10 Jahre SiCare
10 Jahre SiCare Umgebungssteuerung!
Jubiläum mit zweistelligen Zuwachsraten in den letzten beiden Jahren
Telefonieren, Licht einschalten, einen Radiosender wählen, ... - für einen großen Teil der Bevölkerung sind diese einfachen Handlungen selbstverständlich. Doch körperlich beeinträchtigte Menschen benötigen dafür Hilfe. Damit sie nicht ständig für alltägliche Handgriffe auf pflegende Angehörige oder Pflegekräfte angewiesen sind, können sich die Betroffenen einer sogenannten Umgebungssteuerung bedienen. Diese ermöglicht es, eine Vielzahl von Funktionen, die für ein selbstständiges Leben notwendig sind, allein durch die Stimme auszulösen. Die Umgebungssteuerungen setzen gesprochene Befehle in Signale um, die über Kabel, per Infrarot oder Funk Geräte steuern. So gelingt es selbst Personen mit extrem hohen motorischen Einschränkungen zu telefonieren, Fenster und Türen zu öffnen, Fernseher und Videorecorder zu steuern und vieles mehr zu tun.
Die Umgebungssteuerungen sind nicht nur zu Hause sondern auch in Kliniken, u.a. auch in der Klinik Bergmannsheil, im Zentrum für Rückenmarkverletzte, installiert.
Dort müssen auch Patienten, die z.B. durch einen Luftröhrenschnitt oder eine Stimmbandlähmung nicht die eigentlich erforderliche Phonstärke produzieren können, nicht auf das Gerät verzichten. In solchen Fällen verwendet man Kragen- bzw. Kehlkopfmikrofone, über die dann die Befehle erteilt werden. "Sogar Patienten, die gar nicht mehr in der Lage sind, sich zu artikulieren, nutzen die Vorteile der SiCare-Umgebungssteuerung durch manuelle Bedienung über eine Eintaster-/Schlagsteuerung", erklärt Herr Dr. Klaus Röhl, der Leiter der Klinik Bergmannstrost in Halle, und betont, dass bei weitem nicht jede Umfeldkontrolle dazu in der Lage sei.
Seit Installation der Geräte in der BG-Klinik Bergmannstrost haben viele Menschen die positive Erfahrung gemacht, was es bedeutet, trotz Bewegungsunfähigkeit wieder ein gewisses Maß an Selbstständigkeit zu erlangen. Damit ist auch immer ein Gewinn an neuer Lebensqualität verbunden.
Lebensqualität und Teilhabe sind im Sozialgesetzbuch 9 (SGB IX) verankerte Grundsätze in Deutschland. Behinderte Menschen haben darauf basierend einen Anspruch, dass die Behinderung abgewendet, beseitigt, gemildert, ihre Verschlimmerung verhütet wird oder ihre Folgen gemildert werden.
Es hat sich gezeigt, dass insbesondere in den letzten zwei Jahren diesen Ansprüchen mehr und mehr Sorge getragen wird. Immer mehr Betroffene wissen um ihre Ansprüche gegenüber dem Sozialsystem und verstehen diese mittlerweile auch entsprechend umzusetzen.
Für diese Menschen wird die Dr. Hein GmbH die 1996 begonnene Arbeit fortsetzen und weiterhin an der Verbesserung ihrer Produkte arbeiten, damit diese auch für zukünftige Anforderungen gerüstet sind.
Alle Interessierten können sich auf der REHACARE 2006 in Düsseldorf in der Halle 5 Stand A28 einen Überblick über die derzeitigen Möglichkeiten verschaffen.
Quelle: Rehacare
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