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Alt 23.11.2007, 18:15
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
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Standard Allergie gegen Hausstaubmilben

Allergie gegen Hausstaubmilben

Allgemeines

Eine Hausstaubmilbenallergie wird nicht durch die Milben selbst, sondern durch das Einatmen ihres (im Hausstaub mit enthaltenen) Kotes ausgelöst. Man spricht auch von einer inhala-tiven Allergie. Die auslösenden Allergene befinden sich zwar auch (in geringerer Menge) im Inneren der Milbenkörper, hauptsächlich aber im Milbenkot. Im Folgenden soll aber der Ein-fachheit halber von einer Allergie gegen Hausstaubmilben die Rede sein. Milben sind weltweit verbreitet und zählen zur Gruppe der Spinnentiere. Die bei uns relevan-ten Arten sind Dermatophagoides pteronyssinus (europäische Milbe) und Dermatophagoides farinae (amerikanische Milbe). Mit bloßem Auge sind die 0,1 bis 0,5 mm großen Tierchen nicht zu sehen. Die Tiere selbst sind harmlos, sie können weder stechen noch beißen und ü-bertragen keine Krankheiten. Sie leben natürlicherweise im Hausstaub und ernähren sich hauptsächlich von Hautschuppen, Schimmelpilzen und Bestandteilen aus Mehlprodukten. Die Lebensspanne einer Hausstaubmilbe beträgt etwa 2-4 Monate. In dieser Zeit bildet sie unge-fähr das 200-fache ihres Gewichtes an Exkrementen. Milben gibt es generell in jedem Haus-halt, sie sind kein Anzeichen für mangelnde Hygiene.
Ein Mensch verliert jeden Tag 1-2 Gramm Hautschuppen - den Großteil dort, wo er sich hauptsächlich aufhält. Diese Menge reicht aus, um 1,5 Millionen Hausstaubmilben einen Tag lang zu ernähren. Daher sammeln sich in Matratzen und Polstermöbeln, wo der Körperkontakt besonders intensiv ist, aber auch in Teppichen, in denen Staub gut hängen bleibt, besonders viele Milben an. In höheren Regionen (über 1500 Metern), Wüsten oder der Antarktis sind Milben aufgrund der für sie ungünstigen Umweltbedingungen nicht oder kaum anzutreffen. Optimale Lebensbedingungen für die Tiere entstehen bei einer Zimmertemperatur ab 25 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 65-80%. Dementsprechend liegt ihre Hauptvermehrungszeit hier zulande zwischen Mai und Oktober. Sinkt mit Beginn der Heizperiode im Spätherbst die Luftfeuchtigkeit ab, stirbt ein Großteil der Milben ab und verursacht dadurch - angehäufter Kot plus zusätzlich freiwerdende Allergenen aus dem Körperinneren der Milben - einen Be-schwerdehöhepunkt für Allergiker.

quelle:http://www.lungenaerzte-im-netz.de
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Alt 18.04.2008, 13:58
Benutzerbild von angelika
angelika angelika ist offline
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Registriert seit: 08.02.2006
Ort: rotterdam und wien
Beiträge: 7.502
Standard Kampf gegen Milben aussichtslos

Kampf gegen Milben aussichtslos Eine Überblicksstudie zeigt, dass die üblichen Verfahren zur Bekämpfung von Hausstaubmilben mehr oder weniger sinnlos sind. Sie reichen nicht aus, um Asthmaanfälle zu verhindern.

"Wir können mit Gewissheit feststellen, dass es keinen Grund gibt, teure Staubsauger oder Matratzenbezüge zu kaufen oder chemische Mittel gegen Hausstaubmilben einzusetzen, denn diese Methoden funktionieren nicht", bilanziert Peter Gotzsche, der Leiter des Nordic Cochrane Center in Kopenhagen.

Wirkung da, aber zu geringGotzsche wertete 54 Studien aus, die verschiedene Verfahren prüften, die die Belastung senken sollen: Dazu zählten etwa Chemikalien zum Abtöten der Milben, Milben-undurchlässige Bettbezüge, Spezialstaubsauger, häufiges Waschen oder das Entfernen von Spielzeug, Pflanzen und Möbeln aus der Wohnung.

Zwar verringerten manche Vorgehensweisen die Menge der Allergene um über 50 Prozent. Aber selbst eine 90-prozentige Reduzierung der Belastung würde laut Götzsche nicht ausreichen. "Die Allergenmenge ist in den meisten Wohnungen so groß, dass die Rückstände nach der Behandlung noch immer ausreichen, um Asthmaanfälle auszulösen", betont der Forscher.

Kritik an aktuellen Empfehlungen Gotzsche kritisiert in seiner Studie die US-Behörden, die in ihren Empfehlungen des Jahres 2007 noch zu speziellen Bettbezügen und häufigem Waschen raten.

"Empfehlungen sollten die Fakten widerspiegeln", betont er. "Es mag schwierig sein zuzugeben, dass wir eigentlich nichts tun können, aber es gibt keine Hinweise, die die Empfehlungen stützen." Die Studie ist in der "Cochrane Database of Systematic Reviews" erschienen (Bd. 2/08, Art. CD001187).
__________________
Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,

als der Weg von der Erde zum Mond.
angie
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