Forum von Netzwerk behindertes Kind.de
Benutzerliste
Kalender
Hilfe
Heutige Beiträge
Forum von Netzwerk behindertes Kind.de
Nützliche Links
  #1  
Alt 05.08.2006, 20:58
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard Epilepsie - Lexikon

A ABDOMINALE EPILEPSIEMit Schmerzen im Bauch einhergehende Anfälle ABLEITUNGMessungen und Ableitungen von elektr. Spannungen (EEG, EKG) ABSENCEBewusstseinspause mit nachfolgender Erinnerungslücke (5 - 30 Sek.), kleiner generalisierter Anfall, mit verdrehen der Augen, blinzeln oder leichten Muskelzuckungen. ABSENCE STATUSHäufung von Absencen, lang andauernder epileptischer Zustand ABSENZENKomplexe fokale Anfälle, abwesend ohne Bewusstsein ACTHAbk. für adrenocorticotrophes Hormon. Hormon zur Bildung von Cortison in der Nebennierenrinde. Behandlung von Blitz-Nick-Salaam-Anfällen. ADRENOCORTICOTROPHES HORMONHormon zur Bildung von Cortison in der Nebennierenrinde. Behandlung von Blitz-Nick-Salaam-Anfällen. ADVERSIV-ANFALLAnfall mit Bewegung zur Gegenseite AEAbk. für Antiepileptikum, Antiepileptika AFEBRILEpileptische Anfälle, nicht durch Fieber ausgelöst. AFFEKTKRAMPFGefühlsmäßig ausgelöste nicht epileptische Anfälle bei Kleinkindern, oft mit Atemstillstand. AFFERENT/AFFERENZzuführend / zuführende Bahn (Nervenbahn zum Gehirn) AFFINITÄTZuneigung, Bindestärke Z.B. von Medikamenten an Rezeptoren AKINETISCHER ANFALLEpileptischer Anfall mit einem Verlust der Bewegungsfähigkeit. Kann im Stehen zum Stürzen führen. ALOPEZIEHaarausfall, als Nebenwirkung von Antiepileptika (Valproat)ALPHA-AKTIVITÄTENTeil der bioelektrischen Tätigkeiten der Nervenzellen des Gehirns, die sich im EEG mit 8 bis 13 mal pro Sekunde auftretenden Wellen zeigt. AMMONSHORNTeil des sogenannten limbischen Systems im Temporal- oder Schläfenlappen des Gehirns.
ANFALLSFORMEN
1Einfache fokale Anfälle 2Komplexe fokale Anfälle 3Absencen 4Myoklonische Anfälle 5BNS-Anfälle 6Tonische Anfälle 7Atonische Anfälle 8Sturzanfälle 9Klonische Anfälle 10Generalisierte tonische Anfälle (Grand-mal) 11Auren 12Status epilepticus 13Psychogene nichtepileptische Anfälle AXIALE SPASMENTonische Anfälle mit blitzartigen Versteifungen der rumpfnahen Muskulatur (wie BNS bei Kleinkindern). Häufig Sturzgefahr

B BALTISCHER MYOKLONUSErbliche Form der progressiven Myoklonusepilepsie, die gehäuft in baltischen Ländern beschrieben wurde. BARBEXACLONFreiname für ein Antiepileptikum. Kombination von Phenobarbital mit einer anregenden Substanz. BARBITURATEGruppe von Antiepileptika (z.B. Phenobarbital und Primidon). Ursprünglich als Schlafmittel eingesetzt. BECTSAbk.: Benigne Epilepsie mit zentro-temporalen Spitzen
Gutartiges Epilepsiesyndrom bei Jugendlichen (Rolandsche Epilepsie).
BHSBlut-Hirn-Schranke. BILATERALBeidseitig (z.B.: auf beiden Schläfenlappen)BILATERAL SYNDROMAuf beiden Seiten gleichzeitig auftretendBIOFEEDBACKMethode zur Kontrolle üblicherweise unbewusster Körperfunktionen. Wird versuchsweise auch bei Epilepsien angewandt. BIPOLARzweipolig BLICKRICHTUNGSNYSTAGMUSRuckartige Augenbewegungen beim Blick zur Seite (mögliche Überdosierung von Antiepileptika). Kommt auch normalerweise vor (Eisenbahnnystagmus), beim Blick aus dem Zugfenster. BLICKWENDUNGWendung beider Augen und meist auch des Kopfes in eine Richtung. BLINZELANFÄLLEAnfälle mit unwillkürlichen raschen Augenblinzeln und Augenzwinkern (im Vorschulalter). BLITZANFALLAnfall mit blitzartigem zusammenzucken des Körpers. BLICK-NICK-SALAAM-ANFALLAnfall von Kleinkindern mit rascher Aufeinanderfolge einer Körperzuckung, Beugebewegung von Kopf und Rumpf sowie schleudern der Arme, meist im Rahmen eines sogenannten West-Syndroms. BLUT-HIRN-SCHRANKESchrankeneffekt von die Blutgefäße umgebendem Gewebe für bestimmte Stoffe oder Medikamente, der ein übertreten in das Gehirn verhindern kann. BLUTSPIEGELKonzentration eines Medikamentes im Blut. BNS-ANFALLAbkürzung für Blitz-Nick-Salaam-Anfälle, einer häufigen Anfallsform bei Säuglingen und Kleinkindern. Andere Bezeichnungen: Propulsiv-Peditmal, West Syndrom). BOURNEVILLE-PRINGLE-
KRANKHEIT
Angeborene, meist in der frühen Kindheit feststellbare Krankheit mit Hautveränderungen u.a. im Gesicht und Veränderungen im Gehirn, die häufig mit epileptischen Anfällen einhergeht (bei Kleinkindern besonders oft mit einem sog. West Syndrom). BRAIN-MAPPINGEngl. "Landkarte" des Gehirns; bildliche Darstellung von EEG-Befunden oder evozierten Potentialen mit Darstellung in Art einer Landkarte, siehe Mapping.
