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  #1  
Alt 04.01.2006, 17:16
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.992
Standard ADHS

Hallo,

ich habe vorhin per Zufall gesehen, dass über ADHS ein Beitrag in der Januarausgabe von "Schrot & Korn" (kostenlose Zeitschrift in Bioläden) zu finden ist.

8 Seiten spezial: Kinder mit ADHS:

- Alltag mit einer Nervensäge
- Ursachenforschung
- Pro und kontra Psychopharmaka

Ich habe den Artikel allerdings nicht gelesen und schaffe das heute auch nicht ...
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  #2  
Alt 04.01.2006, 20:12
Benutzerbild von Flipy
Flipy Flipy ist offline
Teammitglied - Ansprechpartner für Fragen zum Sozialrecht
 
Registriert seit: 01.04.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.193
Standard

Was ist ADHS?
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Ich bin der Ansprechpartner für Fragen zum Sozialrecht. Ich kann Hinweise geben, aber für eine Rechtsberatung sucht bitte einen Anwalt Eures Vertrauens auf.

Hemingway hat einmal gesagt:"Es gibt kein Problem, dass man nicht mit einem doppelten Scotch lösen kann", und dann hat er sich erschossen. (DmVgGzP)
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  #3  
Alt 04.01.2006, 21:11
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

da sind die kinder überaktiv,und war lange zeit nicht erkannt,die kinder können sich nicht konzentrieren und sind zappelpfilipe,im endefekt sehr nervig.schwer ist die unterscheidung zwischen ADHS und ungezogenheit,oft werden die eltern als ubfähig hingestellt kinder zu erziehen es kann ein sehr langer weg bis zur diagnose sein.
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  #4  
Alt 04.01.2006, 21:28
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.992
Standard

ADHS ist ein Syndrom, das (wie Eva schon gesagt hat) zu hyperaktiven Verhaltensauffälligkeiten führt.

Früher wurden diese Kinder dann mit Beruhigungsmitteln ruhig gestellt.

Inzwischen kam heraus, dass diese Kinder meist einen abweichenden Hirnstoffwechsel haben - ähnlich wie bei Parkinson - gibt es zu wenig Dopamin (das ist ein Botenstoff im Hirn). Daher bekommen die Kinder heutzutage dann eine entsprechende Dopamin-Therapie.

Es gibt zudem eine Studie, dass manche Kinder, die in Schüben hyperaktiv sind, einen Mangel an Magnesium während der Wachstumsphase (da brauchen Kinder mehr Magnesium) haben. Diese Kinder bekommen ein spezielles Magnesiumpräparat (bitte nicht ohne Absprache eines Kinderarztes die Präparate für Erwachsene aus dem Supermarkt verwenden!!!)

Somit muss ein Kinderarzt feststellen, warum ein entsprechendes Verhaltensmuster vorliegt.

Ich schiebe gleich auch einmal die gefundenen Artikel dazu als Antwort nach.

Die Studie zu dem Magnesium habe ich hier zu Hause liegen, wer sie als Kopie haben möchte, bitte eine IM an mich - für aktive Netzwerkler immer gerne ...

LG

Mary
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  #5  
Alt 04.01.2006, 21:45
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.992
Standard Neue Studien zeigen: Verhaltensstörung ADHS ist mindestens zur Hälfte genetisch bedingt

10.02.2004 - Medizin
Neue Studien zeigen: Verhaltensstörung ADHS ist mindestens zur Hälfte genetisch bedingt

Besonders Kinder sind von dem Aufmerksamkeitsmangel-Syndrom ADHS betroffen. Wie man den kleinen Zappelphilippen, Tran-Susen und Tagträumern helfen kann, darüber streiten sich die Forscher bis heute. Dagegen stimmen sie bei der Frage der Ursachen weitgehend überein: Die Verhaltensauffälligkeit ist mindestens zur Hälfte erblich bedingt. Das soziale Umfeld beeinflusst jedoch die Stärke des ADHS und kann es sogar zum Verschwinden bringen.


