Neue Freiheit für Rollstuhlfahrer
Neue Freiheit für Rollstuhlfahrer Epilepsiepatienten, die auf die Hilfe eines Rollstuhls angewiesen sind, fühlen sich meist noch stärker in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt als andere von einer Epilepsie betroffene Mitmenschen. Sie fühlen sich oftmals zusätzlich zu ihrer Grunderkrankung unsicher und ihrer Freiheit beraubt. Doch das muss nicht so bleiben! Wissenschaftler vom Anwendungszentrum Systemtechnik des Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung IITB haben in Kooperation mit dem Reha-Unternehmen Otto Bock einen Geländerollstuhl entwickelt, der gehbehinderten Menschen ein Stück ihrer Unabhängigkeit wieder zurück gibt. Der Rollstuhl trägt den Namen "Superfour", sieht aus wie ein kleiner Geländewagen und hat Vierradantrieb, dicke Profilreifen, Überrollbügel sowie einen Hybridmotor. Zudem: "Superfour" ist mit allerlei Technik in puncto Sicherheit gespickt. So kann beispielsweise über GPS während der Fahrt laufend die Position des Rollstuhlfahrers ermittelt und zur Leitstelle gefunkt werden. Auf einer digitalen Landkarte können die Helfer dann genau erkennen, wo sich der Rollstuhl befindet. Daten, wie die aktuelle Tankfüllung, die Batterieladung, die Neigung der Achsen und der Antrieb der Räder, können auf einem Bildschirm abgelesen werden. Sogar die Einblendung medizinischer Daten, wie der Pulsschlag und die Sauerstoffsättigung des Bluts des Patienten, ist möglich. "Im Notfall, wenn die Räder blockieren, der Rollstuhl umkippt oder der Puls des Patienten plötzlich zu rasen beginnt, löst das System automatisch einen Alarm aus", so Dr. Andreas Wenzel vom IITB. Neue Freiheit für gehbehinderte Menschen, denn mit "Superfour" kann man den Experten zufolge alleine über verschneite Berge oder auch im Wattenmeer oder durch Sanddünen fahren.
Quelle: Epinews
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