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 05.08.2006, 21:01
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

C CALLOSOTOMIEBalkendurchtrennung; epilepsiechirurgischer Eingriff, bei dem der sogenannte Balken (Corpus callosum) durchtrennt wird. CARBAMAZEPINFreiname für ein Antiepileptikum. Standardmedikament zur Behandlung Fokaler Anfälle. Handelsnamen z.B. Tegretal, Tegretol oder Timonil. CAVERNOMGeschwulstartige Gefäßmissbildung mit Blutungsgefahr, kann zu epileptischen Anfällen führen. CBZAbk. Carbamazepin CCTAbk. engl. coputerized cranial tomography. (Coputertomographie des Schädels). CEREBELLARDas Kleinhirn betreffend. CEREBELLUMKleinhirn. CEREBRALDas Gehirn betreffend. CEREBRALPARESEAngeborene Krankheit mit Schwäche und Spastik von Armen und Beinen. CEREBRUMGroßhirn. CEROID-LIPOFUSZINOSEAngeborene Gruppe von Stoffwechselstörungen mit Anreicherung und Ablagerung von sogenannten Lipopigmenten in Körperzellen; geht mit einer progressiven Myoklonusepilepsie einher. CHOREO-ATHETOSEKrankheit mit plötzlich auftretenden, unkontrollierten und überschießenden Bewegungen. Antiepileptika können sehr selten zu ähnlichen, nach Absetzen verschwindenden Störung führen. CHROMATOGRAPHIENachweismethode für Stoffe und Medikamente, die auf ihrer unterschiedlichen Bindung an Teilchen einer absorbierenden Substanz beruht. CHRONISCHLang bestehend oder dauernd anhaltend. CHRONOAls Zusatz bei Medikamenten: Retardform mit verzögerter Freisetzung des Wirkstoffes. CKAbk. für Kreatinkinase (Muskelenzym, das z.B. nach epileptischen Anfällen im Blut in erhöhter Konzentration nachweisbar ist). CLEARANCEBlutmenge aus der ein Stoff oder Medikament innerhalb einer bestimmten Zeit entfernt wird. CLOBAZAMBenzodiazepin; Reservemedikament zur Anfallsbehandlung. CLOMETHIAZOLBeruhigungs- und Schlafmittel. Handelsname Distraneurin, mit zusätzlicher antikonvulsiver Wirkung. CLONAZEPAMBenzodiazepin; Reservemedikament zur Anfallsbehandlung. CLUSTEREngl. Gruppe, Traube. Häufung z.B. von Anfällen in einer bestimmten Zeitspanne. COMMOTIO CEREBRIGehirnerschütterung. COPUTERTOMOGRAPHIEModernes Röntgenverfahren, bei dem ein Computer eine Vielzahl von in verschieden Winkeln angefertigten Aufnahmen, zu einem hochauflösenden Bild zusammensetzt, auf dem im Gegensatz zu normalen Röntgenbildern auch weiches Gewebe wie das Gehirn abgebildet werden kann. CONTUSIO CEREBRIGehirnprellung (mit Übergang zur Quetschung). CORTEXRinde, z.B. des Gehirns. CORTICOIDECortison und verwandte Substanzen. CORTISONIn der Nebennierenrinde gebildetes Hormon; wird u.a. zur Behandlung von BNS-Anfällen eingesetzt. CPAbk. für Cerebralparese (spastische Gehirnlähmung, Spastiker). CPKAbk. für Creatinphosphofruktokinase, Muskelenzym, siehe auch Kreatinkinase. CROSSOVER DESIGNUntersuchung beider die selben Patienten nacheinander mehrere verschiedene Behandlungen erhalten. CTAbk. Computertomographie.
D DÄMMERATTACKEAndere Bezeichnung für komplexen fokalen (psychomotorischen) Anfall. DEAFFERENZIERUNGAusschalten der affarenten (zum Gehirn führenden) Bahnen. (Bei Unfall oder Operation) DELTA-AKTIVITÄTTeil der bioelektrischen Tätigkeit der Nervenzellen des Gehirns, der sich in einer EEG-Ableitung mit weniger als 4mal/Sekunde auftretenden Wellen (Delta-Wellen) zeigt. DELTA-WELLENMit einer Häufigkeit von weniger als 4 mal pro Sekunde auftretende EEG-Wellen. DEVIATION CONJUGUEEGleichsinnige Abweichungen z.B. beider Augen nach einer Seite. DIADOCHOKINESEFein abgestimmter (koordinierter) Bewegungsablauf. Fähigkeit, rasch aufeinanderfolgende, speziell auch gegenläufige Bewegungen rasch auszuführen.
DIENZEPHALONZwischenhirn, u. a. aus Thalamus und Hypothalamus bestehend. DIFFERENZIALBLUTBILDBestimmung der Zahl und Zusammensetzung der roten und weißen Blutkörperchen, einschließlich der vielen Arten weißer Blutkörperchen. DOMINANTE HEMISPHÄREFür die Sprache zuständige Hirnhälfte. Bei Rechtshändern und der Mehrzahl der Linkshänder die linke Hirnhälfte. DROP ATTACKSturzanfall; ungenaue Bezeichnung für mit einem plötzlichen Hinstürzen infolge Verlust der Muskel- und Haltungskontrolle aber ohne Bewusstseinsverlust einhergehende Störungen bei älteren Menschen; als Ursache wird in erster Linie eine Durchblutungsstörung des Gehirns angenommen. DRUG-MONITORINGMedikamentenüberwachung; Messung der Serumskonzentration eingenommener Medikamente. DUALE PATHOLOGIEGleichzeitiges vorkommen von 2 krankhaften Veränderungen; bei Epilepsien z.B. gleichzeitiges Vorliegen eines Hirntumors und einer angeborenen Veränderung. DURA MATERÄußere harte Hirnhaut (zwischen Innenseite des Schädelknochens und Gehirn). DYSARTHRIEStörung des Sprechens durch Lähmung oder gestörtes Zusammenwirken der Sprechmuskulatur mit undeutlicher verwaschener Sprache. DYSDIADOCHOKINESEUnvermögen, rasch wechselnde Bewegungen auszuführen (meist Ausdruck einer Kleinhirnschädigung). DYSPHAGIESchluckstörung. DYSPHASIESprachstörung. DYSPNOEAtemstörung. DYSRHYTHMIEUnregelmäßigkeit eines Rhythmus, z.B. im EEG. DYSTONIEStörung des Muskeltonus, der Muskelspannung.
