten der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) in den Kopfschmerz-News, dem Mitgliederorgan der Gesellschaft. 17 Prozent der Frauen und fünfeinhalb Prozent der Männer leiden in den USA an Migräne. Dies haben US-Forscher bei einer groß angelegten Umfrage herausgefunden. Diese Häufigkeit entspricht etwa den europäischen Zahlen. "Knapp 40 Prozent der Patienten wären aufgrund der Häufigkeit und Schwere der Attacken für präventive Maßnahmen geeignet, aber nur ein Drittel davon gebraucht diese", berichten die Fachleute der DMKG. In Europa sei der Anteil dieser Patienten sogar noch geringer, etwa sechs Prozent. Entscheidend für die Migräneprophylaxe ist der Leidensdruck des Patienten. Wenn die Patienten unter häufigen Migräneanfällen leiden und die Akutbehandlung nicht die erwünschte Linderung bringt, kann eine medikamentöse Prophylaxe in Verbindung mit nicht-medikamentösen Strategien Häufigkeit, Dauer und Schwere der Anfälle reduzieren. Die dazu eingesetzten Medikamente sind keine Schmerzmittel. Migräneprophylaktika der ersten Wahl sind die Betablocker Metoprolol und Propranolol, der Kalzium-Antagonist Flunarizin und die Antikonvulsiva Valproinsäure (off-label-Gebrauch) und Topiramat. Die medikamentöse Prophylaxe sollte mit nicht-medikamentösen Strategien kombiniert werden. Hier lautet die Empfehlung der Experten: Dreimal 30 Minuten Ausdauersport wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren pro Woche kombiniert mit verhaltensmedizinisch-psychologischen Methoden, etwa Entspannungsübungen wie der progressiven Muskelrelaxation nach Jacobsen.


Quelle: Netdoktor
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