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  #1  
Alt 25.12.2006, 16:47
vienetta vienetta ist offline
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Standard Spina Bifida

Offener Rücken (Spina bifida)

Allgemeines

Ein offener Rücken (Spina bifida= gespaltenes Rückgrat) ist eine Fehlbildung der Wirbelsäule und des Rückenmarks. In Mitteleuropa kommt etwa eines von 1.000 Kindern mit einem offenen Rücken auf die Welt. Mädchen sind davon häufiger betroffen als Jungen. Während der Embryonalentwicklung hat sich die Wirbelsäule nicht ganz verschlossen, so dass sich die normalerweise im Wirbelkanal verlaufenden Nerven und Rückenmarksteile sackförmig aus dem Rücken vorwölben (Myelomeningozele). Sind in der Wölbung nur Teile der Rückenmarkshäute enthalten spricht man von einer Meningozele. Wenn Nerven austreten, können sie in ihrer Funktion, d.h. Übertragung von Impulsen zu den dazugehörigen Körperregionen, gestört sein, so dass es dort zu Lähmungen von Muskeln und Empfindungslosigkeit kommen kann. Meist befindet sich die Ausstülpung im unteren Rückenbereich (Lendenwirbelsäule), so dass die Steh- und Gehfähigkeit beeinträchtigt und auch Blase und Enddarm von Lähmungen betroffen sein können. Treten Teile des Rückenmarks aus, kann auch die Rückenmarksflüssigkeit nicht mehr ungehindert fließen, sie staut sich im Gehirn, es kann sich ein Wasserkopf (Hydrozephalus) bilden.

Geändert von Nancy (22.04.2008 um 15:57 Uhr).
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  #2  
Alt 25.12.2006, 17:48
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evma evma ist offline
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ich kenne eine frau die hat sogar nach etlichen op das laufen gelehrnt muß nicht immer eine lähmung sein
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  #3  
Alt 25.12.2006, 18:12
vienetta vienetta ist offline
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nein es gibt auch da ganz verschiedene schweregrade ,tim hat ja auch spina bifida und kann zwar schlecht aber er kann laufen ich hab irgendwo eine liste mit den verschiedenen typen wenn ich sie finde stell ich sie noch mit hier rein
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  #4  
Alt 25.12.2006, 19:25
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evma evma ist offline
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ja das wäre klasse wenn du das machen würdest
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  #5  
Alt 28.12.2006, 22:18
Conny Conny ist offline
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mein patenkind hatte eine offene bauchdecke.
beides kann meines erachtens nach in den
vorsorgeuntersuchungen festgestellt werden.
(ich glaube, da ist irgendein wert erhöht)

falls während der schwangerschaft etwas aus
dieser offenen stelle heraustritt,
ist es besonders wichtig sowas vorher zu wissen,
weil dann unbedingt ein kaiserschnitt gemacht werden muss.
eine normale geburt könnte lebensgefährlich für
betroffene kinder werden...
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  #6  
Alt 28.12.2006, 22:22
vienetta vienetta ist offline
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bei uns war es so das in der schwangerschaft am steissbein beim ultraschall ein tumor aufgefallen ist ....nach der geburt sah man aber nur ne komische beule wie eine zyste und ne komische popokurve also nicht asymetrisch beim mrt war aber kein befund nach der geburt ,2 jahre später wieder mrt und spina bifida ......da sind die aber auch nur drauf gekommen weil tim so schlecht läuft und alle 2 meter auf die nase fällt...
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  #7  
Alt 28.12.2006, 22:31
Conny Conny ist offline
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du liebe güte!
das ist ja ein ding!

ist ja nett, dass sie es überhaupt
noch festgestellt haben...
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  #8  
Alt 29.12.2006, 07:21
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evma evma ist offline
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Zitat:
Zitat von Conny
du liebe güte!
das ist ja ein ding!

ist ja nett, dass sie es überhaupt
noch festgestellt haben...


da gebe ich dir voll und ganz recht liebe conny
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  #9  
Alt 23.01.2007, 09:59
vienetta vienetta ist offline
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Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 3.585
Standard Kinder mit Spina Bifida und Hydrocephalus-ein besonderer Lebensweg

Spina bifida und Hydrocephalus
- ein besonderer Lebensweg


Dipl. Päd. Kirsten Heer
erschienen bei www.geburtskanal.de


Die Geburt eines Kindes ist in aller Regel begleitet von den besten Wünschen und der Hoffnung auf eine positive Lebensgestaltung. Wenn ein Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommt, scheinen all diese Vorstellungen urplötzlich nicht mehr einlösbar. An die Stelle der erwarteten Freude tritt der Schock über die gestellte Diagnose, tiefe Verzweiflung, Wut und Trauer. Die jungen Eltern stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe und empfinden große Hilf- und Orientierungslosigkeit.
Medizinische Perspektive

