Neue Studie zum Thema Altersepilepsie Immer mehr Menschen erkranken im Alter an einer Epilepsie. Oftmals ist die Erkrankung Folge eines Schlaganfalls oder tritt im Rahmen einer Alzheimer-Demenz auf, die mit einem Abbau im Gehirn verbunden ist. Die Behandlung der Altersepilepsie ist manchmal jedoch schwierig und noch nicht ausreichend erforscht. Aus diesem Grunde starteten Wissenschaftler der Neurologischen Universitätsklinik Mainz in etwa 70 Zentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor kurzem eine große Studie zum Thema. Insgesamt sollen 360 Patienten, die 60 Jahre oder älter sind und an einer Epilepsie leiden, an der so genannten "STEP-ONE"-Studie teilnehmen. Alle Probanden werden ein Jahr lang mit einem von drei zugelassenen und häufig verwendeten Antiepileptika behandelt und alle drei Monate untersucht. Dabei wird auch die geistige Leistungsfähigkeit der Untersuchungsteilnehmer ermittelt. Ziel ist es, herauszufinden, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Medikamente bei Patienten mit Altersepilepsien haben. "Wir sind zurzeit in der Rekrutierungsphase der Studie, Patienten können also noch teilnehmen", so PD Dr. Konrad J. Werhahn, Oberarzt an der Mainzer Universitätsklinik für Neurologie. "Mit ersten Ergebnissen rechnen wir in etwa zwei Jahren."
Mitteilung der Universität Mainz
Quelle: Epinews