Als hätte "Struwwelpeter" sie alle gekannt, so beschreibt das Bilderbuch die verschiedenen Formen des ADHS: Nicht nur der hyperaktive Zappel-Philipp gehört dazu. Auch den verträumten Hans-Guck-in-die-Luft, das unbedachte Paulinchen und den aggressiven Wüterich zählen Forscher heute zu der Verhaltensstörung. Sie alle können sich nur kurze Zeit konzentrieren und sind meistens unaufmerksam. Kinder mit ADHS tun sich schwer, in der Schule zu folgen.

Drei bis fünf Prozent der Schulkinder leiden an der Verhaltensstörung, sagt die Mehrzahl der Studien. "Je nach zu Grunde gelegten Bewertungskriterien findet man aber auch erheblich mehr oder weniger betroffene Kinder", berichtet Professor Peter Schlottke vom Psychologischen Institut der Universität Tübingen. Aus seiner Praxis könne er bestätigen, dass es immer wieder Fehldiagnosen gebe.

"Grundsätzlich kann der Fachmann die Verhaltensstörung jedoch heute eindeutig diagnostizieren", betont Klaus-Peter Lesch, Professor der Klinik für Psychotherapie und Psychotherapie der Universität Würzburg. Mittlerweile gebe es weltweit anerkannte Standards, um ADHS sicher zu erkennen.

Unter solchen "echten" ADHS-Fällen fahnden Forscher weltweit nach Ursachen für das auffällige Verhalten. Mehrere Untersuchungen lassen auf eine starken Einfluss der Gene schließen. Jüngst belegte dies eine Studie an 1452 Zwillingspaaren, die in der Zeitschrift American Journal of Psychiatry veröffentlicht wurde. "Mindestens 50 Prozent des ADHS gehen auf eine genetische Veranlagung zurück", resümiert Schlottke. Auch unter Geschwistern und innerhalb eines Stammbaumes tritt ADHS, wenn, dann gehäuft auf. Allerdings handele es sich nicht um ein Gen, sondern um mehrere Gene, die mitunter das Risiko eines ADHS festschreiben, erläutert Lesch.

Neben diesem Erbrisiko fiel Forschern ein weiteres Merkmal ins Auge, das viele ADHS-Kinder kennzeichnet: Der Vorderlappen des Gehirns ist beeinträchtigt und häufig kleiner. Dies sei jedoch weniger eine Ursache als ein Befund unter mehreren, warnt Lesch. Im vorderen Bereich des Gehirns sitze auch das Zentrum für Aufmerksamkeit, und dieses sei bei den Patienten schließlich gestört.

"Hinzu kommt jedoch, dass die Aktivität dieses vorderen Hirnbereiches niedriger liegt als üblich", berichtet Schlottke aus seinen jüngsten Untersuchungen. Sein Schluss aus diesem Ergebnis: ADHS-Kinder verarbeiten zu wenig Reize und suchen daher ständig nach anregenden Eindrücken und Erlebnissen. Eine Folge: Drogenmissbrauch und Kriminalität sind häufiger als bei gesunden Kindern.

Weshalb die Vorderlappen der Gehirne der ADHS-Kinder anormal arbeiten, ist nicht abschließend geklärt. Vielleicht haben abermals die Gene ihre Finger im Spiel. Doch Lesch vermutet, dass Rauchen, Alkohol und Stress während der Schwangerschaft das Gehirn des Ungeborenen in Mitleidenschaft ziehen. Die britische Zwillingsstudie scheint ihm mindestens teilweise Recht zu geben. Danach sind nicht nur die Gene beteiligt, auch Rauchen während der Schwangerschaft erhöht nachweislich die Gefahr eines ADHS.

Trotz solcher Ursachen besteht jedoch kein Grund, sich dem Schicksal eines ADHS zu ergeben. Wie stark die Kinder entgleisen, hängt offensichtlich auch vom sozialen Umfeld ab. Mehr als die Hälfte der Kinder mit Aufmerksamkeitsmangel sind als Erwachsene "geheilt". "Sie haben gelernt, mit ihrer angeborenen Schwäche umzugehen", urteilt Schlottke. Stabilisierend wirkt zum Beispiel ein intaktes Elternhaus. "Man darf nicht übersehen, dass solche Kinder auch ganz wunderbare, leider manchmal in der Gesellschaft deplatzierte Eigenschaften haben: Sie sind zum Beispiel sehr intelligent, wissbegierig und kreativ", ergänzt Lesch.

