
14.09.2007, 08:09
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Diabetes mellitus
Diabetes mellitus
Allgemeines
Durst, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit können auf eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) hinweisen. Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der die Konzentration des Blutzuckers (Glukose) erhöht ist und tritt bei etwa 13,5 von 100.000 Kindern auf. Die Erkrankungsrate ist zunehmend. So wird im Jahr 2010 mit einer Häufigkeit von 20,3/100.000 Kindern gerechnet.
Ursache ist ein Mangel an der Ausschüttung oder Wirkung des Stoffwechselhormons Insulin. Im Wesentlichen werden zwei Diabetes-Formen unterschieden: Der seltenere Typ-1-Diabetes tritt überwiegend im Kinder- oder Jugendalter auf, hierbei handelt es sich um einen Insulinmangel. Der Typ-2-Diabetes ist wesentlich verbreiteter (ca. 90%) und beginnt häufig erst nach dem 40. Lebensjahr. Es handelt sich dabei um eine Erschöpfung der insulinproduzierenden Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse.
Gefürchtet beim Diabetes mellitus sind die schweren akuten Krankheitszeichen wie das Koma und mögliche Folgeschäden. Diese lassen sich aber durch rechtzeitiges Erkennen und eine konsequente Therapie vermindern.
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14.09.2007, 08:09
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Ursachen
Typ-1-Diabetes
Die Ursache des Typ1-Diabetes ist komplex und bis heute nicht völlig aufgeklärt. Genetische Veranlagung scheint zu bestehen. Laut aktueller Studien tragen frühes Abstillen, Impfungen und Virusinfektionen nicht zur Entstehung eines Diabetes bei. Beim Typ-1-Diabetes kommt es zu autoimmunologischen Prozessen mit einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Dadurch werden die insulinproduzierenden Zellen (Beta-Zellen) der Bauchspeicheldrüse unwiderruflich zerstört. Dadurch kommt es zum Insulinmangel. Insulin hat die Aufgabe, die Zellen in Muskulatur, Leber und Fettgewebe gewissermaßen aufzuschließen, um den Eintritt des Blutzuckers zu ermöglichen. In der Zelle wird der Zucker (Glukose) zur Energiegewinnung oder -speicherung weiterverarbeitet. Der Insulinmangel führt zeitweise oder dauerhaft zu erhöhten Glukosewerten (Hyperglykämie) im Blut. Der hohe Zuckergehalt schädigt die kleinen und großen Blutgefäße (Mikro- und Makroangiopathie).
Typ-2-Diabetes
Der Typ-2-Diabetes ist mit über 90% typischerweise eine Erkrankung des mittleren Erwachsenenalters (auch als Altersdiabetes bezeichnet), tritt aber auch bei Kindern auf. Die Stoffwechselerkrankung betrifft häufig übergewichtige Menschen mit Bewegungsmangel. Vorstufe der eigentlichen Zuckerkrankheit ist eine langandauernde Phase, in der das Hormon Insulin an seinen Wirkorten Muskulatur, Leber und Fettgewebe seine Wirkung verliert (Insulinresistenz, Metabolisches Syndrom). Es herrscht ein relativer Insulinmangel. In dieser Phase kann sogar ein Insulinüberschuss (Hyperinsulinismus) bestehen. Später erschöpft sich die Insulin-Bildungsfähigkeit, der Diabetes tritt auf und es herrscht ein absoluter Insulinmangel.
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14.09.2007, 08:10
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Krankheitsbild
Am Typ-1-Diabetes erkranken vornehmlich Kinder und Jugendliche. Das Krankheitsbild des Typ-1-Diabetikers unterscheidet sich in einigen Punkten vom Typ-2-Diabetes. Beispielsweise wird beim Typ-1-Diabetes im Gegensatz zum Typ-2-Diabetes neben Erschöpfungszuständen auch eine Gewichts-abnahme der Patienten beobachtet.
