Forschergruppe aus Schwerbehinderten im Robert-Koch-Institut
Seit kurzem gibt es im Robert Koch-Institut eine Forschergruppe aus Schwerbehinderten, die sich mit der durch Zecken übertragenen Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) befasst.
Sie ist eine der ersten so genannten Integrationsabteilungen in Berlin. „Schwerbehinderte Menschen sind im Berufsleben überaus engagiert, kompetent und kreativ", betont Jörg Hacker, Präsident des RKI.
Ziel des Integrationsprojektes ist die Weiterqualifikation der Schwerbehinderten, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Finanziert werden die Arbeitsplätze für zwei Jahre aus dem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierten Programm "Job 4000", aus Mitteln der so genannten Ausgleichsabgabe und vom Robert Koch-Institut (RKI).
Die neue FSME-Gruppe besteht aus einem promovierten Wissenschaftler, zwei Wissenschaftlern, die ihre Promotionsarbeit anfertigen, sowie einer Biologielaborantin und ist am nationalen Konsiliarlabor für FSME angesiedelt.
Die vor allem in Süddeutschland vorkommende FSME ist eine
Hirnhaut- oder Gehirnentzündung. Sie wird von Viren verursacht, die durch Zecken übertragen werden. Die behinderten Wissenschaftler werden die labordiagnostischen Verfahren weiterentwickeln und Zecken sowie Haus- und Wildtiere nach Spuren von FSME-Viren untersuchen.
Dies soll vor allem in Gebieten geschehen, in denen es einzelne FSME-Fälle gab, die aber noch nicht als Risikogebiete eingestuft wurden. "Damit könnte sich das Infektionsrisiko besser beurteilen lassen", erwartet Matthias Niedrig, Leiter des FSME-Konsiliarlabors.
Von 2005 bis 2007 beteiligte sich das RKI an dem vom Paul-Ehrlich-Institut koordinierten Projektverbund "Vieles ist möglich - Tandempartner in der Wissenschaft". Beim klassischen Tandem-Modell bilden schwerbehinderte Wissenschaftler mit nicht behinderten Forschern oder technischen Assistenten ein sich ergänzendes Team. Das Tandemprojekt wurde im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL gefördert.
REHACARE.de; Quelle: Robert Koch-Institut
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Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,
als der Weg von der Erde zum Mond.
angie
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