Trotz dieser weitgehenden Übereinstimmung bei den Ursachen des ADHS setzen Wissenschaftler auf verschiedene Therapien: Lesch empfiehlt in sehr schweren und sonst nicht behandelbaren Fällen Psychopharmaka wie Ritalin. Sie könnten die Kinder vor dem Abdriften in die Kriminalität und vor sozialer Isolation bewahren. Schlottke hält wenig vom alleinigen Griff zur Pille. Mit Verhaltenstherapie versucht er, Kindern wie Eltern Strategien fürs Leben zu vermitteln, mit der ADHS-Veranlagung umzugehen. Medikamente könnten die Therapie dabei im Einzelfall ergänzen.

Susanne Donner

(Quelle: Wissenschaft.de )
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  #6  
Alt 04.01.2006, 21:48
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Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.992
Standard Wie Dopamin das Bauchgefühl verusacht

05.11.2004 - Medizin
Wie Dopamin das Bauchgefühl verusacht

Der Gehirnbotenstoff Dopamin bestimmt, welche Vorlieben und Abneigungen sich Menschen im Lauf ihres Lebens aneignen: Er beeinflusst, welche Lehren das Gehirn aus früheren Erfahrungen zieht und verursacht auf diese Weise das "Bauchgefühl", aus dem heraus viele Entscheidungen getroffen werden. Das haben amerikanische Wissenschaftler bei der Untersuchung von Parkinsonpatienten entdeckt, deren Dopaminspiegel entweder krankheitsbedingt erniedrigt oder durch Medikamente künstlich erhöht war. Die Forscher um Michael Frank von der Universität von Colorado in Boulder beschreiben ihre Studie in der Fachzeitschrift Science (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1126/science.1102941).


Gesunde Menschen lernen sowohl aus guten wie auch aus schlechten Erfahrungen. Positive Folgen einer Entscheidung verstärken dabei etwas Gelerntes, während negative Auswirkungen dazu führen, dass eine Erfahrung mit dem Etikett "in Zukunft möglichst vermeiden" abgespeichert wird. Wie bereits aus Tierversuchen bekannt spielt der Neurotransmitter Dopamin, der beispielsweise die positiven Gefühle im Belohnungszentrum vermittelt, eine Schlüsselrolle bei diesem Verstärkungssystem. Wie genau er jedoch die Entscheidungsbildung beeinflusst, war bisher nicht bekannt.

Um diesen Zusammenhang aufzuklären, entwickelten Frank und seine Kollegen ein Computermodell, in dem sie die Wirkung von Dopamin simulierten. Ihre Annahme: Dopamin verstärkt den Lerneffekt aus positiven Erfahrungen und verhindert gleichzeitig das Lernen aus negativen Erlebnissen. Anschließend verglichen die Forscher das Ergebnis der Simulation mit dem Abschneiden von 30 Parkinson-Patienten und 19 gesunden Kontrollprobanden in verschiedenen Lerntests. Genau wie von der Simulation vorhergesagt lernten die Probanden, deren Dopaminspiegel durch Medikamente künstlich erhöht war, am besten aus positiven Erfahrungen. Bei den nicht medikamentös behandelten Parkinson-Patienten, deren Dopaminspiegel sehr niedrig war, hatten dagegen negative Erfahrungen den größten Lerneffekt. Die Kontrollgruppe nutzte sowohl die positive als auch die negative Verstärkung, um daraus zu lernen.

