| Der Weg in die Selbständigkeit ... Erfahrungsberichte, Diskussionen usw. |

23.06.2006, 21:05
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 01.08.2005
|
|
Grillen mit 9 Behinderten
wir hatten einen wunderschönen Abend.Wir haben mit unserer Gastgruppe heute den Grillabend gemacht.Unsere Gastgruppe ist aus Mannheim und hat eine Woche Urlaub bei uns gemacht.Die Gruppe ist im Alter zwischen 20 und 46 Jahren.Die meisten waren Geistigbehindert aber alle leben selbständig ,sie haben alle eigene Wohnungen manche auch in einer zweier Gruppe.Zweimal die Woche werden sie von den Betreuer besucht der alles wichtige mit ihnen durchspricht,es waren zwei Betreuer dabei und sie haben sich alle bei uns sehr wohl gefühlt.Wir sind heute Abend noch ins Gespräch gekommen auch was sie Verdienen und von was sie Leben.
Welche 20 Jahre in der Werkstatt sind bekommen zu ihrer Grundsicherungsrente noch die Erwerbsminderungsrente sowie ihren Arbeistlohn wenn sie weiter in der Werkstatt arbeiten.Die Miete wird zum grösten Teil von der Diakonie bezahlt,die auch der Träger der Werkstatt ist.
Die Betreuer waren sehr liebevoll mit den Behinderten man merkte bei jeden Wort die Achtung die sie sich gegenseitig entgegengebracht haben heraus.Auch die gesammte Woche herschte die Fröhlichkeit vor.Alle haben diese Woche genossen und freuen sich auf ein wiederkommen .Alle die dort in der Werkstatt arbeiten und selbständig wohnen habe alle zwei Jahre Gelegenheit solch einen Urlaub mitzumachen.
Schön fand ich das sie gefördert werden selbstständig auserhalb einer Wohnstätte zu leben.das sie ein wirklich selbstbestimmtes Leben leben.Im Gespräch wurde auch klar das es bei den einen oder anderen nicht unbedingt abzusehen war das sie so weit selbständig werden dies auch zu können.
Für uns die wir auch Kinder haben ist es ein beruhigendes Gefühl zu sehen das die Entwicklung immer weiter geht,und gerade nach solch einen Abend sage ich gebt nicht die Hoffnung auf,das Eure Kinder auch so weit kommen.
Viel dazu beitragen kann eine liebevolle Werkstatt ,ein Elternhaus das fördert und nicht behindert.Ein Umfeld das die Kids anniemt.Auch Wohnheime wenn sie als Sprungbrett zu einen selbständigen leben dienen.
Wichtig wäre es meiner Meinung mehr Wg für behinderte zu schaffen so das immer zwei zusammen wohnen wie wir ja auch mit Björn und Sieggi machen.So wie es Wg für Jugendliche gibt sollte jede Stadt auch Wg für Behinderte haben
|

24.06.2006, 00:06
|
|
Liebe evma,
danke für diesen Beitrag, einfach toll!
Du sprichst mir aus der Seele.
LG
Nancy
|

24.06.2006, 09:25
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 28.03.2005
|
|
Liebe Evma,
das war eine schöne Botschaft ... wie oft mache ich mir darüber Gedanken, was sein wird, wenn wir Eltern nicht mehr sind ...
Man müsste den Vermietern dieses Thema näher bringen. Ich glaube, viele schrecken davor zurück, weil sie nicht wissen, wie sie mit Behinderten umgehen sollen - sicher sind auch viele Vorurteile bei den Vermietern abzubauen.
Sicher könnten da öffentliche Wohnungsbaugesellschaften mit gutem Beispiel vorangehen. Der Bedarf an mehr Wohnungen, die z. B. auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nutzbar sind, ist definitiv da. Es gibt zu wenig Wohnungsangebote ...
Danke für Deinen Bericht
LG
Mary
__________________
... schön Dich zu lesen  ...
Hiermit untersage ich ausdrücklich aus datenschutzrechtlichen Gründen, mich als Kontakt in Netzwerken wie Facebook anzugeben! Bitte wahrt meine Persönlichkeitsrechte und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich z. B. den Artikel "Krake Facebook"
Und wen Öko-Themen interessieren, hier meine neue Lieblingsseite - ganz frisch auf'm Markt: SymBioZone
|

24.06.2006, 17:43
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 01.08.2005
|
|
das nahe bringen könnte man als projekt starten.ideen sammeln wie man vermieter anspricht.danach zeitungen ansprechen,und von solchen wg berichten.wir selbst haben ja unsere ferienwohnungen und werden im laufe der jahre immer mehr als wg für behinderte einrichten.so das immer zwei bis drei zusammen wohnen können.und in einer wg kommt ein betreuer der eine eigene wg hat bzw das der betreuer der gerade dienst hat sein reich hat.weil wenn alles fertig ist bis in etwa 10 jahren können wir ca 75 behinderte eigenständiges wohnen ermöglichen.und dann ist es angebracht das ein betreuer vor ort wohnt.so das diese falls etwas ist einen ansprechpartner haben.aber wie gesagt bis wir so weit sind alles umgestellt zu haben wird es etwa 10 jahre dauern.falls ich solange noch etwas sehen kann.wenn die sehkraft früher nachläst was ich nicht hoffe wird es früher werden.aber so sieht unser traum für die zukunft aus
|

