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Alt 02.10.2007, 13:36
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Standard Heuschnupfen (Pollenallergie)

Heuschnupfen (Pollenallergie)


Allgemeines


Der Heuschnupfen ist eine Allergie auf oft schon kleinste Mengen bestimmter Pflanzenpollen (Inhalationsallergene). Er ist saisonabhängig, d. h. in der Blütezeit dieser Pflanzen kommt es zu Niesen, Schnupfen, behinderter Nasenatmung und juckenden Augen. Etwa 11 Millionen Menschen , darunter viele Kinder, sind in Deutschland betroffen – mit steigender Tendenz. Bereits jedes 6. Kind reagiert auf Baum-, Kräuter- oder Gräserpollen allergisch.

Detaillierte Informationen zur jeweiligen Pollensaison finden Sie in unserem Pollenflugkalender.

Geändert von Nancy (11.03.2008 um 23:01 Uhr).
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  #2  
Alt 02.10.2007, 13:36
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Ursachen


Die Ursache des Heuschnupfens ist eine Überreaktion des Körpers auf bestimmte Blüten-, Baum- und Gräserpollen. Diese Stoffe (Allergene) werden vom Körper fälschlicherweise als „Feinde" erkannt.

Kommt ein Allergie-Risikopatient erstmals mit dem Allergen in Kontakt, so beginnen Abwehrzellen (B-Lymphozyten) sofort mit der Produktion einer bestimmten Art von Abwehrstoffen (Antikörper), dem Immunglobulin E (IgE), und zwar spezieller IgE-Antikörper, die genau auf die Struktur des Allergens passen und sich daran binden. Bei einem erneuten Kontakt mit dem gleichen Allergen führen die Antikörper zur Freisetzung großer Mengen an Entzündungsstoffen, vor allem Histamin. Es kommt zu häufigem Niesen. Die Nasenschleimhaut schwillt an und bildet vermehrt Flüssigkeit. Bei den meisten Patienten reagiert auch die Bindehaut mit.

Krankheitsbild


Nach dem Kontakt mit den Pollen kommt es zu häufigem Niesen, durch die Schwellung der Nasenschleimhaut, zur Behinderung der Nasenatmung (verstopfte Nase) und zu Fließ- oder Stockschnupfen. Bei den meisten Patienten sind gleichzeitig auch die Augen gerötet, tränen und jucken. Die Betroffenen fühlen sich müde und abgeschlagen, häufig bestehen Kopfschmerzen. In einigen Fällen ist die Temperatur leicht erhöht. Die Beschwerden treten in der Regel im Frühjahr auf (Hoch-Zeit Mai und Juni) und sind eng an die Blütezeit der allergisierenden Pflanzen gebunden.

Geändert von Nancy (11.03.2008 um 23:01 Uhr).
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  #3  
Alt 02.10.2007, 13:37
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Auswirkungen


Das schlechte Allgemeinbefinden kann die Konzentrations- und Arbeitsfähigkeit vermindern. Bei Kindern ist die schulische Leistungsfähigkeit eingeschränkt, es kann zu vermehrter körperlicher Unruhe kommen.
Bei etwa einem Fünftel aller Patienten entwickelt sich im weiteren Verlauf ein allergisches Asthma bronchiale.

Erkennung


Die Diagnose kann schon anhand des typischen Beschwerdebildes gestellt werden. Blutuntersuchungen bestätigen den Verdacht auf eine allergische Reaktion. In der Blutuntersuchung kann die Gruppe des auslösenden Allergens eingegrenzt werden.

Zur genauen Abklärung, welche Pollen-Art den Heuschnupfen auslöst, ist ein so genannter Pricktest erforderlich. Bei diesem Test werden verschiedene in Wasser gelöste Pollen-Arten durch einen kleinen Kratzer in die Haut an der Innenseite des Unterarmes gebracht. Ausdruck einer sensiblen Reaktion ist eine Schwellung, Rötung und Juckreiz an dieser Stelle, die der Kinder- & Jugendarzt nach 15-20 Minuten feststellen kann.

Das Ergebnis kann durch den "Allergen-Provokationstest" bestätigt werden. Für diesen Test inhaliert der Patient unter ärztlicher Aufsicht das verdächtigte Allergen. Dabei können über einen Lungenfunktionstest und subjektive Beschwerden die Reaktionen gemessen werden.