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 05.08.2006, 21:02
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

E ECHOLALIEEchoartiges, sinnloses nachsprechen von Wörter oder Sätzen EEGAbk. für Elektroenzephalographie. Messung der Gehirnströme. EINFACHE FOKALE ANFÄLLENur einen Teil des Gehirn betreffende Anfälle ohne Störung des Bewusstseins. EINSTELLUNGBehandlungsbeginn mit Antiepileptika. EKLAMPSIEMit epileptischen Anfällen (und einer Blutdruckerhöhung sowie Eiweißausscheidung im Urin) einhergehenden Störung im Verlauf einer Schwangerschaft. ELEKTROENZEPHALOGRAPHIEAufzeichnung der elektr. Spannungsschwankungen der Zellen des Gehirns von der Kopfhaut. Wichtigste Untersuchungsmethode bei Epilepsien. ELEKTROKORTIKOGRAMMAbleitung der elektr. Tätigkeiten der Nervenzellen in der Hirnrinde, in der Regel im Rahmen einer Operation. ELEKTROKORTIKOGRAPHIEAbleitung der elektr. Tätigkeiten der Nervenzellen in der Hirnrinde, in der Regel im Rahmen einer Operation. ELEKTROMYOGRAPHIEAufzeichnung der elektr. Spannungsschwankungen der Zellen der Muskulatur, von deren Oberfläche oder (meist) durch Einstechen von Nadeln. ELEMENTAR FOKALER ANFALLEinfach fokaler Anfall. ELIMINATIONSHALBWERTSZEITZeit in der die Konzentration eines Medikaments im Blut ohne weitere Einnahme auf die Hälfte abfällt. EMGAbk. für Elektromyographie ENTZUGSANFALLAnfall aufgrund gewolltem oder ungewollten Weglassen eines anfallhemmenden Wirkstoffs. ENTZUGSSYMPTOMKrankheitszeichen aufgrund gewollten oder ungewolltem Weglassen eines diese Zeichen hemmenden Wirkstoffes (bei Epilepsien z.B. vermehrte Unruhe und Schlafstörungen nach Abbau von Benzodiazepinen). ENZEPHALITISEntzündung des Gehirns. ENZEPHALONGehirn. ENZEPHALOPATHIEAllgemeine unspezifische Bezeichnung für eine Funktionsstörung oder Krankheit des Gehirns; z.B. als Nebenwirkung bei Medikamenten. EPIVorsilbe: über, darüber gelegen. EPIDURALE BLUTUNGBlutung zwischen Innenseite des Schädelknochens und harter Hirnhaut. EPIGASTRISCHE AURAVon der Magengegend zum Hals aufsteigendes Übelkeitsgefühl, häufig zu Beginn eines komplex fokalen Anfalls. EPILEPSIA PARTIALIS CONTINUASeltene Epilepsieform mit langdauernden einfach-fokal- motorischen Anfällen. EPILEPSIEOberbegriff für Störungen oder Krankheiten, die mit chronischen, wiederholt auftretenden epileptischen Anfällen einhergeht. EPILEPSIE SPEZIFISCHNur bei Epilepsie vorkommend; für eine Epilepsie beweisend. EPILEPSIE SYNDROMEpilepsie mit charakteristischen Merkmalen, z.B. hinsichtlich des Auftretens, der Anfallsform oder des Verlaufes. EPILEPSIEZENTRUMSpezialklinik mit besonderer Erfahrung in der Betreuung von Menschen mit Epilepsien. EPILEPTIFORMEpilepsieähnlich, epilepsieartig, jedoch nicht sicher epileptisch. EPILEPTIFORME POTENTIALEVeränderung von EEG-Signalen, die typischerweise bei Epilepsien vorkommen. EPILEPTISCHMit epileptischen Anfällen einhergehend; zu epileptischen Anfällen gehörend. EPILEPTISCHE PSYCHOSEPsychose im Rahmen einer Epilepsie; vor, bei, oder nach Anfällen auftretend. EPILEPTIKERUndifferenzierte Bezeichnung für Menschen mit epileptischen Anfällen. EPILEPTOGENZu epileptischen Anfällen führend. EPILEPTOLOGEArzt mit spezieller Erfahrung in der Betreuung von Menschen mit Epilepsie (eine einheitliche Ausbildung und Facharztanerkennung gibt es allerdings nicht). ERSTMANIFESTATIONErstmaliges Auftreten von Krankheitszeichen. EXTRAZEREBRALAußerhalb des Gehirns.
F FALLSUCHTÜberholte Bezeichnung für Epilepsie. FBMAbk. für Felbamat; neues Antiepileptikum zur Zusatzbehandlung des Lenox-Gastaut-Syndroms, FEIERABENDEPILEPSIEBesonders bei Kindern und Jugendlichen vorkommende Epilepsieform mit Auftreten der Anfälle am späten Nachmittag und frühen Abend. FELBAMATFreiname für ein neues Antepileptikum zur Zusatzbehandlung beim Lenox-Gastaut-Syndrom, Handelsname Taloxa®. FERNSEHEPILEPSIEBesonders bei Kindern und Jugendlichen vorkommende seltene Epilepsieform mit erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Flacker- und Flimmerlicht, ist bei modernen Fernsehgeräten (100HZ) kaum mehr zu befürchten. FIEBERKRAMPFHäufige Form eines Gelegenheitsanfalles im Kindesalter, Auftreten bei rasch ansteigendem Fieber. FLEAbk. für Frontallappenepilepsie. FOKALHerdförmig, nur einen Teil betreffend. FOKALE ANFÄLLENur einen Teil des Hirn betreffende Anfälle, ohne oder mit Bewusstseinstörung. Siehe Anfallsformen.FOKUSHerd, umschriebener Ausgangspunkt epileptischer Anfälle im Gehirn. FORAMENLoch z.B. im Schädelknochen. FORAMEN MAGNUMGroßes Loch im Schädelknochen für den Durchtritt des Rückenmarks. FORAMEN OVALEOvales Loch im Schädelknochen für den Ast des Nervus trigeminus. FRAISENVolkstümliche Bezeichnung für Fieberkrämpfe. FRONTALVorne gelegen. FRONTALLAPPENStirnlappen des Großhirns. FRÜHANFALLMit einem Abstand von bis zu einer Woche nach einer Kopfverletzung auftretender Anfall. FUNKTIONSSTÖRUNGStörung der normalen Tätigkeit oder Leistung, z.B. des Gedächtnisses im Schläfenlappen.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 05.08.2006, 21:04
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