Eine der häufigsten Behinderungen bei Neugeborenen ist Spina bifida. In den ersten Wochen der Schwangerschaft – also zu einem Zeitpunkt, zu dem die Mutter oft noch gar nichts von dem entstehenden Leben weiß – bildet sich die schützende Wirbelsäule um das Rückenmark und die Nerven nur unvollständig aus. Die Folgen sind weitreichende Lähmungen bis hin zur angeborenen Querschnittlähmung.
Bei 80 % der Neugeborenen mit einer Spina bifida liegt zugleich ein Hydrocephalus vor. Er entwickelt sich aber auch isoliert z.B. bei Frühgeborenen. Nach Hirnblutungen oder als Folge von Tumoren oder Unfällen kann der Hydrocephalus auch später - letztlich also in jedem Lebensalter - entstehen.
Hydrocephalus ist die lateinische Bezeichnung für die Störung des Hirnwasserkreislaufes. Das Gehirn ist mit einer zirkulierenden, polsternden Flüssigkeit - dem Liquor - umgeben. Bei einem Hydrocephalus ist dieser Kreislauf gestört, und es kommt zu einem überhöhten Hirndruck.
Menschen mit einer Spina bifida und/oder einem Hydrocephalus benötigen eine fachkundige medizinische Betreuung. Direkt nach der Geburt eines Kindes mit Spina bifida muss die offene Stelle am Rücken versorgt werden. Bei einem Hydrocephalus wird meist über ein implantiertes Ventilsystem das überschüssige Hirnwasser abgeleitet. Diese operativen Eingriffe sind die ersten wichtigen Schritte zum Erhalt den jungen Lebens. Die konsequente medizinische Betreuung muss aber über dieses junge Lebensalter hinausgehen. Zahlreiche weitere Operationen sind notwendig, die Kinder können in ihrer altergerechten Entwicklung verzögert sein, neurologische Störungen und Krampfleiden können sich zusätzlich einstellen. In Folge heute noch nicht regulierbarer Hirndruckschwankungen leiden Menschen mit Hydrocephalus häufig unter starken Kopfschmerzen und damit einhergehenden Leistungsbeeinträchtigungen.
Aber auch fachkundige therapeutische und pädagogische Betreuung ist notwendig. Zum Beispiel Frühförderung, gezielte Physiotherapie und Selbständigkeitstrainings sind wichtige begleitende Maßnahmen auf dem Lebensweg.
Die Bedeutung für die Familie

Das Leben mit einem besonderen Kind ist für die gesamte Familie eine Herausforderung. Ständig neue Dinge müssen erlernt und ausgehandelt werden. Viele sozialrechtliche Hilfen gilt es zu beantragen und leider allzu oft hartnäckig zu erstreiten. Eine sachgerechte Versorgung mit Hilfsmitteln wie etwa einem geeigneten Rollstuhl oder mit Gehhilfen ist notwendig und die Organisation des Familienalltages muss umgestellt werden. Zahlreiche Gespräche und Verhandlungen mit Ärzten, Pflegern, Therapeuten, Pädagogen und Lehrern, mit Sachbearbeitern usw. gehören plötzlich dazu.
Und zwischen all dem muss notwendigerweise auch noch die Auseinandersetzung, die Akzeptanz und Annahme der Behinderung des Kindes und der neuen Lebenssituation geleistet werden. Dieses besondere Kind will geliebt werden und mit seinen natürlichen Bedürfnissen seine Welt erfahren. Vielleicht sogar gibt es auch noch ein Geschwisterkind, das sein Recht auf Aufmerksamkeit einfordert und ganz behutsam an die neue Rolle als Schwester oder Bruder herangeführt werden muss. Und dann sind da noch der Partner, die Verwandten, die Freunde und Bekannten, die Arbeitsstelle, die eigenen Freizeitaktivitäten...
All das sind große Anforderungen an eine junge Familie und es wird deutlich, wie wichtig eine einfühlsame und kompetente Unterstützung in dieser besonderen Situation ist.
Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus

