| Diskussionen Wo und wie sollte die Politik etwas ändern? Was ist gut geregelt? Vorschläge an die Politiker ... |

09.05.2007, 08:25
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Raum Darmstadt - Pflegeeltern gesucht
Häusliche Geborgenheit für behinderte Kinder
Familie statt Heim: Landeswohlfahrtsverband sucht und unterstützt verantwortungsbewusste Pflegeeltern Es gehört Mut dazu, ein körperlich oder geistig behindertes Kind oder einen Jugendlichen in Pflege zu nehmen. In Süd- und Mittelhessen – allerdings nicht in Darmstadt selbst – sind es 71 Paare mit und ohne eigenen Nachwuchs, die sich nach reiflichen Überlegungen zu diesem Schritt entschlossen haben. Sie bieten 74 Behinderten ein Zuhause. Dass es noch einige Eltern mehr werden, wünschen sich die Sozial- und Heilpädagogin Gabriele Deutenbach und ihre Kollegin, die Sozialpädagogin Judith Weiler von der Regionalverwaltung Darmstadt des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen. Denn die Zahl der behinderten Kinder und Jugendlichen, die von ihren Herkunftsfamilien nicht oder nicht ausreichend versorgt werden können, steigt langsam an. Die Gründe? Dank guter medizinischer Versorgung überleben mehr Frühgeborene – manche mit massiven Schädigungen. Andere Babys sind Opfer der Drogen- oder Alkoholsucht ihrer Eltern oder durch Misshandlungen verletzt. Für sie kommen nur ein Heim oder eine Pflegefamilie in Frage.
Gabriele Deutenbach und Judith Weiler beraten Paare, die eine solche Verantwortung übernehmen wollen. Die meisten Pflegeeltern haben allerdings schon Erfahrungen mit Behinderten gesammelt, beruflich oder im privaten Umfeld. Auffällig viele kommen aus pädagogischen oder pflegerischen Berufen. Weil nicht jedes Kind zu jeden Pflegeeltern passt, dauert die Kennenlernzeit mehrere Monate. Die Anwärter auf ein Pflegekind sollen sich ganz sicher sein, dass sie seine Behinderung und die Begleiterscheinungen tolerieren können: ständiges Sabbern, Wutausbrüche, Selbstzerstörungstendenzen, Hyperaktivität – oder Verschlossenheit. Auch lässt sich eine Verstärkung der Behinderung nie ausschließen.
Keinesfalls darf das Motiv der Pflegeeltern finanzieller Natur sein. Darauf wird bei der Auswahl der Paare durch die Sozialpädagoginnen des Landeswohlfahrtsverbandes Wert gelegt. Manche Menschen machen sich die schwere Aufgabe zum Lebensinhalt. Sie werden nicht allein gelassen, können sich in Konfliktsituationen telefonisch an Judith Weiler und Gabriele Deutenbach wenden und fachlichen Rat bei Supervisionen einholen. Der „familienentlastenden Dienst“ hilft ihnen, gelegentlich eine Auszeit vom Betreuen zu nehmen. Mit den Pflegeeltern werden die Förderziele abgestimmt: Das Kind soll im Rahmen seiner Möglichkeiten selbstständig werden. Auf Pflegefamilienseminaren, die in Bildungseinrichtungen in Herbstein und im Westerwald veranstaltet werden, lernen die Eltern andere Pflegefamilien und deren Umgang mit Konflikten kennen. Die Seminare greifen Schwerpunktthemen auf, etwa „Geistige Behinderung und Sexualität“. Während der Pubertät und beim Übergang von der Schule in eine Behindertenwerkstatt gibt es in den Familien erfahrungsgemäß die meisten Krisen.
Pflegeeltern können mit finanziellen Hilfen rechnen: Mit 395,55 Euro als pädagogische Aufwandsentschädigung, einem Grundbetrag (je nach Alter) zwischen 433 und 601 Euro, Leistungen aus der Pflegeversicherung (je nach Behinderungsgrad) und Kindergeld. Hinzu kommen Einzelleistungen.
Interessierte Familien können sich beim LWV-Hessen, Steubenplatz 16, in Darmstadt informieren. Ansprechpartnerinnen: Judith Weiler, Tel. 06151 801370, und Gabriele Deutenbach, Tel. 06151 801371.
Quelle: Echo Online
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09.05.2007, 08:27
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 28.03.2005
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Hallo,
einmal eine kritische Anmerkung: würden die Herkunftsfamilien eine solche finanzielle und supervisorische Unterstützung erfahren ... könnten sicherlich einige Kinder bei ihren eigenen Familien hervorragend betreut aufwachsen!
LG
Mary
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09.05.2007, 08:39
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Gast
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Registriert seit: 04.08.2006
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das habe ich mir auch grad gedacht  eigentlich schon fast wieder ungerecht sowohl den eltern und auch den Kindern gegenüber ..ich denke die eigene familie ist dann schon wichtiger ..aber dafür gibts nix.........