G GABAAbk. für engl. gamma amino batyric acid, Gamma-amino-Buttersäure. GABAPENTINFreiname für ein neues Antepileptikum zur Zusatzbehandlung fokaler Anfälle, Handelsname Neurontin®. GAMMA AMINO BUTTERSÄUREWichtigster hemmender chemischer Überträgerstoff im Gehirn GANGLIOGLIOMGutartiger Hirntumor aus Ganglienzellen. GANGLIONNervenzellknoten. GANGLIOZYTOMGutartiger Hirntunor aus Ganglienzellen. GBPAbk. für Gabapentin, neues Antiepileptikum; Handelsname Neurontin®.. GELASTISCHLachend; mit Lachen einhergehend. GELASTISCHE EPILEPSIEEpilepsie, bei der regelmäßig mit Lachen einhergehende epileptische Anfälle auftreten. GELEGENHEITSANFALLDurch besondere Umstände wie Schlafentzug, Alkoholgenuß, Stoffwechselstörungen oder - bei Kindern - fieberhafte Infekte, ausgelöster Anfall; meist kein Übergang in eine Epilepsie. GEMISCHTE ANFÄLLEUngenaue Bezeichnung für das Auftreten von mehr als einer Anfallsform. GENERALISIERTAllgemein, das ganze betreffend; bei Epileptischen Anfällen, das ganze Hirn betreffend. GENERALISIERTER ANFALLEpileptischer Anfall, der das ganze Hirn und nicht nur einige Abschnitte beteiligt. GENERIKANachahmermedikamente. Nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist für neue Wirkstoffe auf den Markt gebrachte Medikamente. GESICHTSFELDAUSFALLTeilweiser Ausfall des Sehbereiches, z.B. zur Seite oder eine Ecke. GLIOBLASTOMHäufigster bösartiger Hirntumor im Erwachsenenalter. GRAND MALSammelbegriff für epileptische Anfälle mit Verlust des Bewusstseins und Krampfen an Armen und Beinen. GRANDS MAUXMehrere Grand-mal-Anfälle. GRAPHOELEMENTKurventeil, z.B. charakteristische Merkmal einer EEG-Ableitung (wie z.B. spike-wave-Aktivität). GRAUE SUBSTANZGrau aussehende Teile des zentralen Nervensystems, Sitz der Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark. GROSSE ANFÄLLESammelbegriff für epileptische Anfälle mit Verlust des Bewusstseins und Krampfen an Armen und Beinen. GRUNDAKTIVITÄTBezeichnung für die normale oder "Hintergrund" Tätigkeit im EEG. GRUSSANFALLAndere Bezeichnung für Salaam-Anfall. GIKAAbk. für generalisierter-tonisch-klonischer-Anfall. GUMMIKEILKeilförmiger Hartgummi zum Schutz der Zunge und Zähne bei großen epileptischen Anfällen. Anwendung nur selten sinnvoll. GYRUSAn der Hirnoberfläche sichtbare Windungen, die von Hirnfurchen (Sulci) getrennt werden. GYRUS PARAHIPPOCAMPALISNeben dem Hippokampus liegende Hirnwindungen. Bei einer Schläfenlappenepilepsie häufig an der Entstehung von komplex-fokalen-Anfällen beteiligt. GYRUS POSTCENTRALISHinter der Zentralfurche liegende Hirnwindungen, für Gefühlswahrnehmungen zuständig. GYRUS PRÄCENTRALISVor der Zentralfurche liegende Hirnwindungen, für Bewegung zuständig.
H HALBWERTSZEITZeit, in der die Konzentration eines Medikaments im Blut ohne weitere Einnahme auf die Hälfte absinkt. Bei Antiepileptika bei unter 10 bis zu 100 Stunden.HEMIANOPSIEHalbseitiger Gesichtsausfall, HEMIKONVULSIONHalbseitenanfall, Krampfen einer Körperhälfte. HEMIKONVULSION-HEMIPLEGIE-
EPILEPSIESYNDROM
Auftreten von Halbseitenanfällen mit jeweils nachfolgenden vorübergehender Halbseitenlähmung. HEMIPARESEHalbseitenlähmung, teilweise Lähmung einer Körperseite. HEMISPHÄREKTOMIEOperative Entfernung einer Großhirnhälfte. HERDUmschriebener Bezirk, Areal bei epileptischen Anfällen. Ort der Anfallsentstehung im Gehirn. HERDANFALL / HERDEPILEPSIEVon einem bestimmten Teil des Hirns ausgehender Anfall. Siehe auch fokale-Anfälle. HEREDITÄRerblich. HHE-SYNDROMAbk. für Hemikonvulsion-Hemiplegi-Epilepsie-Syndrom. HINTERGRUNDAKTIVITÄTIm EEG; Grundaktivität. HIPPOKAMPUSAbschnitt des Temporallappens; von besonderer Bedeutung des Gedächtnis. HIRNABSZESSAbgekapselte Eiterung im Gehirn. HIRNDRUCKIm Schädelinneren herrschender Druck. HIRNLEISTUNGSSTÖRUNGMinderung der geistigen Leistungsfähigkeit. HIRNNERVEN12 beidseitig angelegte Nerven, die aus dem Gehirn durch verschiedene Öffnungen im knöchernen Schädel austreten und vorwiegend Kopf und Hals versorgen. INervus olfactorius - RiechnervIINervus opticus - SehnervIIINervus okulomotorius - AugenmuskelnervIVNervus trochlearis - AugenmuskelnervVNervus trigeminus - Gefühls- und KaunervVINervus abducens - AugenmuskelnervVIINervus facialis - GesichtsmuskelnervVIIINervus stato-acusticus - Hör- und GleichgewichtsnervIXNervus glossopharyngeus - Zungen- und RachennervXNervus vagus - Kehlkopf- und HerznervXINervus accessorius - Schulter- und NackenmuskelnervXII Nervus hypoglossus - Zungennerv HIRNÖDEMSchwellung von Hirngewebe durch Wassereinlagerung. HIRNORGANISCHDurch eine Störung des Gehirns bedingt. HIRNORGANISCHER ANFALLEpileptischer Anfall. HIRNRINDETeil der grauen Substanz des Gehirns, an der Gehirnoberfläche liegend; beim Menschen am weitesten entwickelt und Sitz höherer geistiger Funktionen. HIRNSTAMMVerbindungsabschnitt zwischen Großhirn und Rückenmark durch die alle Informationen- sowohl vom Hirn zum Körper als auch umgekehrt- verlaufen. HIRNSTROMKURVEAndere Bezeichnung für Elektroenzephalogramm (EEG). HIRSUTISMUSVermehrte Körperbehaarung, z.B. im Gesicht und an den Armen oder Beinen. Als Nebenwirkung von Antiepileptika (z.B. Phenytoin) vorkommend. HYPERMOTORISCHER ANFALLMit vermehrten Bewegungen einhergehender Anfall. Trifft für viele epileptische Anfälle zu, wurde aber als spezielle Bezeichnung bei Frontallappen Anfällen genommen. HYPERSOMNIEVermehrtes Schlafbedürfnis, z.B. als Nebenwirkung bei Medikamenten. HYPERVENTILATIONSTETANIEMuskelzucken, ausgelöst durch rasches vertieftes Atmen, diese haben nichts mit epileptischen Anfällen zu tun. Bilden sich bei normaler Atmung wieder zurück.
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 05.08.2006, 21:05
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

I IDIOPATISCHE EPILEPSIEEpilepsie ohne Anhalt für eine fassbare Ursache, vermutlich erblich bedingt. IKTAL / IKTUALWährend eines Anfalls. IMPRESSIONSFRAKTURKnochenbruch mit eingedrückten Knochenteilen, die am Kopf z.B. auf die Oberfläche des Gehirns drücken. IMPULSIV ANFALLForm kleiner generalisierter epileptischen Anfälle mit plötzlich einschießenden Muskelzuckungen (Myoklonien), besonders bei Jugendlichen und morgens auftretend. INDUZIERTHervorgerufen, stimuliert, angeregt, bewirkt.
Epileptische Anfälle können z.B. durch Schlafmangel, abnormen Stress, Hormonveränderungen oder Fieber (Kleinkindern) induziert werden.
