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Diskussionen Wo und wie sollte die Politik etwas ändern? Was ist gut geregelt? Vorschläge an die Politiker ...

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  #1  
Alt 04.09.2007, 19:49
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard Behinderte Menschen unfähig für geregelte soziale Beziehungen?.

Behinderte Menschen unfähig für geregelte soziale Beziehungen?.





Salzburg (kobinet) Ziemlichen Wirbel verursacht eine Kampagne der Stadt Salzburg. Die vom Frauenbüros der Stadt Salzburg erstellten Unterlagen zur Ausstellung: "Ich bin gleich" diskriminieren behinderte Menschen.

Behinderten Menschen ist es "nicht ohne Hilfe möglich geregelte soziale Beziehungen zu pflegen, sinnvolle Beschäftigung zu erlangen und auszuüben und angemessenes und ausreichendes Einkommen zu erzielen." ist den Infoplakaten der Ausstellung: "Ich bin gleich" zu entnehmen.

Das Frauenbüro der Stadt Salzburg zeichnet für diese Veranstaltung verantwortlich und die Homepage der Stadt Salzburg berichtet ausführlich darüber.

Zu sehen ist die Ausstellung 3. bis 14. September 2007 in der Wolf Dietrich Halle im Schloss Mirabell Mirabellplatz 4 und im Frauenbüro der Stadt Salzburg

"Peinlich!"


"Es zeigt wieder einmal die Gedankenlosigkeit auf. Allerdings würde man sich diese von einer einschlägigen Fachstelle wirklich nicht erwarten", hält Magdalena Scharl fest. Die aus Salzburg stammende Rollstuhlfahrerin ist BIZEPS - Mitarbeiterin und findet die Vorfall "peinlich!".

Piringer: "Nicht eingebunden"


"Ergebnis eines Projekts des Frauenbüros der Stadt Salzburg und in die diesbezüglich inhaltliche Arbeit bin und war ich als Behindertenbeauftragte nicht eingebunden", erklärt Alexandra Piringer, seit 1997 als Behindertenbeauftragte der Stadt Salzburg, auf Anfrage.

BIZEPS wurde eine baldige schriftliche Stellungnahme seitens des Frauenbüros zugesagt.
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  #2  
Alt 05.09.2007, 12:39
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard Es tut uns außerordentlich leid.Salzburg (kobinet) Vorab bedanken sich die beiden für

Es tut uns außerordentlich leid.


Salzburg (kobinet) Vorab bedanken sich die beiden für die "kritische Rückmeldung" zur umstrittenen Kampagne der Stadt Salzburg. Mit der Aktion sollte Antidiskriminierung bekannt gemacht werden und auf das "Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle" hingewiesen werden. Doch die Werbung dafür diskriminiert behinderte Menschen, wie BIZEPS-INFO berichtete.

Das besonders beanstandete Zitat - wonach es behinderten Menschen ist es "nicht ohne Hilfe möglich ist geregelte soziale Beziehungen zu pflegen, sinnvolle Beschäftigung zu erlangen und auszuüben und angemessenes und ausreichendes Einkommen zu erzielen" - stammt aus einem Bericht der Bundesregierung über die Lage behinderter Menschen in Österreich aus dem Jahr 2003.

Es sei aber aus dem Zusammenhang gerissen, gibt die Projektleiterin, Mag. Alexandra Schmidt vom Frauenbüro der Stadt Salzburg, zu und sei überdies "von einer Praktikantin eingefügt" worden, erläutert sie auf telefonische Nachfrage.

"Es tut uns außerordentlich leid, dass die Definition von uns unhinterfragt auf das Plakat übernommen wurde und nun bei betroffenen berechtigte Kritik und Irritationen hervorgerufen hat", ist der schriftlichen Antwort der beiden Verantwortlichen weiter zu entnehmen.

Betreffendes Plakat entfernt


Man habe aber "sofort reagiert" und "das betreffende Plakat aus der Serie entfernt", hält man fest und ergänzt: "Es wird nun durch ein Neues ersetzt."
Eine von BIZEPS-INFO gestellte Frage haben sowohl Mag. Alexandra Schmidt wie auch Mag. Paul Arzt nicht beantwortet: "Wie waren behinderte Menschen bzw. Vertreter behinderter Menschen bei der Erstellung der Texte einbezogen?"