Die Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus hat sich als Verband der Behindertenselbsthilfe eben dies zur Aufgabe gemacht. 1966 haben sich Eltern zu einer Selbsthilfegruppe in Bonn zusammengeschlossen, um sich gegenseitig bei der Bewältigung des Alltages mit ihrem behinderten Kind zu unterstützen. Aus dieser Elterninitiative ist über die Jahre ein Verband mit über 3500 Mitgliedern geworden: behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Angehörige, Freunde und Förderer. Mittlerweile gibt es über 70 ASbH-Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland, mehrere Landesverbände und den Bundesverband als Dachorganisation mit Sitz in Dortmund.
Die ASbH leistet durch die bundesweite Netzwerkarbeit wertvolle Hilfe vor Ort. Die jungen Eltern erfahren Unterstützung im Austausch mit anderen betroffenen Familien, sie finden in der ASbH-Geschäftsstelle und in den Gruppen Beratung und Information zu allen Lebensbereichen. Die Erfahrung, mit der Situation nicht allein zu sein und die Begegnung mit anderen Familien, die allen Widerständen zum Trotz ihren Alltag positiv gestalten, macht Mut. Durch Seminare, Tagungen, fachspezifische Publikationen und die Vertretung der Interessen nach außen bietet die ASbH den betroffenen Familien Unterstützung auf ihrem gesamten Lebensweg. Gleichzeitig setzt sie sich für eine Aufklärung in der Öffentlichkeit sowie der Fachwelt ein und fördert den Austausch der Fachpersonen untereinander.
Ich selbst arbeite als Diplompädagogin in der Bundesgeschäftsstelle der ASbH und kann aus meiner Beratungsarbeit sagen, wie wertvoll die Selbsthilfearbeit von den Betroffenen eingeschätzt wird. Eine Aufgabe nicht allein meistern zu müssen, Informationen und konkrete Hilfestellungen zu bekommen, Kontakt zu anderen Familien zu finden, sich auszutauschen und zu unterstützen und von Erfahrungen anderer zu profitieren, wird als wichtige Hilfe empfunden.
Nicht die Behinderung, sondern die Umwelt behindert

Und ich kann noch etwas resümieren: Die Familien und die betroffenen Menschen selbst beklagen sich in der Regel nicht über die Behinderung. Viele berichten ganz im Gegenteil von der unendlichen Liebe, die sie erfahren durften, von den Freuden über kleine Fortschritte, von dem Freisetzen ungeahnter Kraftpotentiale und von Hoffnung, von einem veränderten, kraftgebenden Familienzusammenhalt, von neuen Freundschaften und beeindruckenden Kontakten und von der Veränderung der eigenen Prioritäten. Was früher einmal von unendlich großer Bedeutung war, Dingen, denen man hinter herjagte und Situationen, die man als ungeheuer bedeutend einschätzte, sind heute nicht mehr wichtig. Bei solchen Gesprächen spürt man häufig die Kraft dieser Menschen und tatsächlich auch Dankbarkeit für das eigene Schicksal. Es ist ein bisschen wie der Weg zum Wesentlichen.
Steinig wird der Weg nicht durch die eigentliche Behinderung; es ist vielmehr die Umwelt, die es so schwer macht. Man hört häufig: „Mein Frust sind diese Mauern und dass nichts einfach mal glatt laufen kann.“ Es sind die Blicke, die beleidigen und unter die Haut fahren. Es ist das Unverständnis, die mangelnde Akzeptanz und die unverhohlene Ablehnung und Diskriminierung des behinderten Menschen. Es sind die kräfteraubenden Verhandlungen mit Ämtern und Behörden, unerfreuliche Gespräche mit Fachpersonen, denen es an Sensibilität, Respekt und Zeit fehlt. Und es sind manchmal auch mehr oder weniger deutliche Schuldvorwürfe der Umwelt und die latente Frage: <<Was habt ihr verkehrt gemacht, warum habt ihr ein solches Kind?>>
Das sind Reaktionen von Menschen, die nicht begreifen, dass ein solches Kind eine ganz besonderes Kind ist. Sie können oder wollen nicht sehen, dass diese Kinder ganz viel zu geben haben und ein Recht auf einen möglichst unbeschwerten und selbstbestimmten Lebensweg haben. Und ich wage aus meiner Erfahrung als „Profi“ zu sagen, dass dieser Lebensweg für viele Familien eine Herausforderung ist, an der sie unendlich gewachsen sind.

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  #10  
Alt 23.01.2007, 10:18
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evma evma ist offline
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bei richtiger förderung können ein teil der kinder laufen lehrnen.und was ganz wichtig ist spina bifida sagt nicht zwangsläufig geistig behindert
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