INFANTILE SPASMENInternational übliche Bezeichnung für BNS-Anfälle. INITIALSCHREISchrei zu Beginn mancher tonisch-klonischer Anfälle. INTRAKRANIELLInnerhalb des Schädels gelegen. INTRAZEREBRALInnerhalb des Gehirns gelegen.
J JACKSON ANFALLNach engl. Neurologen (Hughlings J. Jackson, 1834-1911) benannte Form von einfachen fokalen Anfällen ohne Bewusstseinsverlust, die z.B. mit Muskelzuckungen an der hand beginnen und sich auf den Arm ausbreiten. JACKSON MARSCHAnfallsausbreitung bei einem Jackson Anfall. JANZ SYNDROMNach dem deutschen Epileptologen Dieter Janz benanntes Epilepsiesyndrom (juvenile myoklonische Epilepsie). JMEAbk. für juvenile myoklonische Epilepsie. JUVENILE ABSENCEN EPILEPSIEEpilepsie bei Jugendlichen mit Absencen. JUVENILE MYOKLONISCHE EPILEPSIEEpilepsie bei Jugendlichen mit myoklonischen Anfällen.
K KALLOSOTOMIEBalkendurchtrennung; epilepsiechirurgischer Eingriff, bei dem der sogenannte Balken (Corpus callosum) durchtrennt wird. KANALBezeichnung für die, untereinander ausgeschriebenen, EEG- Kurven, als Maß für den Spannungsunterschied zwischen zwei Elektroden. Zumeist stehen 21 Kanäle zur Verfügung. KATAMENIALE EPILEPSIEEpilepsieverlaufsform bei Frauen mit enger zeitlicher Bindung des Auftretens von Anfällen an die Periodenblutung. KATAPLEKTISCHER ANFALLVorübergehender plötzlicher Verlust der Muskelspannung mit Hinstürzen ohne Störung des Bewusstseins. Nichtepileptische Anfallsform, meist nach heftiger Erregung auftretend, oft im Rahmen einer Narkoseepilepsie. KETOGENE DIÄTAuf einer Erhöhung von Ketonkörpern im Blut basierende Diät die bei manchen Kindern mit ansonsten nicht beeinflussbarer Epilepsie zu einer verminderten Anfallshäufigkeit führen kann. KETONKÖRPERSaure Abbauprodukte von fetten, z.B. Aceton. KLEINE ANFÄLLEUnscharfer Sammelbegriff für epileptische Anfälle ohne Hinstürzen und Krampfen an Armen und Beinen aber mit Verlust des Bewusstseins. KLEINHIRNIm Hinterkopf, neben dem Hirnstamm und zwischen Rückenmark sowie Großhirn liegender Hirnteil; im wesentlichen für die Abstimmung von Bewegungen zuständig. KLONISCHMit rasch aufeinanderfolgenden Muskelzuckungen und entsprechenden Bewegungen des Körpers bzw. von Armen und Beinen einhergehend. KLONISCHE ANFÄLLEMit rasch aufeinanderfolgenden Muskelzuckungen einhergehende Anfälle. KLONUSUnwillkürliche, ruckartige Muskelzuckungen mit rasch wechselnder An- und Entspannung. KOGNITIVE NEBENWIRKUNGENNebenwirkungen mit Einschränkung der geistigen Fähigkeiten (z.B. Konzentration, Aufmerksamkeit oder Lernfähigkeit). KOMATiefe Bewusstlosigkeit ohne Erweckbarkeit. KOMATÖSTief Bewusstlos, im Koma. KOMPENSIERTE EPILEPSIENicht mehr aktive Epilepsie, seit längerer Zeit Anfallsfrei. KOMPLEXEtwas Zusammengesetztes, z.B. feste Folgen von 2 Wellen im EEG. KOMPLEXE ABSENCEAbsencen mit über eine isolierte kurze Bewusstseinstörung hinausgehendenden Symptomen (z.B. Bewegungsautomatismen). KOMPLEX FOKALE ANFÄLLEEpileptische Anfälle mit komplexer Symptomatik und Bewusstseinsstörung; komplexe fokale Anfälle betreffen vorwiegend den Schläfenlappen, können aber auch von anderen Hirnabschnitten ausgehen. KONTRAINDIKATIONGegenanzeige; Nichtanwendbarkeit. KONTRASTMITTELMittel zur besseren Auflösung oder Darstellung, z.B. bei der Computer- oder Magnetresonanztomographie. KONVULSIVER ANFALLMit Muskelzuckungen (Krämpfen) einhergehender Anfall; z.B. Jackson-Anfall, myoklonischer- oder tonisch-klonischer Anfall. KONVULSIVER STATUSMit konvulsiven Anfällen einhergehender Status epilepticusKORTEXHirnrinde; die äußere Schicht des Groß- und Kleinhirns. KORTIKALDie Hirnrinde betreffend. KRAMPFANFALLAndere Bezeichnung für konvulsiven epileptischen Anfall. KRAMPFHERDVeralteter Ausdruck für jenen Gehirnabschnit, von dem ein Anfall ausgeht. KRAMPFSCHWELLEGedankliche Vorstellung einer Art Grenzlinie , bei deren Überschreitung Anfälle entstehen. Beispiele wären, übermäßiger Alkoholkonsum, das Weglassen von Antiepileptika, Schlafentzug oder die Einnahme von Medikamenten die Anfälle begünstigen. KRAMPFPOTENTIALEVeralteter Ausdruck für , bei Epilepsie vorkommende charakteristische EEG- Veränderungen,
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 05.08.2006, 21:06
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

L LANDAU KLEFFNER SYNDROMSeltenes Epilepsie Syndrom mit Beginn bei Kleinkindern bei dem es über Jahre hinweg zu einer zunehmenden Verschlechterung der Sprache kommt. Die begleitenden fokalen- oder generalisierten Anfälle hören in der Adoleszenz (Zeitraum des Erwachsenwerdens - 12 bis 20 Lebensjahr). LÄSIONUrsächlich zunächst nicht näher einzuordnende umschriebene Veränderung oder Störung einer Gewebestruktur, die z.B. im Computer- oder Magnetresonanztomogramm sichtbar ist. LÄSIONEKTOMIEOperative Entfernung einer umschriebenen Veränderung, z.B. einer Narbe oder sonstigen Störung im Gehirn. LÄSIONELLE CHIRURGIEChirurgische Vorgehen, das auf die Entfernung umschriebener Gewebeveränderungen ausgerichtet ist. LAPPENEi relativ gut abgrenzbarer Teil eines Organes; das Gehirn besteht z.B. aus Frontal- (Stirn), Temporal- (Schläfen), Parietal- (Scheitel), Okzipital- (Hinterkopf) und Zentrallappen (oder Inselregion). LATENTE EPILEPSIEVerborgene Epilepsie; irreführende Bezeichnung für Menschen mit epileptiformen EEG- Veränderungen ohne Anfälle (andere Bezeichnung ist bioelektrische Epilepsie). LENNOX-GASTAUT-SYNDROMEine schwere Epilepsieform, die meist im 4. bis 8. Lebensjahr beginnt und mit typischen EEG- Veränderungen sowie verschiedenen einhergeht, insbesondere atypischen Absencen, myoklonisch- astatischen und myoklonischen Anfällen. LESE EPILEPSIEReflexepilepsie mit Anfallsauslösung beim lesen. LIQUORNervenwasser; Flüssigkeit in den Hohlräumen des Gehirns, sowie im Gehirn und Rückenmark. LISSENZEPHALIEGlattes ungefurchtes Gehirn. Anlagebedingte Missbildung, die sehr oft mit epileptischen Anfällen einhergeht. LOADING DOSEEngl. Ladedosis - Aufsättigungsdosis; vergleichsweise hohe Dosis zu Beginn einer medikamentösen Behandlung; bei Epilepsien praktisch nur bei Notfällen berechtigt. LOBEKTOMIEEntfernung eines Gehirnlappens (meist eines größeren Teils des Schläfenlappens). LONG TERM MINITORINGLangzeitüberwachung, z.B. mit Video- EEG oder Kasettenableitung; dient meist zur Anfallsregistrierung. LTGAkz. für Lamotrigin, neues Antiepileptikum.
