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Alt 09.09.2008, 21:18
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evma evma ist offline
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Standard Polyneuropathien

Polyneuropathien

Definition und Symptome
Erkrankung der peripheren Nerven, die zu sensiblen und/oder motorischen, oft symmetrischen, meist distal betonten Ausfällen führt (atrophische Lähmungen, Parästhesien, strumpf- bzw. handschuhförmige Hypästhesie, Areflexie).
Gelegentliche Begleitsymptome: Muskelkrämpfe, Bewegungsunruhe der Zehen verbunden mit Schmerzen in den Beinen; DD Restless legs
.
Polyneuritis, akute (Guillain-Barré-Syndrom)

– Nach Impfung
– Nach Virusinfektion
– Als Ausdruck immunologischer Vorgänge
– Idiopathisch, d.h. ohne eruierbare Ursache

Polyneuropathien

Ursachen
– Bei Stoffwechselerkrankungen: Diabetes mellitus, Urämie, Porphyrie; Amyloidose, Myxödem, Akromegalie u. a.
– Bei Mangelernährung bzw. Resorptionsstörungen, Avitaminose, Malabsorptionssyndrom, Alkohol
– Medikamentös: INH, Nitrofurantoin, Thalidomid, Vincristin etc.
– Schwermetalle: Arsen, Blei, Thallium, Quecksilber, Gold
– Organische Lösungsmittel: Triarylphosphat (häufig mit spinaler Läsion kombiniert, daher Spastik bei Rückgang der
Polyneuropathie), Schwefelkohlenstoff, Tetrachlorkohlenstoff
– Kollagenosen: Panarteriitis nodosa, chron. Polyarthritis, Lupus erythematodes, Immunvaskulitis
– Dysproteinämie: multiples Myelom, Makroglobulinämien
– Neoplasma, paraneoplastische Polyneuropathien (Symptome können dem Tumor längere Zeit vorausgehen)
– Vaskulär: obliterierende Gefäßerkrankungen, sog. ischämische Neuropathien

Diabetische Polyneuropathie – Alkoholpolyneuropathie

Jeweils ein Drittel aller Polyneuropathien sind diabetischer bzw. alkoholischer Genese. 30–70% der Diabetiker haben Hinweise auf eine Polyneuropathie. Beiden Erkrankungen gemeinsam
Symmetrisch-distale Form
(häufigste Form) mit fehlenden Achillessehnenreflexen, wenig subjektiven Beschwerden, vorwiegendem Ausfall der Tiefensensibilität (Vibrationsempfinden); bei diabetischer Genese aber häufig auch
Asymmetrisch-proximale Form
("Femoralis-Neuropathie") mit Schmerzen und Atrophie
Mononeuropathien
(z. B. N. oculomotorius, häufig N. abducens, N. facialis)
Autonome Neuropathie
(evtl. parallel mit anderen Formen)
Wegen diffuser Symptomatik schwer zu erkennen ("diabetischer Fuß" mit geröteten Zehen, Ödem, Ulkus und Arthropathie; Entleerungsanomalien des Magen-Darm-Trakts; atonische Blase und Erektionsschwäche; orthostatische Hypotonie, Ruhetachykardie mit Frequenzstarre) (siehe Diabetisches Fußsyndrom)

Diagnostik
– Elektromyographie und Elektroneurographie, evtl. Biopsie (N. suralis)
– Klärung der Krankheitsursache
– Berufsanamnese!
– Lumbalpunktio
n bei Verdacht auf Wurzelbeteiligung
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