Insgesamt kann sich das Krankheitsbild langsam entwickeln oder auch rasch auftreten. Bei schneller Entwicklung des Diabetes kommt es zu einer Stoffwechselentgleisung mit Übelkeit, Erbrechen, tiefer Atmung, Kopf- und Bauchschmerzen. Einige der Zuckerkranken bekommen dann Bewusstseinsstörungen bis hin zum Fall ins Koma (Coma diabetikum). Bei langsamer Entwicklung des Diabetes stehen Symptome wie Durst, vermehrtes Trinken und Urinlassen (evtl. sogar wieder nächtliches Einnässen), Gewichtsabnahme, Leistungsschwäche und Mattigkeit im Vordergrund.
Mit dem Diabetes mellitus vergesellschaftet ist oft ein erhöhter Blutdruck und Störungen des Fettstoffwechsels. Die Kombination dieser Erkrankungen wirkt sich besonders ungünstig auf die Gefäße und das Herz-Kreislauf-System aus. Es kommt u.a. häufig zu Herzinfarkten und Schlaganfällen. Diese Erkrankungen sind es, die hauptsächlich für die geringere Lebenserwartung der Diabetiker verantwortlich sind.
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14.09.2007, 08:10
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Auswirkungen
Der Insulinmangel führt zeitweise oder dauerhaft zu erhöhten Glukosewerten (Hyperglykämie) im Blut. Der hohe Zuckergehalt schädigt die kleinen und großen Blutgefäße (Mikro- und Makroangiopathie).
Gefürchtet beim Diabetes mellitus sind die Folgeschäden, die sich aber durch rechtzeitiges Erkennen und eine konsequente Therapie vermindern lassen. Diabetes ist hierzulande die häufigste Ursache für Amputationen. Diabetiker erleiden häufiger Herzinfarkte und Schlaganfälle; nicht selten kommt es zur Erblindung. Bei gesunder Lebensführung und guter medikamentöser Behandlung kann der Diabetiker heutzutage ein weitgehend normales Leben führen. Die wesentlichen Auswirkungen auf den Alltag bestehen in der Notwendigkeit, Nahrungsmittelmenge und -zusammensetzung (Kohlenhydrate) genau zu kontrollieren und die Diabetes-Medikamente daran anzupassen. Hierzu wird die Nahrung in Kohlenhydrateinheiten (KHE) umgerechnet. Auch eine Schwangerschaft ist – abgesehen von häufigeren ärztlichen Kontrollen und penibler Einstellung des Blutzuckers – meist unproblematisch.
Folgeschäden, die längerfristig bei unbehandeltem Diabetes auftreten können:
Herz/Kreislaufsystem
Die Schädigung kleiner und großer Adern (Arteriosklerose) führt im gesamten Organismus zu einer Verschlechterung der Durchblutung. Da die Zuckerkrankheit alle Gefäße in Mitleidenschaft zieht, sind auch die Kranzgefäße des Herzens (Koronarien) und die großen Schlagadern wie z.B. die Halsschlagadern von der Arteriosklerose betroffen. Die Folgen sind ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Die verminderte Lebenserwartung der Patienten geht meist auf die höhere Sterblichkeit an Spätschäden und Komplikationen zurück. Deren Vorbeugung und angemessene Behandlung ist für den Diabetiker von höchster Wichtigkeit.
Fuß/Bein
Der “diabetische Fuß” ist eine kombinierte Stoffwechselstörung. Eine schlechte Wundheilung in Verbindung mit einer geschwächten Immunabwehr und Gefühllosigkeit führt schon nach kleinen Verletzungen oder Druckstellen (z. B. durch schlecht sitzendes Schuhwerk) zu schlecht heilenden Wunden (diabetische Gangrän). Von den Wunden können Infektionen ausgehen, die sich manchmal auch medikamentös nicht beherrschen lassen. Leider wird sehr häufig die Amputation der Zehen, des Fußes oder des Unterschenkels notwendig. Daher ist die sorgfältige Beobachtung der Füße und die fachgerechte Fußpflege unabdingbar.
Auge
Netzhautschäden des Auges (diabetische Retinopathie) mit der möglichen Folge der Erblindung. Regelmäßige Kontrollen des Augenhintergrunds werden Diabetikern daher dringend empfohlen. Bei nicht behandeltem oder schlecht eingestelltem Diabetes entwickeln 90% der Typ-I-Diabetiker nach 15 Jahren eine Retinopathie.