M MAGNETENZEPHALOGRAPHIEUntersuchungsmethode, die den ursprung schwacher biomagnetischer Felder z.B. im Gehirn feststellen kann. MAGNETRESONANZSPEKTROSKOPIESpezialuntersuchung mit der Magnetresonanztomo- graphie, bei der die Konzentration von Stoffen, in ausgewählten Abschnitten des Gehirns bestimmt werden kann. MAGNETRESONANZTOMOGRAPHIEDer Computertomographie ähnelnde Untersuchungsmethode, die aber zur Messung Magnetfelder anstelle von Röntgenstrahlen verwendet. MAPPINGBildliche Darstellung von EEG- Merkmalen auf einer Schematischen Landkarte der Schädel- oder Gehirnoberfläche, meistens in Farbcodierter Form. MARSCHAusbreitung epileptischer Aktivität; z.B. nur in einer Hand auftretende Zuckungen, die sich dann über den Unterarm auf den ganzen Arm und unter Umständen auf die ganze Körperseite oder auch den ganzen Körper ausbreiten. Typische Merkmale sogenannter Jackson Anfälle. MEGAbk. für Magnetresonanzphalographie. MELASAbk. für engl. "mitochondrial encephalopathie with lactate acidosis and strok like episodes" (In den Mitochondrien liegende Störung des Stoffwechsels aller Körperzellen, die mit einer erhöhten Milchsäurekonzentration im Blut einhergeht und am Gehirn zu Schlaganfall- ähnlichen Störungen sowie zu epileptischen Anfällen führt. MEMBRANUmhüllendes, trennendes oder abgrenzendes Gewebe. MENINGENHirnhäute, als Membran das Gehirn und Rückenmark umgebend. MENINGEOMGutartiger, von den Hirnhäuten ausgehender und häufig mit Anfällen einhergehender Hirntumor. MESIALE TEMPORALLAPPENEPILEPSIEEpilepsie mit Ausgang der Anfälle von innen (zur Mitte des Gehirns hin) liegenden Teil des Temporal- oder Schläfenlappens. MISCHEPILEPSIEUngenaue Bezeichnung für eine Epilepsie mit mehr als einer Anfallsform. MORBUS RECKLINGHAUSENVererbbare Krankheit der Haut und des Nervensystems, bei der es im Gehirn zu gutartigen Tumoren kommen kann, die u.a. für epileptische Anfälle verantwortlich sein können. Andere Benennung: Neurofibromatose. MORBUS SACERLateinisch: heilige Krankheit, völlig überholte Bezeichnung für Epilepsie. MRSAkz. für Magnetresonanzspektroskopie. MRTAkz. für Magnetresonanztomographie. MULTIFOKALVon mehreren voneinander unabhängigen Herden ausgehend.MUSKELBIOBSIEEntnahme einer Muskelprobe; bei Epilepsien z.B. bei Verdacht auf mitochondriale Zytopathien sinnvoll. MYDRIASISPupillenerweiterung. MYOKLONISCH ASTATISCHE ANFÄLLEAnfälle mit zum Sturz führenden Muskelzuckungen, bezeichnend für Blitz, Nick und Sturzanfälle, da diese häufig kombiniert auftreten. MYOKLONUSEPILEPSIEMit myoklonischen Anfällen einhergehende Epilepsie.
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 05.08.2006, 21:07
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

N NARBENEPILEPSIEEpilepsie aufgrund einer Narbe an der Gehirnoberfläche. NARKOLEPSIEKrankheit mit tagsüber und ohne normale Müdikeit anfallsweise auftretendem Schlafzwang. Etwa 3/4 der Betroffenen leiden auch an einer Kataplexie. NEONATALE ANFÄLLENeugeborenenanfälle; Anfälle in den ersten 4 Wochen nach der Geburt. NEUGEBORENENKRÄMPFESammelbegriff für epileptische Anfälle von Neugeborenen. NEUROLEPTIKAPsychopharmake mit Wirkung gegen Schizophrenien und anderen Psychosen, in schwacher Form auch ansonsten zur Beruhigung und Verbesserung des Schlafes eingesetzt. NICHTEPILEPTISCHE ANFÄLLEAnfälle aufgrund von anderer seelischer oder körperlicher Erkrankungen, z.B. Herz/Kreislaufstörungen, die keine epileptischen Anfälle sind. NICKANFALLEpileptischer Anfall mit Nickbewegungen des KopfesNIEDRIGE ANFALLSSCHWELLEAbnormleichte Auslösbarkeit von Anfällen, z.B. durch Schlafmangel oder durch Medikamente. NMRAbk. für Nukleare Magnetresonanztomographie (andere Bezeichnung für Magnetresonanztomographie). NON-KONVULSIVE ANFÄLLEAnfälle ohne Muskelzuckungen (krämpfe); z.B. Absencen oder komplex fokale Anfälle.NÜCHTERNSPIEGELSerumkonzentration (Blutspiegel) eines Medikaments am Morgen vor der Einnahme der ersten Dosis.
O ÖDEMGewebeschwellung durch vermehrte Flüssigkeitseinlagerung. OKZIPITALAm Hinterkopf gelegen. OKZIPITALLAPPENHinterkopflappen des Gehirns. OLIGODENDROGLIOMGutartiger Hirntumor. OLOGO EPILEPSIEEpilepsie mit seltenen Anfällen.
