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Alt 07.11.2006, 11:17
Nancy
 
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Standard Starke Muskeln: Der schwingende "Flexi-Bar" hilft bei Schmerzen

Köln/Bornheim (ddp). Wer den Flexi-Bar zum ersten Mal betrachtet, weiß vermutlich wenig mit ihm anzufangen. Die elastische Kunststoff-Stange ist 1,50 Meter lang und hat in der Mitte einen Schaumstoffgriff. Umklammert man das Sportgerät mit beiden Händen und versetzt es in Schwingungen, wird die Wirkungsweise deutlich: Vibrationen setzen Fliehkräfte frei, der Körper versucht sie augenblicklich auszugleichen. «Diese so genannten oszillierenden Bewegungen wirken positiv auf Schmerzen und verbessern die Haltung sowie die Koordinationsfähigkeit», erläutert Physiotherapeut Jan Knoblauch aus Bornheim. Der Grund dafür ist eine starke Reizung der Muskulatur: «Die Muskeln reagieren auf die Schwingungen, ziehen sich sehr schnell zusammen und lösen sich wieder», sagt Christiane Wilke, Sportwissenschaftlerin an der Deutschen Sporthochschule Köln. Die schwingende Stange eignet sich damit unter anderem, um die Rücken- oder Schultermuskulatur zu stärken. Auch könne die Funktion vieler Gelenke verbessert werden, betont Knoblauch. Sind bereits Schmerzen vorhanden, lasse sich das Gerät in einen Behandlungsplan integrieren, betont der Sportphysiotherapeut der Deutschen Handball-Nationalmannschaft. Egal ob als Fitnessgerät oder in der Therapie: Übungen mit dem Flexi-Bar lassen sich sowohl im Sitzen, Stehen oder Liegen ausführen. Auf diese Weise können unterschiedliche Muskelgruppen angesprochen werden. Diese vielfältigen Einsatzmöglichkeiten setzen allerdings genaue Kenntnisse voraus. Zwar verspricht der Hersteller, dass ein Training auch zu Hause oder im Büro möglich sei. Doch ohne fachliche Anleitung sollten die Übungen nicht begonnen werden. «Das Gerät ist nicht unbedingt einfach zu bedienen. Deshalb ist es ratsam, sich den Umgang von einem Trainer oder Therapeuten erklären zu lassen oder spezielle Kurse im Fitnesscenter zu besuchen», sagt Wilke. Damit sich spürbare Erfolge einstellen, empfiehlt Knoblauch dreimal pro Woche etwa 20 Minuten mit dem Sportgerät zu trainieren. Auch eine Kombination mit einem klassischen Workout im Fitnessstudio sei möglich. Allerdings sollten sich Einsteiger nicht zu viel zumuten. «Am Anfang ist es besser, eine Übung maximal eine Minute am Stück auszuführen und dann eine Pause einzulegen», betont Wilke. «Sobald ein Schmerz auftritt, muss das Training beendet und ein Arzt aufgesucht werden», unterstreicht Knoblauch. Wer beim Sport allerdings dicke Muskelpakete aufbauen will, sollte die Geräte im Studio dem Flexi-Bar vorziehen. «Ein Muskeldickenwachstum ist durch die Übungen nur in sehr geringem Umfang möglich», erläutert Wilke. Nicht geeignet ist der Flexi-Bar laut Experten für Menschen mit vorgeschädigten Muskeln oder Tumor-Patienten.

Quelle: Netdoctor
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