Niere
Nierenschäden (diabetischen Nephropathie) mit der möglichen Folge des Nierenversagens (Niereninsuffizienz) und der Notwendigkeit der Blutwäsche (Dialyse). Erstes Zeichen: Die Ausscheidung von Eiweiß im Urin (Mikroalbuminurie) Auch Verengungen der Blutgefäße, die zur Niere führen (Nierenarterienstenose) kommen vor und können zum nierenbedingten (renalen) Bluthochdruck führen.
Nervensystem
Die diabetische Polyneuropathie ist eine Erkrankung der Nerven, die sich meist zuerst an Fuß und Unterschenkel als Störung des Empfindungsfähigkeit (Sensibilitätsstörung) zeigt. Sie ist meist mit einer gesteigerten Schmerzwahrnehmung (Hyperalgesie) verbunden. Betrifft die Nervenschädigung auch die autonomen Nerven (autonome Neuropathie) kann es zu einer Reihe weiterer Symptome, z. B. im Herz-Kreislauf-Bereich kommen.
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14.09.2007, 08:11
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Erkennung
Der Diabetes lässt sich im Prinzip ganz einfach durch wiederholte Messungen der Zuckerwerte im Blut feststellen (z. B. Bluttropfen aus der Fingerbeere). Beim Diabetes mellitus liegt eine Blutglukosekonzentration nüchtern (Nüchternblutzuckerwert) von mehr als 120 mg/dl (6,7 mmol/l) vor, nach einer Mahlzeit (postprandial) steigen die Werte auf über 180 mg/dl (10 mmol/l) an. Den Blutzucker Ihres Kindes können Sie beim Kinder- und Jugendarzt kontrollieren lassen.
Bewegen sich die Blutzuckermesswerte im Grenzbereich zwischen eindeutiger Erhöhung und Norm (nüchtern unter 100 mg/dl; nach der Mahlzeit unterhalb von 140 mg/dl) werden zusätzliche Untersuchungsmethoden eingesetzt. Dazu gehören beispielsweise die Erstellung eines Blutzuckertagesprofils und der orale Glukosetoleranztest (OGTT).
Zur Früherkennung dienen z. B. einfache Urin-Teststäbchen, die Eltern bei ihren Kindern selbst anwenden können. Die typische Verfärbung (positives Ergebnis) tritt auf, wenn der überschüssige Blutzucker über die Niere in den Urin abgegeben wird. Laut einer aktuellen Studie können auch bereits in den ersten Lebensjahren späterer Diabetes-Typ-1-Patienten Störungen im körpereigenen Immunsystem nachgewiesen werden. Weisen Kinder zwischen dem 9. und 24. Lebensmonat vermehrt Antikörper gegen Inselzellbetsandteile der Bauchspeicheldrüse im Blut auf, ist das Risiko sehr hoch, dass sie bis zum 10. Lebensjahr an Diabetes vom Typ 1 erkranken. Für Routineunter-
suchungen sind diese Verfahren aber noch zu aufwendig.
Wird ein Diabetes festgestellt, muss untersucht werden, ob er möglicherweise auf andere Krankheitsursachen oder Umstände zurückgeführt werden kann.
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14.09.2007, 08:12
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Therapie
Die Behandlung der Zuckerkrankheit beruht auf einer Diät, einer Insulinverabreichung und regelmäßiger ausreichender körperlicher Belastung.Die Ernährung soll vielseitig und ausgewogen sein. Diabetikerprodukte sollten nicht zur Anwendung kommen. Rohr- und Traubenzucker sind ebenfalls ungünstig. Auf ein ungefähres Verhältnis der Nahrung von 55% Kohlenhydrate, 30% Fett und 15% Eiweiß, ist zu achten. Die tägliche Nahrungsaufnahme muss auf 3 Haupt- und 3 bis 4 Zwischenmahlzeiten verteilt werden. Der Kohlenhydratanteil der einzelnen Mahlzeiten wird : Kohlenhydrateinheiten (KHE) berechnet. Dabei enthält 1 KHE ca. 10 g Kohlenhydrate oder 40 Kcal. Der Zuckergehalt der einzelnen Nahrungsmittel kann in sogenannten „Austauschtabellen“ nachgelesen werden.