P PANIK ATTACKEPlötzlich anfallsweise auftretender Angst-Anfall. PARESETeilweise Lähmung. PARTIELLTeilweise; siehe auch fokal. PARTIELLE ANFÄLLEFokale Anfälle, nur einen Teil des Gehirns betreffende, herdförmige Anfälle. PARTIELLER SCHLAFENTZUGTeilweiser Schlafentzug, z.B. vor einer EEG-Ableitung zur Erhöhung der Aussagekraft. PBAbk. für Phenobarbital. PETAbk. für Positronen-Emissions-Tomographie. PETIT MALUnscharfer Sammelbegriff für epileptische Anfälle ohne Hinstürzen und Krampfen an Armen und Beinen, aber mit Verlust des Bewusstseins (siehe komplex fokale Anfälle). PHENACEMIDReserve- Antiepileptikum. PHENOBARBITALAntiepileptikum; eigentlich ein Schlafmittel, dessen anfallsunterdrückende Wirkung zufällig entdeckt wurde. PLATTEN ELEKTRODENAuf einer Platte angeordnete Vielfach- Elektroden zur präoperativen EEG- Ableitung direkt von der Gehirnoberfläche. PMEAbk. für progressive Myoklonus- Epilepsie. POLYSPIKEMehrere kurz hintereinander auftretende Spitzen im EEG. POLYSPIKE WAVE KOMPLEXEEG- Komplex mit Verknüpfung mehrerer kurzer Spitzen und einer langsamen Welle. PORENZEPHALIEAngeborenen Missbildung des Gehirns mit Defekten in Rinde und Mark; häufig mit epileptischen Anfällen einhergehend. POSITRONEN EMISSIONEN TOMOGRAPHIEAufwendige Untersuchungstechnik des Gehirns, bei der die Verteilung einer kurzandauernden Strahlung sogenannter Elementarteilchen gemessen und in Bilder umgesetzt wird. POSTTRAUMATISCHE EPILEPSIEAuf eine Gewalteinwirkung (im Rahmen eines Unfalles) zurückzuführende Epilepsie. Der Abstand zwischen Unfall und erstem Anfall kann mehrere Monate oder Jahre dauern. POSTURALER ANFALLEpileptischer Anfall mit Einnahme einer bestimmten Körperhaltung. PRÄVALENZAnzahl von Fällen einer bestimmten Krankheit zu einem bestimmten Zeitpunk bei einer bestimmten Anzahl von Menschen. PRIMÄR GENERALISIERTE ANFÄLLEEpileptische Anfälle, die von Beginn an das ganze Gehirn beteiligen. PRIMIDONAntiepileptikum, mit Phenobarbital eng verwandt, Handelsnamen z.B. Mylepsinum® oder Resimatil® . PRMAbk. für Primidon. PROGRESSIVFortschreitend, zunehmend, sich verschlechternd. PROPULSIV ANFALLAnfall mit Fallneigung nach vorne; frühere Bezeichnung für BNS- Anfall. PROSPEKTIVE STUDIEUntersuchung, mit systematischer Unersuchung des weiteren Krankheitsverlaufes, meist bei einer größeren Anzahl von Patienten, mit derselben Anfallsform und unter Beobachtung einer bestimmten Frage (z.B. der Wirkung und Verträglichkeit eines bestimmten Medikamentes). PROVOZIERTE ANFÄLLEDurch eigenes Verhalten oder Umweltreize ausgelöste Anfälle. PSEUDOANFALLPsychogener Anfall. PSYCHOGENER ANFALLDurch seelische Ursachen ausgelöster nichtepileptischer Anfall. PSYCHOMOTORISCHER ANFALLAndere Bezeichnung für komplex-fokalen-Anfall, meist mit Beteiligung des Schläfenlappens. PYKNOLEPSIEVorwiegend in Deutschland übliche Bezeichnung für primär generalisierte Epilepsieform mit gehäuften Absencen bei Kindern und Jugendlichen.
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 05.08.2006, 21:08
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

Q QUALITY OF LIFELebensqualität; neben der Anfallshäufigkeit zunehmend mehr berücksichtigtes Erfolgsmerkmal einer Epilepsiebehandlung.
R RASMUSSEN ENZEPHALITISSchwere Form einer ursächlich bislang ungeklärten kindlichen Enzephalitis, bei der es zu schwer behandelbaren fokalen Anfällen kommt; oft ist eine neurochirurgische Behandlung bis hin zum weittestgehenden Ausschalten der erkrankten Hirnhälfte erfolgreich. REFLEXANFALLNach bestimmten auslösenden Reizen auftretender Anfall. REFLEX EPILEPSIEEpilepsie bei der Anfälle reflektorisch nach bestimmten auslösenden Reizen auftreten. RETROPULSIVE ANFÄLLEAnfälle mit Fallen nach hinten. RETT SYNDROMNur bei Mädchen vorkommende Enzephalopathie mit geistiger Behinderung und typischer Einschränkung des normalen Gebrauchs der Hände. Bei etwa 75% der Patienten treten auch epileptische Anfälle auf. ROLANDSCHE EPILEPSIEAltersgebundene gutartige fokale Epilepsie bei Kindern ind Jugendlichen mit bevorzugt Nachts auftretenden Anfällen und spontaner Rückbildung bis zum 20. Lebensjahr.
