Epilepsie - News / Anfallsformen vom 7.7.2007 Die "Aura": Nicht nur ein seltsames Gefühl Fast alle Epilepsiepatienten kennen dieses eigenartige Vorgefühl, die so genannte "Aura". Das Wort stammt aus dem Griechischen, bedeutet übersetzt "Lufthauch" und ist am besten mit einer veränderten Wahrnehmung der Sinne und Gefühle zu beschreiben. Eine Aura stellt meist den Beginn eines epileptischen Anfalls dar, kann aber individuell sehr unterschiedlich sein. Diese und weitere Informationen hat die Deutsche Epilepsievereinigung als eine ihrer Orientierungshilfen für Epilepsiepatienten und interessierte Personen im Internet bereit gestellt. Den Experten zufolge können sich Auren beispielsweise so äußern: "Aufsteigendes" Gefühl vom Bauch, Brust, Rücken und Beinen, Kribbeln im Arm oder Bein, Sehen von Licht- oder Farberscheinungen, Perspektivveränderungen, Gesichtsfeldeinschränkungen, Hören von Musik, Stimmen und Geräuschen, Halluzination von Szenen, Imaginationen, Zeitlupenempfindung, "Käseglockengefühl", Geruchs- und Geschmacksempfindungen, Fremdheit von Bekanntem, scheinbare Vertrautheit oder Wiedererkennen von unbekannten Dingen oder Situationen (Déjà-vu) sowie Stimmungsveränderungen mit Glücks- oder Angstempfinden. Auch, wenn Auren seltsame Gefühle sind, so können sie im Alltag eines Epilepsiepatienten sehr hilfreich sein. Sie sind ein Warnzeichen für den nachfolgenden Anfall und der Betroffene hat, wenn das Vorgefühl auftritt, oftmals noch Zeit, z. B. durch Hinlegen oder Hinsetzen, sich schnell "in Sicherheit" zu bringen.
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Quelle: Epinews