Beim Diabetes ist eine Einstellung auf normale Werte des Blutzuckers sehr wichtig, um Komplikationen zu vermeiden. Die Behandlung des Typ-1-Diabetes verlangt das Ersetzen des fehlenden Insulins (Insulinsubstitution). Insuline gibt es in vielen Zubereitungsformen mit unterschiedlich langer Wirkungsdauer:
Konventionelle Insulintherapie
Der Tagesbedarf an Insulin wird bei der herkömmlichen Insulintherapie mit 2 – 3 Mischinsulin-Injektionen (morgens und abends) durchgeführt. Die Nahrungsmenge und die körperliche Aktivität werden darauf abgestimmt.
Intensivierte Insulintherapie
Die intensivierte Insulintherapie nach dem Basis-Bolus-Konzept besteht aus dem nahrungsunabhängigen Grundbedarf (Basalinsulin, meist als Langzeitinsulin) und der zusätzlich notwendigen Insulinmenge (Bolus-Insulin als schnellwirkendes Normalinsulin gegeben), die vor dem Essen gespritzt werden muss. Zur Berechnung der notwendigen Insulinmenge dient der aktuelle Blutzuckerwert, die vorgesehene Nahrungsmenge unter Berücksichtigung der geplanten körperlichen Aktivität. Die intensivierte Behandlung führt zu einer besseren Einstellung der Blutzuckers, ist für den Patienten aber aufwendiger, weil er den Blutzucker häufiger messen und häufiger Insulin spritzen muss. Nicht für jeden Patienten ist diese Form der Behandlung geeignet. Erst ab einem Alter von 12 Jahren ist sie anwendbar.
Insulinpumpentherapie
Eine weitere Form der Insulin-Behandlung besteht in der Einpflanzung einer kleinen Pumpe unter die Haut, welche die jeweils benötigte Insulinmenge automatisch in das Blut abgibt (Insulinpumpentherapie). Alternativ wird die Pumpe am Körper getragen, das Insulin gelangt über einen Schlauch (Katheter) in den Körper.
Neben den herkömmlichen Insulin-Medikamenten mit unterschiedlich langer Wirkdauer (Normalinsulin, Verzögerungsinsulin, Langzeitinsuline und Mischinsuline) werden auch gentechnisch hergestellte Insulin-ähnliche (Insulin-Analoga) Medikamente eingesetzt. Sie wirken wie die Normalinsuline, ihre Wirkung tritt aber schneller ein, so dass sie für den Patienten flexibler zu handhaben sind.
Im allgemeinen geht die Insulintherapie mit einer leichten Gewichtszunahme einher. Die gefährlichste Nebenwirkung ist die Auslösung von schweren Unterzuckerungszuständen (Hypoglykämien,Schock).
Zur Überwachung der korrekten Langzeiteinstellung der Blutzuckerwerte (Blutzuckerkontrolle) werden verschiedene Blutbestandteile untersucht. Hierzu zählt z.B. das gezuckerte (glykosylierte) Hämoglobin A1C (HbA 1C).
Schon zu Beginn der Erkrankung muss eine “Diabetikerschulung” erfolgen. Hier werden alle notwendigen Informationen über die Erkrankung und ihre Behandlung vermittelt. Betroffene und Angehörige lernen neben Sofortmaßnahmen bei Unterzuckerung Wichtiges zur idealen Diabetiker-Ernährung – auch beim Sport und auf Reisen – sowie z. B. den „Umgang“ mit den Kohlenhydrateinheiten (KHE).
Beim Diabetes vom Typ-2 erfolgt die Therapie nach einem Stufenplan. Dabei wird zuerst versucht, den Patienten zu körperlicher Aktivität und einer Gewichtsabnahme anzuhalten. In Verbindung mit einer speziellen Diabetes-Diät wird in vielen Fällen schon dadurch eine Normalisierung des Blutzuckers erreicht. Lässt sich der Patient nicht motivieren oder fruchten diese Maßnahmen aus anderen Gründen nicht, beginnt die medikamentöse Therapie. Anfänglich werden oral einzunehmende Medikament (orale Antidiabetika) eingesetzt. Zu diesen Medikamenten gehören die sogenannten Resorptionsverzögerer, Sulfonylharnstoffe, Biguanide und Insulinsensitizer. Führt die Behandlung mit diesen oralen Präparaten – möglicherweise auch mit mehreren gleichzeitig – nicht zur Normalisierung der Zuckerwerte, wird Insulin eingesetzt.