S SALAAM ANFÄLLEBei Kleinkindern vorkommende langsame Verlaufsform eines sogenannten BNS Anfalles mit zusammenführen der Arme vor die Brust in Art eines arabischen Salaam- Grußes. SCHLAFEPILEPSIEIm EEG feststellbare verschiedene Schlaftiefen. SCHLÄFENLAPPENIn der Schläfenregion (Temporallappen) liegende Gehirnteile. SEKUNDÄR GENERALISIERTE ANFÄLLESich aus fokalen Anfällen entwickelnde generalisierte Anfälle. SGTKAAbk. für sekundär generalisierter tonisch klonischer Anfall. SHARP WAVESteile Welle; epileptisches EEG- Muster. SPÄTANFALLMit einem Abstand von mehr als einer Woche nach einer Kopfverletzung auftretender Anfall. SPÄTEPILEPSIEEpilepsie mit Beginn im Erwachsenenalter. SPECTAbk. für engl. singl photon emission computed tomopraphy (Einzel-Photonen-Emissions-Computertomographie) ; sowohl der Coputertomographie (CT) als auch der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ähnelndes Untersuchungsverfahren bei dem die Verteilung und Anreicherung einer schwach radioaktiv markierten Substanz in Körpergeweben gemessen wird. SPIKESpitze; kurzdauerndes Spitzenpotential im EEG. SPIKE-(and)-WAVEEpileptisches EEG- Muster bei dem auf eine Spitze jeweils regelmäßig eine langsame Welle folgt, SPRACHZENTRUMFür die Sprache zuständige Teile des Gehirns, bei Rechtshändern und der Mehrzahl der Linkshänder für das Sprachverständnis im linken hinteren Schläfenlappen, und für die Sprachproduktion im linken hinteren Frontallappen. STAMMGANGLIENNervenzellansammlungen in der Tiefe des Gehirns; andere Bezeichnung wäre Basalganglien. STATUSZustand. STATUS EPILEPTICUSDaueranfall; bei konvulsiven Anfällen lebensgefährliche Häufung von Anfällen ohne zwischenzeitliche Erholung, bzw. Wiedererlangung des Bewusstseins. STURZANFALLAnfall, der mit einem plötzlichen Hinstürzen einhergeht. SUBDURALUnterhalb der harten Hirnhaut gelegen. SUBKLINISCHER ANFALLUnbestrittenes Konzept von nur im EEG oder psychischen Verhalten erkennbaren Anfällen. SUBKORTIKALUnterhalb der Hirnrinde gelegen. SUPPLEMENTÄRErgänzend, unterstützend. SUPPLEMENTÄR MOTORISCHE ANFÄLLEEpileptischer Anfälle mit vermutetem Ausgang von oder Beteiligung der supplementär motorischen Region; im Schlaf oder tagsüber kommt es bei erhaltenem Bewusstsein zu kurzen tonischen Anfällen und Haltungsanomalien sowie unwillkürlichen sprachlichen Äußerungen. SYLVISCHE FURCHEHirnfurche zwischen Frontal- und Temporallappen. SYMPTOMATISCHE EPILEPSIEEpilepsie aufgrund einer erkennbaren Ursache. SYNAPSEKontaktstelle zwischen Nervenzellen; an denen die elektrische Erregung durch chemische Überträgerstoffe (Transmitter) weitergegeben wird. SYNAPTISCHER SPALTEnger Spalt an der Kontaktstelle von Nervenzellen der durch chemische Überträgerstoffe überbrückt wird.
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 05.08.2006, 21:11
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

T TACHYKARDIEBeschleunigter Herzschlag (über 100 pro Minute). TEMPORÄRVorübergehend. TEMPORALAn der Schläfe gelegen. TEMPORALLAPPENSchläfenlappen des Gehirns. TEMPORALLAPPEN EPILEPSIEEpilepsie, die vom Schläfenlappen ausgeht. TERMINALSCHLAFSchlaf am Ende eines (meist generalisierten tonisch- klonischen) Anfalls. THALAMUSTeil des Zwischenhirns, in erster Linie für die Weiterleitung von Empfindungen vom Körper zum Gehirn zuständig. TLEAbk. für Temporallappenepilepsie. TODDSCHE LÄHMUNGLähmung einer Gliedmaße nach einem epileptischen Anfall, bis zu 48 Std. anhaltend. TONISCHE ANFÄLLEMit einer vermehrten Anspannung der Muskulatur einhergehend. TONISCH KLONISCHZunächst mit einer erhöhten Muskelspannung und anschließend mit Zuckungen der Muskulatur einhergehend. TONUSAnspannung, Spannungszustand, z.B. von Muskeln. TOXISCHGiftig, bei Medikamenten durch zu hohe Dosis bedingt. TREMORUnwillkürliches Zittern von Körperteilen. TRIGGERAuslöser.
U UNZINATUSANFALLAndere Bezeichnung für komplex-fokalen Anfall mit Ausgang von einem bestimmten Teil des Schläfenlappens und Geruchshalluzinationen zu Beginn.
V VALPROINSÄUREAntiepileptikum der ersten Wahl, Handelsname z.B. Ergenyl ® oder Orfiril ®. VERSIV ANFALL"Wende-" oder "Dreh-Anfall"; Anfall mit einer Wende- oder Drehbewegung (z.B. von Augen, Kopf oder Körper) zu einer Seite. VIGABATRINNeues Antiepileptikum mit besonderem Wikmechanismus (Erhöhung der Konzentration des hemmenden Neurotransmitters GABA). VPAAbk. für Valproinsäure.
W WADA TESTHemisphärendominanztest zur Überprüfung der Frage, welche Hirnhälfte für die Sprache verantwortlich ist. Bei dem Test wird eine Hirnhälfte, oder ein Teil davon, durch das Einspritzen eines Betäubungsmittels in die versorgende Schlagader für einige Minuten narkotisiert und damit "ausgeschaltet". WEST SYNDROMEpilepsieform des frühen Kindesalters mit häufigen BNS- Anfällen und typischen EEG- Veränderungen (sog. Hypsarrhythmie). WIRKUNGSMECHANISMUSFür Antiepileptika: Vorgänge auf Ebene der Nervenzellen, über die Medikamente wirken; für die meisten Antiepileptika weitgehend unbekannt.
X Y Z ZAHNKRÄMPFEVolkstümliche Bezeichnung für Fieberkrämpfe. ZENTRO TEMPORALIn der Zentral- und Temporalregion gelegen. ZENTRO TEMPORALE SPIKES / SHAP WAVESEEG Spitzenpotentiale in der Zentral- und Temporalregion besonders häufig in der "Rolandschen-" Epilepsie vorkommend. ZEREBELLARDas Kleinhirn betreffend. ZEREBELLARE ATROPHIESchrumpfung des Kleinhirns. ZEREBRALDas Gehirn betreffend. ZEREBRALE ANFÄLLEAnfälle aufgrund einer Erkrankung des Gehirns, in der Regel als Ersatzbezeichnung für epileptische Anfälle gebraucht. ZEREBRALES ANFALLSLEIDENAndere Bezeichnung für Epilepsie. ZYKLOLEPTISCHMit einer zeitweisen Häufung einhergehen, z.B. von epileptischen Anfällen. Dr. med. Günter Krämer. (TRIAS) ISBN 3-89373-326-4
Literatur: EPILEPSIE von A-Z (Auszüge)








Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
Impfen bei Epilepsie? Nancy Medizinische Infos 2 07.07.2009 13:06
Epilepsie - Symptome Nancy Medizinische Infos 2 09.06.2006 20:09
Epilepsie und Vererbung Nancy Unsortiertes (Behinderungen) 2 22.05.2006 21:40
Sozialarbeit bei Epilepsie Nancy Formen der Behinderungen 0 19.04.2006 20:50
Epilepsie in der Schule Nancy Unsortiertes (Behinderungen) 0 19.04.2006 19:01


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 00:54 Uhr.
Powered by vBulletin Version 3.5.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Content Relevant URLs by vBSEO 2.4.0
Copyright 2005 - 2011 Netzwerk behindertes Kind.de ***** Sämtliche Inhalte dieses Forums erheben keinen journalistisch-redaktionellen Anspruch.