24.06.2006, 19:30
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 28.03.2005
|
|
liebe eva,
ein schöner traum
deine idee - gezielt ein projekt daraus zu machen und die vermieter anzusprechen finde ich klasse. vielleicht könnten wir eine art "infobroschüre" oder eine art "datenbank" zusammenstellen, mit der vermieter über die ersten wichtigen informiert werden können und auch weitere ansprechpartner finden für förderungen, umbau usw.
außerdem wären erfahrungen von vermietern nicht schlecht: wenn man sieht, andere machen gute erfahrungen, werden hemmschwellen und ängste vielleicht herabgesetzt.
also ich glaube da könnte ein entsprechendes projekt sicher gut helfen. das sollten wir uns wirklich mal durch den kopf gehen lassen ...
liebe knuddelgrüsse
mary
__________________
... schön Dich zu lesen  ...
Hiermit untersage ich ausdrücklich aus datenschutzrechtlichen Gründen, mich als Kontakt in Netzwerken wie Facebook anzugeben! Bitte wahrt meine Persönlichkeitsrechte und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich z. B. den Artikel "Krake Facebook"
Und wen Öko-Themen interessieren, hier meine neue Lieblingsseite - ganz frisch auf'm Markt: SymBioZone
|

24.06.2006, 19:55
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 01.08.2005
|
|
ich denke das es wirklich wichtig ist ein projekt daraus zu machen.
vor allen dingen müssen vermieter einfach verstehen lehrnen das es viel schöner ist an behinderte zu vermieten als wie an andere.und wenn man bedenkt wieviel sich ein haus bauen und wenn die architekten gleich auf behinderten gerechtes bauen aufmerksam machen.dürfte im laufe der zeit es selbstverständlich sein ,die wohnugen dementsprechend auszustatten.
mit anderen worten es müste auch genau aufgezeichnet werden welche baumassnahmen erforderlich sind.zum beispiel rollidusche.macht bei einen duscheinbau im neuen haus nur ca 30 euro unterschied im gegensatz zu einer herkömmlichen dusche,und alle anderen sachen im bad zum beispiel müssen nur so angebracht werden das ohne mühe ein rolli durchpast.ich bin davon überzeugt das wenn menschen die bauen gezieht darauf angesprochen würden das auch sie selbst alt werden und in herkömmlichen duschen eine gefahr durch den ausstieg herscht etliche die andere einbauen würden.deswegen man muß die archi gewinnen das sie es den bauherrn vorschlagen.oder küchen da gibt es einfache möglichkeiten um sie rolligerecht zu machen.beim neubau die leitungen ca 20cm tiefer legen und solange man gesund ist bzw kein behinderter dort wohnt ein zusatzstück als verbindung.daraufachten das die möbel beine haben die man entfernen kann zusatzstück raus und schon ist es auf der höhe die ein rolli braucht.
du siehst wenige dinge können viel bewirken
|

24.06.2006, 22:41
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 28.03.2005
|
|
... Du hast vollkommen Recht mit den Architekten ... und da ich weiß, dass wir hier einen Architekten haben *grins*, sollten wir die Frage ans Team stellen, ob das ein offizielles Projekt werden soll ... (ich denke, wir erhalten die Zustimmung)
Wohnen ist ja auch praktisch ein zentrales Thema für uns alle ...
LG
Mary
__________________
... schön Dich zu lesen  ...
Hiermit untersage ich ausdrücklich aus datenschutzrechtlichen Gründen, mich als Kontakt in Netzwerken wie Facebook anzugeben! Bitte wahrt meine Persönlichkeitsrechte und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich z. B. den Artikel "Krake Facebook"
Und wen Öko-Themen interessieren, hier meine neue Lieblingsseite - ganz frisch auf'm Markt: SymBioZone
|

24.06.2006, 23:11
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 01.08.2005
|
|
ich bin dafür auf jeden fall,und werde versuchen meine cousine sie ist architektin in berlin dazu zu gewinnen.
|
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Forumregeln
|
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist Aus.
|
|
|
Powered by vBulletin Version 3.5.4 (Deutsch) Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd. Content Relevant URLs by vBSEO 2.4.0

Copyright 2005 - 2011 Netzwerk behindertes Kind.de
*****
Sämtliche Inhalte dieses Forums erheben keinen journalistisch-redaktionellen Anspruch.
|