Wie schon erwähnt, ist für das weitere Patientenschicksal auch die Behandlung eines begleitenden Bluthochdrucks oder einer Fettstoffwechselstörung sowie die Vorbeugung und Behandlung der zahlreichen Spät- und Folgeschäden wichtig.
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14.09.2007, 08:13
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Vorsorge
Blutzuckerkontrollen beim Arzt können einen Diabetes frühzeitig entdecken. Durch rechtzeitige Behandlung können Spätschäden vermieden werden. Bei gesunder Lebensführung und guter Therapie kann der Diabetiker heutzutage ein weitgehend normales Leben führen.
Erste Hilfe
Insulinmangel, ungenügende Zufuhr vom Insulin oder ein erhöhter Bedarf an Insulin (z.B. durch einen Infekt, Diätfehler) können ein Koma (Coma diabetikum) auslösen. Dann sollte so schnell wie möglich ein Arzt gerufen werde. Der Patient wird auf die Intensivstation gebracht. Atmung, Kreislauf und der Wasser- und Elektrolythaushalt werden überprüft. Je nach den Werten des Blutzuckers erhält der Kranke vom Arzt Insulin mit oder ohne Glukose.
Erhöhte Insulindosen, verminderte Nahrungsaufnahme oder hohe körperliche Belastung können zum „Schock“ führen, welcher durch sehr niedrige Blutzuckerwerte/Hypoglykämie) hervorgerufen wird.
Quelle: http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvk...id=9&nodeid=28
Geändert von Caro (14.09.2007 um 08:23 Uhr).
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21.10.2007, 18:43
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Diabetes Typ 1: Forscher testen Impfstoff
Diabetes Typ 1: Forscher testen Impfstoff
München (ddp). Die Diagnose Diabetes hat ernste Konsequenzen. Betroffene, die unter dem Typ 1 der Zuckerkrankheit leiden, müssen häufig ihr ganzes Leben lang Insulin spritzen und strenge Diätpläne einhalten. Forschern ist es nun möglicherweise gelungen, einen Impfstoff zu entwickeln. Das Serum soll im Rahmen einer Studie bei Kindern mit sehr hohem Diabetesrisiko getestet werden, wie das Institut für Diabetesforschung in München mitteilt. Dafür werden noch Probanden gesucht. Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem die Insulin produzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört. Eine solche Autoimmunreaktion kann meist bereits Jahre vor Ausbruch der Erkrankung durch den Nachweis von Diabetes-Antikörpern im Blut erkannt werden. Insulin ist dabei eines der Antigene, gegen die Betroffene - vor allem Kinder - Antikörper entwickeln. Bei der Studie soll durch vorbeugende Insulin-Behandlung bei Kindern mit sehr hohem Diabetesrisiko bereits die Entwicklung von Diabetes-Antikörpern verhindert werden. Die Probanden nehmen Insulin als Pulver mit der Nahrung oder als Spray über die Nase ein, zunächst täglich, dann zweimal pro Woche. Das Insulin dient dabei allerdings nicht zur Senkung des Blutzuckers. Vielmehr soll es das Immunsystem stimulieren und eine schützende Immunantwort gegen Insulin provozieren. Der destruktiven Immunreaktion, die im Vorfeld einer Typ-1-Diabeteserkrankung auftritt und die Beta-Zellen zerstört, könne man so zuvorkommen, heißt es. Für ein erstes mehrmonatiges und deutschlandweites Risiko-Screening suchen die Forscher noch Kinder im Alter von zwei bis sieben Jahren mit hohem Diabetesrisiko. Gleichzeitig dürfen sie noch keine Anzeichen einer Autoimmunreaktion zeigen, also noch keine Diabetes-Antikörper gebildet haben. Das Risiko an Typ-1-Diabetes zu erkranken ist etwa besonders hoch, wenn mehrere erstgradige Verwandte (Vater, Mutter oder Geschwister) an Typ-1-Diabetes erkrankt sind. Alle Untersuchungen sind kostenlos und können bei einem beliebigen Kinderarzt erfolgen. Teilnehmen werden insgesamt 40 Kinder, 16 davon in Deutschland. Weitere Studienzentren gibt es in den USA, in England, der Schweiz, Österreich und Italien. Interessierte erhalten beim Institut für Diabetesforschung (Tel.: 0800/3383339 oder E-Mail: prevent.diabetes@lrz.unimuenchen.de) nähere Informationen und Studienmaterial.
