Ein elektronischer Blindenstock (englisch: cane) mit Navigationsfunktion soll die Sicherheit und Mobilität blinder und sehbehinderter Menschen sowie ihre Unabhängigkeit stärken.
Förderschüler testeten nun den GPS-gesteuerten Blindenstock. „Ich habe eigentlich immer schon davon geträumt, dass ich unabhängig einen Weg gehen kann - ohne dass ihn mir jemand erklärt hat. Schließlich macht man auch mal einen Ausflug oder will alleine gehen, dann wäre so ein elektronischer Stock schon eine Hilfe", so lautete das Fazit von Andreas Döller, Schüler der LVR-Förderschule Louis-Braille, nach dem Test des I-Cane, einem neuartigen Blindenlangstock mit GPS-System.
Andreas Döller und Mustafa Ilhan (13 und 22 Jahre) besuchen die Dürener LVR-Förderschule Louis-Braille mit Förderschwerpunkt Sehen. Sie haben für den WDR mit dem Prototyp des I-Cane modernste Technik für blinde Menschen getestet, die zur Verbesserung der Mobilität beitragen soll.
In den I-Cane wurden Routen auf dem Schulgelände und im Stadtgebiet rund um die Schule in Düren einprogrammiert, die die jungen Tester mit dem I-Cane abgelaufen sind. Nach dem Weg zur Bushaltestelle stellte Mustafa begeistert fest: „Für unbekannte Wege ist so etwas ideal, man könnte einfach Straße und Hausnummer eingeben und los geht's. Man muss dann nicht mehr ständig Leute fragen, wo man ist und wie man irgendwohin kommt."
Für blinde Menschen ist es eigentlich unmöglich, sich auf freiem Feld oder großen Plätzen problemlos zu bewegen, da sie dort keine Orientierungspunkte haben. Herkömmliche Blindenstöcke funktionieren über den Klang von Bodenprofilen. Der I-Cane ist GPS-gesteuert und lenkt den Nutzer über einen sensiblen Schalter am Stock, der sich nach den computergesteuerten Signalen richtet und dem man mit der Fingerspitze folgt.
REHACARE.de; Quelle: Landschaftsverband Rheinland (LVR)
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