Das ist kein gutes Zeichen. Es bleibt nur zu hoffen, dass das Frauenbüro der Stadt Salzburg aus diesem Vorfall für die Zukunft gelernt hat.
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  #3  
Alt 10.09.2007, 08:46
Benutzerbild von angelika
angelika angelika ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 08.02.2006
Ort: rotterdam und wien
Beiträge: 7.502
Standard Salzburger Bürgermeister kann Aufregung nachvollziehen

Salzburger Bürgermeister kann Aufregung nachvollziehen

Eine Ausstellung "Ich bin gleich" in Salzburg und begleitende Unterlagen vom Salzburger Frauenbüro der Stadt Salzburg enthielten diskriminierende Texte.


Die Aufregung war groß. Behinderten Menschen ist es "nicht ohne Hilfe möglich, geregelte soziale Beziehungen zu pflegen, sinnvolle Beschäftigung zu erlangen und auszuüben und angemessenes und ausreichendes Einkommen zu erzielen", war den Infoplakaten der Ausstellung: "Ich bin gleich" zu entnehmen.
Wie BIZEPS-INFO berichtete zeigten sich behinderte Menschen entsetzt über Teile des Salzburger Beitrages zur Kampagne des Europäische Jahr der Chancengleichheit 2007.
"Wer bitte ist dafür verantwortlich und setzt dies ins Netz?" verlangt Andrea Mielke Aufklärung. Die behinderte Sozialarbeiter aus Salzburg ist erzürnt über die "öffentlich gemachten Dummheit".
Haildmayr: "Diskriminierung in Reinkultur"


"Das ist Diskriminierung in Reinkultur. Wir lassen uns nicht als Trotteln hinstellen, die selbstständig keine sozialen Kontakte pflegen und nicht sinnvoll arbeiten können", zeigt sich Theresia Haidlmayr, die GRÜNE Behindertensprecherin im Parlament, entsetzt.
In den Salzburger Nachrichten vom 5. September äußert sie ihren Unmut: "Es ist letztklassig, wenn uns unterstellt wird, dass wir ohne Hilfe keine geregelten sozialen Beziehungen führen können. Es geht auch keinen etwas an, mit wem wir uns unterhalten, mit wem wir tanzen gehen oder mit wem wir zusammenleben."
Dass unterstellt wird, dass behinderte Menschen selbstständig keine sinnvolle Beschäftigung leisten könnten, sei für die Betroffenen auch ein Schlag ins Gesicht. "Solche Formulierungen sind wirklich das Letzte, was wir brauchen können", so Haidlmayr gegenüber der Tageszeitung.
Schaden: "Nicht glücklich formuliert."


Der Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) kann die Aufregung nachvollziehen: "Der Satz von den sozialen Beziehungen ist nicht glücklich formuliert", wird er von den Salzburger Nachrichten zitiert. Schaden ist aber davon überzeugt, dass dies nicht mit böser Absicht passiert ist. "Im Projektteam saßen Vertreter von AK, AMS sowie von Stadt und Land Salzburg", so die Tageszeitung abschließend.
Entschuldigung


Mag. Alexandra Schmidt (Projektleiterin, Frauenbüro der Stadt Salzburg) und Mag. Paul Arzt (Büro für Frauenfragen des Landes) nahmen gegenüber BIZEPS-INFO zur diskriminierenden Kampagne der Stadt Salzburg Stellung und hielten fest: "Wir entschuldigen uns in aller Form für unseren Fehler." Auf der Internetseite wurde die Beschreibung der Infoplakate um den umstrittenen Teil zum Thema behinderte Menschen gekürzt. Man habe aber "sofort reagiert" und "das betreffende Plakat aus der Serie entfernt", hält man fest und ergänzt: "Es wird nun durch ein Neues ersetzt."

quelle:bizeps
__________________
Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,

als der Weg von der Erde zum Mond.
angie
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