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Alt 11.06.2010, 22:34
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angelika angelika ist offline
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Standard Hörimplantate helfen nicht komplett ertaubten Patienten

Hörimplantate helfen nicht komplett ertaubten Patienten





Der CI-Kongress des Hörzentrums Hannover (HZH) stand in diesem Jahr unter dem Titel „Hörerhaltende Versorgung bei Cochlea-Implantaten und die Nutzung der cochlearen Reserve durch aktive Mittelohrimplantate“.

Anfang Mai kamen Betroffene und Vertreter der Hörsystemversorgung zusammen, um sich über neueste Entwicklungen und Möglichkeiten für Patienten mit Hörstörungen auszutauschen. In diesem Jahr steht die an der Medizinischen Hochschule entwickelte hörerhaltende OP-Technik im Mittelpunkt. „Diese Operationstechnik ermöglicht es, Menschen mit einer Hörstörung zu therapieren, ohne das möglicherweise vorhandene Restgehör zu zerstören“, erläutert Thomas Lenarz, Direktor der HNO- Klinik und des HZH der Medizinischen Hochschule Hannover.

Neben der Versorgung der Patienten mit der Innenohrprothese Cochlea-Implantat (CI) besteht mittlerweile eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten zur Therapie unterschiedlicher Schwerhörigkeiten. „Die hörerhaltende OP-Technik erweitert dieses Therapiespektrum um die so genannten Hybrid-Geräte“, erklärt Anke Lesinski-Schiedat, leitende Medizinerin des HZH.

Ein Hybrid-Gerät ist eine Kombination aus Cochlea-Implantat und Hörgerät. Patienten, die eine Schwerhörigkeit bei den hohen Frequenzen haben, hören die tiefen Töne akustisch mit dem Hörgerät, die hohen Töne elektronisch mit dem CI. „Diese Kombination erleichtert die Kommunikation vor allem im sogenannten Störgeräusch, also in Umgebungen mit starken Nebengeräuschen“, betont Lesinski-Schiedat. Bislang wurden lediglich komplett ertaubte Patienten mit einem Implantat versorgt; Hybrid-Geräte sind dagegen geeignet für Patienten, denen ein Hörgerät nicht mehr hilft, die aber für ein Cochlea-Implantat noch zu gut hören.

Das Hören mit einem Implantat entspricht nicht dem natürlichen Hören. Daher müssen Patienten, die zum Beispiel mit einem CI versorgt werden, das neue Hören üben. Logopäden und Pädagogen trainieren mit den Patienten. „Unsere jahrelange Arbeit mit CI-Patienten fließt in das Training mit den Hybrid-Patienten ein. Mit ihnen trainieren wir erst das getrennte Sprachverstehen, also zunächst mit CI allein, und dann erst in Kombination mit dem Hörgerät“, erläutert Stephanie Rühl, leitende Pädagogin am HZH.

Margret Janssen ist eine Patientin, die an der MHH sowohl mit einem Cochlea-Implantat (2010) als auch mit einem Hybrid-Gerät (2009) versorgt wurde. Sie kennt daher auch das unterschiedliche Hören: „Mit dem Hybrid-Gerät ist das Hören deutlich natürlicher als mit dem Cochlea-Implantat. Das empfinde ich persönlich als angenehmer und in Situationen mit Umgebungsgeräuschen als weniger anstrengend.“

REHACARE.de; Quelle: Medizinische Hochschule Hannover
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Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,

als der Weg von der Erde zum Mond.
angie
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