Die Ergebnisse könnten nach Ansicht der Forscher helfen, auch andere Krankheiten mit gestörter Dopaminregulation wie Schizophrenie, ADHS oder Suchterkrankungen besser zu verstehen. Nur wenn die Wirkung des Botenstoffs in verschiedenen Bereichen des Gehirns genau bekannt sei, könnten auch Medikamente entwickelt werden, die ganz speziell einzelne dieser Wirkungen nachahmen, schreiben die Wissenschaftler. Dadurch könnten viele der Nebenwirkungen heutiger Wirkstoffe vermieden werden.

ddp/bdw – Ilka Lehnen-Beyel

(Quelle: Wissenschaft.de )
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  #7  
Alt 04.01.2006, 21:51
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Mary Mary ist offline
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Registriert seit: 28.03.2005
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Beiträge: 10.992
Standard Wie das Gefühl in den Bauch kommt

05.11.2004 - Medizin
Wie das Gefühl in den Bauch kommt

Der Neutrotransmitter Dopamin beeinflusst die Entstehung des "Bauchgefühls", das unbewussten Entscheidungen zugrunde liegt

Der Gehirnbotenstoff Dopamin bestimmt, welche Vorlieben und Abneigungen sich Menschen im Lauf ihres Lebens aneignen: Er beeinflusst, welche Lehren das Gehirn aus früheren Erfahrungen zieht und verursacht auf diese Weise das "Bauchgefühl", aus dem heraus viele Entscheidungen getroffen werden. Das haben amerikanische Wissenschaftler bei der Untersuchung von Parkinsonpatienten entdeckt, deren Dopaminspiegel entweder krankheitsbedingt erniedrigt oder durch Medikamente künstlich erhöht war. Die Forscher um Michael Frank von der Universität von Colorado in Boulder beschreiben ihre Studie in der Fachzeitschrift Science (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1126/science.1102941).


Gesunde Menschen lernen sowohl aus guten wie auch aus schlechten Erfahrungen. Positive Folgen einer Entscheidung verstärken dabei etwas Gelerntes, während negative Auswirkungen dazu führen, dass eine Erfahrung mit dem Etikett "in Zukunft möglichst vermeiden" abgespeichert wird. Wie bereits aus Tierversuchen bekannt spielt der Neurotransmitter Dopamin, der beispielsweise die positiven Gefühle im Belohnungszentrum vermittelt, eine Schlüsselrolle bei diesem Verstärkungssystem. Wie genau er jedoch die Entscheidungsbildung beeinflusst, war bisher nicht bekannt.

Um diesen Zusammenhang aufzuklären, entwickelten Frank und seine Kollegen ein Computermodell, in dem sie die Wirkung von Dopamin simulierten. Ihre Annahme: Dopamin verstärkt den Lerneffekt aus positiven Erfahrungen und verhindert gleichzeitig das Lernen aus negativen Erlebnissen. Anschließend verglichen die Forscher das Ergebnis der Simulation mit dem Abschneiden von 30 Parkinson-Patienten und 19 gesunden Kontrollprobanden in verschiedenen Lerntests. Genau wie von der Simulation vorhergesagt lernten die Probanden, deren Dopaminspiegel durch Medikamente künstlich erhöht war, am besten aus positiven Erfahrungen. Bei den nicht medikamentös behandelten Parkinson-Patienten, deren Dopaminspiegel sehr niedrig war, hatten dagegen negative Erfahrungen den größten Lerneffekt. Die Kontrollgruppe nutzte sowohl die positive als auch die negative Verstärkung, um daraus zu lernen.

Die Ergebnisse könnten nach Ansicht der Forscher helfen, auch andere Krankheiten mit gestörter Dopaminregulation wie Schizophrenie, ADHS oder Suchterkrankungen besser zu verstehen. Nur wenn die Wirkung des Botenstoffs in verschiedenen Bereichen des Gehirns genau bekannt sei, könnten auch Medikamente entwickelt werden, die ganz speziell einzelne dieser Wirkungen nachahmen, schreiben die Wissenschaftler. Dadurch könnten viele der Nebenwirkungen heutiger Wirkstoffe vermieden werden.

ddp/bdw – Ilka Lehnen-Beyel

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  #8  
Alt 05.01.2006, 19:52
Benutzerbild von Flipy
Flipy Flipy ist offline
Teammitglied - Ansprechpartner für Fragen zum Sozialrecht
 
Registriert seit: 01.04.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.193
Standard