Quelle: Netdoktor
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31.10.2007, 16:58
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Sorgfältige Fußpflege hilft vorbeugen
Sorgfältige Fußpflege hilft vorbeugen
Schon feinste Risse und kleinste Verletzungen können beim Diabetiker schwer heilende Wunden und Geschwüre zur Folge haben. Diabetiker sollten daher regelmäßig ihre Füße auf Verletzungen hin überprüfen und Wert auf eine sorgfältige Fußpflege legen. Bei der Fußkontrolle ist ein Handspiegel hilfreich. Für Menschen mit Bewegungseinschränkung gibt es spezielle Teleskopspiegel zur Fußkontrolle, die in Apotheken oder im Sanitätshaus erhältlich sind.
Da bei Diabetikern auch die Immunabwehr beeinträchtigt ist, sind sie anfälliger für Pilzinfektionen. Sie sollten daher immer auf saubere, trockene und warme Füße achten. Ein medizinischer Fußpfleger kann ein für Diabetiker geeignetes Produkt empfehlen, das auf die speziellen Bedürfnisse der Haut abgestimmt ist.
quelle:gesundheitswerkstatt
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angie
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03.04.2009, 21:38
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Diabetes: Mehr Augenmerk auf die Gefäße!
Diabetes: Mehr Augenmerk auf die Gefäße!
(03.04.2009)
Bei Diabetes-Patienten sollten Ärztinnen und Ärzte der Gefäßgesundheit ganz besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen, fordert die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG). Die Organisation spricht sich in einer aktuellen Stellungnahme dafür aus, dass Menschen mit der Stoffwechselerkrankung regelmäßig auf Anzeichen einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) untersucht werden. Dabei handelt es sich um eine Durchblutungsstörung in den Beinen, die bei Diabetes-Patienten mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auftritt und mit einem gesteigerten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einhergeht.
Hintergrund für den Appell der DDG ist eine deutsche Studie, die sich mit den Zusammenhängen von Diabetes und pAVK befasst hat. Im Rahmen dieses Projekts wurden 6.889 Personen ab einem Alter von 65 Jahren über einen Zeitraum von fünf Jahren untersucht: Das erschreckende Ergebnis: Lagen Diabetes mellitus und pAVK gemeinsam vor, war das Sterberisiko im Vergleich zu gesunden Menschen um das Dreifache erhöht. "Ärzte müssen Menschen mit Diabetes und pAVK als Hochrisiko-Patienten behandeln", zeigt sich die Fachgesellschaft überzeugt.
Einfach und sicher Gewissheit erlangen
Die Experten fordern, dass alle Patientinnen und Patienten mit der Stoffwechselkrankheit routinemäßig auf pAVK untersucht werden. Zur Diagnostizierung der Verschlusskrankheit liegen nach Angaben der DDG durchaus einfache und sichere Methoden vor: Etwa die Erhebung des sogenannten Knöchel-Arm-Index (ABI): Hierbei misst der Arzt oder die Ärztin den Blutdruck knapp oberhalb des Fußgelenks und teilt diesen Wert durch den am Oberarm ermittelten Blutdruckwert.
Liegt der Knöchel-Arm-Index unter 0,9, so gilt dies als Hinweis auf eine Durchblutungsstörung der Beine. Ohne gezielte Untersuchung kann eine solche Störung lange Zeit unbemerkt bleiben, da Schmerzen oft erst zu einem späteren Zeitpunkt auftreten. Wird sie jedoch frühzeitig erkannt, können auch Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko verringert werden, hebt die deutsche Gesellschaft hervor.
ks/ta
Quellen: Deutsche Diabetes Gesellschaft; idw-online.de
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