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09.05.2007, 08:52
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 28.03.2005
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Zitat:
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Zitat von vienetta
das habe ich mir auch grad gedacht  eigentlich schon fast wieder ungerecht sowohl den eltern und auch den Kindern gegenüber ..ich denke die eigene familie ist dann schon wichtiger ..aber dafür gibts nix.........
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... dafür gibt's Hürden und Kampf ... um Pflegegeld, um Hilfsmittel, um Übernahme von Therapiekosten ... das ist die Situation der leiblichen Eltern ... und schlechtere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt noch oben drauf:
Zitat:
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... Das griff die Mutter eines behinderten Kindes auf. Sie erzählte, dass häufig Angehörige von Behinderten Probleme bei der Jobsuche haben: "Sobald ein Arbeitgeber erfährt, dass ich ein behindertes Kind habe, winkt er ab. Es könnte ja sein, dass ich öfter mal zuhause bleiben muss." (Quelle: Märkische Allgemeine ... ganz unten im Beitrag)
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09.05.2007, 10:16
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Forenfrechdachs
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Registriert seit: 30.06.2006
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Eltern ermöglichen ihren Kindern das Leben, unentgeltlich,
während Pflegefamilien vergleichsweise fürstlich von der Staatskamrilla allimentiert werden.
Da ist schon manches Häuschen bei rausgesprungen.
Kindergeld erhalten beide.
siehe Pflegeversicherung, siehe.... eine Mangelhaftigkeit, keine Demokratie.
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liebe Grüsse franzja
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Deutsche Politik: Es reicht nicht, keine Ideen zu haben, man muss auch unfähig sein, diese umzusetzen.
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09.05.2007, 10:30
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Zitat:
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... dafür gibt's Hürden und Kampf ... um Pflegegeld, um Hilfsmittel, um Übernahme von Therapiekosten ... das ist die Situation der leiblichen Eltern
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Richtig, denn die Therapien, die wir mittlerweile selbst für unsere Kinder zahlen müssen, werden den Pflegefamilien aus der Staatskasse spendiert.
Im Übrigen kenne ich eine Familie, die sich an behinderten Pflegekindern (unter Pflegestufe 3 wurde dort kein Kind aufgenommen......) bereichert haben.
Kamen diese Pflegekinder in ein bestimmtes Alter, zogen sie in eine Einrichtung, damit wieder Platz geschaffen wurde für weitere, kleine behinderte Pflegekinder.
Nun ist deren Haus bezahlt, wahrscheinlich auch ein nettes, kleines Vermögen angespart, Pflegekinder sind nicht mehr nötig, die 'soziale' Einstellung dieser Pflegeeltern hat sich gelegt.
LG
Nancy
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09.05.2007, 11:02
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 28.03.2005
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Hallöchen,
da sich jetzt eine Diskussion daraus ergibt ... wäre es vielleicht gut, das Thema zu den Diskussionen zu kopieren ...
Das mache ich jetzt einfach mal ...
LG
Mary
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09.05.2007, 11:06
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Inaktiver Benutzer
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Registriert seit: 13.12.2006
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Ich selber hatte mir vor ein paar Tagen überlegt, ob ich ein Pflegekind aufnehmen sollte.
Nein, nicht, damit ich mich persönlich bereichere, sondern um wieder eine Aufgabe zu haben und einem Kind ein Zuhause zu geben.
Aber als Alleinstehende und dann noch in meinem Alter hab ich keine Chance.
Schade eigentlich.
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09.05.2007, 11:22
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 28.03.2005
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Liebe Caro,
zum Glück gibts Menschen wie Dich, Menschen, die wirklich kein Pflegekind wegen des Geldes aufnehmen würden.
Ich kenne auch eine Pflegemutter, die schwerbehinderte Kinder aufgenommen hat. Sie hat selbst ein schwer behindertes Kind und machte das auch nicht wegen des Geldes, sondern um zu helfen.
Ist sicher also nicht so, dass man generell sagen könnte, alle Pflegeeltern sehen nur das Geld ...
Ich war ja als Kind selbst vorübergehend in Pflege. Ich hatte eine klasse Pflegemutter, die ich auch später noch besucht hatte. Ich wusste auch, wo ein Schlüssel liegt und hätte jederzeit dorthin können ...
Dennoch sollte man auch sehen, dass Familien besser unterstützt werden sollten. Denn diese Unterstützung ist letztendlich für die Kinder gut. Und ich meine jetzt mit Unterstützung nicht die Fremdversorgung!
LG
Mary
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09.05.2007, 11:32
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Gast
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Registriert seit: 04.08.2006
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tja da ist wohl ein gewaltiger fehler im system ...ich bekommen zb immer zu hören das Tim ein absoluter einzelfall ist vwn ich was vom jugendamt will .....  das das nicht sein kann ist ja offensichtlich denn es gibt sehr viele behinderte kinder ....ich muss sogar die kosten für die tagesmutter selbst bezahlen wenn ich laura dort unterbringen muss wenn ich zb termine habe wo ich laura nicht mitnehmen kann oder ein Kh aufenthalt ist.eltern die arbeiten und ein geringes einkommen haben bekommen das aber bezahlt ab 8 stunden in der woche ......
dazu fällt einem dann auch nix mehr ein ....
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