Danke
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  #9  
Alt 31.01.2006, 21:50
Benutzerbild von micha
micha micha ist offline
Teammitglied - Fachautor für Pharmazie
 
Registriert seit: 28.03.2005
Beiträge: 164
Standard Es geht auch anders

Tach,zusammen!
Die Geschichte mit der eindeutige Diagnose von ADHS (=Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivität-Syndrom) gehört für mich ins Reich der Märchen. Gerade in leichteren Verlaufsformen ist die Zahl der Fehldiagnosen sehr hoch - diese Erkrankung ist derart in aller Munde, dass Eltern z. T. schon zum Arzt rennen, wenn ihr Kind nicht 6 Stunden am Tag vor Compi und Fernseher hockt. Will das Kind vielleicht sogar noch in einen Sportverein und trainiert häufig, kann das ja nicht normal sein. (Siehe auch den Beitrag: Fernsehen als Babysitter!)

Heute habe ich auf einer Fortbildung die Beurteilung eines neuen Medikamentes für die sog. "Zappelphilipe" gehört. In der Studie des Herstellers zur Wirksamkeit hat selbst das zur Kontrolle verwendete Placebo (=wirkstofffreie Pille) eine "Heilungsrate" von 60% erreicht. Kann ja irgendwie nicht so ganz hinhauen!

Denkt euch euren Teil!

Auch hier kann aber eine homöopathische Behandlung eine gute und erfolgreiche Alternative sein, natürlich nur beim ausgebildeten Fachmann.

Für den Laien anwendbar ist auch das homöopathische Komplexmittel Zappelin, das eine ausgleichende, keine beruhigende Wirkung entfaltet.

Auf jeden Fall besser als die "volle Dröhnung"!

Bis die Tage, micha8-)
__________________
Es soll ein jeder nach seiner Fasson selig werden.
(Friedrich der Große)
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  #10  
Alt 07.02.2006, 20:10
Conny Conny ist offline
Forenhexe
 
Registriert seit: 07.02.2006
Ort: Wilhelmshaven
Beiträge: 2.501
Standard

Tach auch!

ADS oder ADHS (zwei unterschiedliche Formen oder Ausprägungen dieses Syndroms)
zu diagnostizieren ist bisher noch eine sehr langwierige Prozedur. Ob dabei dann eine eindeutige Diagnose herauskommt, ist wirklich fraglich...

Im Grunde ist das meiner Meinung nach erstmal auch nicht so wichtig... denn wenn Kinder Symptome aufweisen, dann sind sie auf die eine oder andere Art 'schwierig' und das ist gerade für die Eltern ausschlaggebend - ob nun mit oder ohne Diagnose.

In der Einrichtung, in der ich arbeite, gibt es immer mehr Kinder mit solchen Symptomen. Meistens werden sie hier mit 'Verdacht aus AD(H)S' aufgenommen.

Es gibt eine Menge Möglichkeiten mit diesen Kindern und ihren speziellen Verhaltensweisen umzugehen. Und diese sollte man ausprobieren bevor man darüber nachdenkt Medikamente zu verabreichen...

Das Placebos eine Verbesserung der Situation bewirken wundert mich keinesfalls
Gerade bei AD(H)S spielt das Miteinander der Eltern und Kinder und ihre Einstellung zueinander eine große Rolle. Beides ist häufig von einer starken Belastung der Eltern geprägt. Wenn diese das Gefühl haben, dass ihnen konkret geholfen wird, ist das eine 'Entlastung' und eine Hoffnung, die Einstellung und Miteinander positiv beeinflussen und so auch zu einer Verbesserung des Verhaltens der Kinder (und manchmal auch der Eltern ) führen kann...

In einigen (eher seltenen) Fällen können Medikamente oder eine Ernährungsumstellung weiterhelfen.
In der Regel sind die wirklich hilfreichen Möglichkeiten leider weniger bequem.
Für sie braucht es Zeit, Geduld und Mut zur Veränderung.

Allen betroffenen Eltern wünsche ich viel Kraft und Geduld für ihre Kinder!

Und viel Liebe!

Conny
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