Geändert von Nancy (11.03.2008 um 23:02 Uhr).
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  #4  
Alt 02.10.2007, 13:39
Caro Caro ist offline
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Therapie


Die Beschwerden lassen sich durch Medikamente meist gut in den Griff bekommen. Antiallergische Arzneimittel (sog. Antihistaminika) hemmen die allergische Reaktion rasch und zuverlässig. Bei leichten Beschwerden ist eine örtliche Anwendung als Nasenspray oder Augentropfen günstig, da es bei der Einnahme von Tabletten zu Müdigkeit kommen – wobei hier zwischen den einzelnen Präparaten erhebliche Unterschiede bestehen.

Bei stark behinderter Nasenatmung kann die kurzfristige Anwendung von abschwellenden Nasensprays sinnvoll sein. Eine langfristige Anwendung über mehrere Wochen ist ungünstig, da sich dann beim Absetzen automatisch erneut eine Schwellung der Nasenschleimhaut entwickelt, die das Weglassen des Sprays erschwert.

Cromogylcinsäure – ein Medikament, das als Spray oder Tropfen angewandt wird – hat den Vorteil einer ausgezeichneten Verträglichkeit, allerdings den Nachteil, dass es nur vorbeugend wirkt. Es muss vor dem Einsetzen der Beschwerden angewandt werden, um einen ausreichenden Effekt zu erzielen.

In einigen Fällen, insbesondere wenn der Betroffene nur auf wenige Pollen-Arten allergisch ist, kann eine so genannte Hyposensibilisierung in Betracht gezogen werden.

Über alle Möglichkeiten informiert Sie Ihr Kinder- und Jugendarzt.

Vorsorge


Die wichtigste Maßnahme ist das Meiden des Pollen. In welchen Monaten die betreffenden Pflanzen blühen, kann man in Pollenflugkalendern nachlesen. Von Bedeutung sind auch die Witterungsverhältnisse. Generell gilt, dass die Pollen bei trockenem, warmem Wetter mit Wind am besten fliegt.
Auf dem Land ist die Pollenkonzentration am Morgen am höchsten, in der Stadt am Abend. In dieser Zeit sollten auf jeden Fall Türen und Fenster geschlossen sein. Räume und Möbel sollten täglich feucht abgewischt werden. Tagsüber getragene Kleidung sollten Sie nicht im Schlafzimmer wechseln oder hinlegen. Es empfiehlt sich auch vor dem Zubett gehen die Haare zu waschen. Ganz dem Pollen entgehen kann man, wenn man in dieser Zeit Urlaub in einer pollenarmen Region macht, z. B. am Meer oder im Hochgebirge.

Wichtiger Hinweis


Pollenallergiker reagieren auch auf bestimmte Pflanzen allergisch. Aus diesem Grund muss bei bestimmten Lebensmittel aufgepasst werden:
Baumpollen-Allergiker:
Äpfel, Birnen, Aprikosen, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Tomaten, Erdnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Paranüsse, Walnüsse
Gräser- und Getreidepollen-Allergiker:
Bohnen, Linsen, Erbsen, Soja, Erdnüsse, Getreidekörner und -mehle
Kräuterpollen-Allergiker:
Currygewürze, Kümmel, Anis, Petersilie, Dill, Fenchel, Kamille

Übersicht Kreuzallergien

Ein Notfallset gehört in die ständige Ausrüstung eines jeden Allergikers. Das Notfallset enthält ein Corticosteroid, ein Antihistaminikum und Adrenalin zur Selbstinjektion. Sprechen Sie hierüber mit Ihrem Kinder- und Jugendarzt.

Geändert von Nancy (11.03.2008 um 23:02 Uhr).
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  #5  
Alt 02.10.2007, 13:40
Caro Caro ist offline
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Heuschnupfen (Pollenallergie)


Häufige Fragen


Was sind Blütenpollen?
Pollen sind die befruchtenden Elemente der blühenden Pflanzen. Sie werden von Blumen, Gräsern, Kräutern, Sträuchern und Bäumen gebildet und sind pulverartige, gelbliche und mikroskopische kleine Körnchen. Sie können Auslöser von Allergien sein, die sich z. B. in Form eines Heuschnupfens äußern.

Nimmt die Häufigkeit des Heuschnupfens zu?
Ja, zahlreiche Studien konnten nachweisen, dass der Heuschnupfen insbesondere bei Kinder immer häufiger wird. Derzeit haben rund 18% der Kinder im Alter zwischen 9 und 10 Jahren einen Heuschnupfen.

Kann der Heuschnupfen auch von allein verschwinden?
Das ist durchaus möglich. Generell gilt, dass die Intensität des Heuschnupfens mit zunehmendem Alter nachlässt. Manche Patienten entwickeln aber auch erst im Erwachsenenalter einen Heuschnupfen.

Quelle: http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvk...=108&nodeid=59
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