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Alt 23.11.2007, 18:19
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
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Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard Apnoe, Schlaf-

Apnoe, Schlaf-

Allgemeines & Häufigkeit

Schnarchen
Schnarchen ist eine Volkskrankheit. Während im Alter von unter 20 Jahren weniger als jeder Zehnte schnarcht, sind ab dem 65. Lebensjahr 40 bis 50% der Menschen betroffen. Das so genannte primäre oder einfache Schnarchen ist durch laute Atemgeräusche, die in den oberen Atemwegen entstehen, gekennzeichnet. Es stellt an sich keine Gefahr für die Gesundheit dar und muss deswegen in den meisten Fällen nicht behandelt werden. Unregelmäßiges, lautes Schnarchen jedoch ist nicht nur eine lästige Eigenschaft, sondern kann zudem auf ernst zu nehmende Atmungsstörungen hinweisen.
Schlafapnoe-Syndrom
Etwa 2 bis 3% der erwachsenen Bevölkerung leidet am so genannten Schlafapnoe-Syndrom. Mit steigendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, eine Schlafapnoe zu bekommen, wobei vor allem Männer betroffen sind. Schlafapnoe bedeutet übersetzt „Atemstillstand im Schlaf“. Bei einer Schlafapnoe sind die Atemwege der Betroffenen so verengt, dass die Atmung nicht nur deutlich erschwert ist, sondern sogar vollständig aussetzt. Das Schnarchen kann in manchen Fällen eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel erreichen, was in etwa der Lautstärke eines Presslufthammers entspricht. Die typischen Geräusche des Schnarchens, bei denen sich Atempausen mit heftigem Luftschnappen abwechseln, geben das Aus- und Einsetzen der Atmung akustisch wider. Bei der Schlafapnoe unterscheidet man zwischen einer obstruktiven und einer zentralen Apnoe.

Obstruktive Schlafapnoe
Vor allem Männer höheren Alters leiden an der obstruktiven Schlafapnoe. So sind etwa 20% der 40- bis 60-Jährigen und bis zu 60% der 65- bis 70-jährigen Männer betroffen. Frauen bleiben auf Grund einer anderen Anatomie im Halsbereich meist bis zur Menopause verschont. Danach sinken die Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Zentrale Schlafapnoe
Die Wahrscheinlichkeit, an zentraler Schlafapnoe zu leiden, nimmt mit steigendem Alter zu. Jeder Vierte der über 60-Jährigen leidet unter schlafbezogenen Atmungsstörungen. Sie sind meist eine Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
quelle:http://www.lungenaerzte-im-netz.de
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  #2  
Alt 24.11.2007, 12:09
Benutzerbild von hspeine
hspeine hspeine ist offline
Forenfrischling
 
Registriert seit: 02.06.2007
Ort: Peine
Beiträge: 68
Standard Schlafapnoe bei Kindern

Nicht nur Erwachsene ,auch Kinder können Schlafapnoe haben.
Hierzu passt folgende Information des Vdk Fachverband Schlafapnoe:
Das seit 1992 bestehende Apoldaer Zentrum behandelt jährlich etwa 500 schlafgestörte Kinder und 750 Erwachsene. Das Schlaf-Apnoe-Syndrom sei deshalb so tückisch, weil die plötzlichen Atempausen ständige Weckreize auslösten, erklärte Zwacka. "Betroffene Patienten kommen nicht in den Tiefschlaf, finden durch den Schlaf also keine Erholung ." Die ständige "Atmungsarbeit" sei mit erhöhter Belastung von Herz und Kreislauf verbunden.

Kinder reagieren nach Erfahrung des Apoldaer Mediziners häufig durch Verhaltensauffälligkeiten. "Typische Folgen sind Hyperaktivität. Sie können sich nicht konzentrieren, sind zappelig und voller Unrast ", erläuterte Zwacka. Sie litten tagsüber außerdem oftmals unter Erschöpfungszuständen. Von erwachsenen Schlaf-Patienten bekannte körperliche Begleiterscheinungen wie Bluthochdruck oder Kopfschmerzen seien auch bei Kindern zu finden.

Atemstörungen bei Nachtschlaf spielen nach Einschätzung des Wissenschaftlers vermutlich auch beim plötzlichen Kindstod eine Rolle. Der Schlaftod von Säuglingen ohne erkennbare körperliche Ursache ist in der Bundesrepublik nach wie vor Todesursache Nummer eins bei Kindern bis zum ersten Lebensjahr.

Im Schlafmedizinischen Zentrum Apolda werden Säuglinge dieser Altersgruppe spezifisch auf ein Risiko für den plötzlichen Kindstod untersucht. Für die ambulante Untersuchung nutzen die Mediziner die normale Schlafphase der Säuglinge. Über Elektroden am Körper untersuchen sie unter anderem Herzfrequenz, Atmungsverhalten, Augenbewegungen, Muskelaktivität und Hirnströme, Computer zeichnen die Ergebnisse auf.
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